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Das Dorf macht sich seine Zukunft

Barsikow Das Dorf macht sich seine Zukunft

Barsikow hat seinen Sieg im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ des Landkreises noch am Abend der Verkündung gefeiert. Über die Verwendung des Preisgeldes soll noch in der Gemeinschaft entschieden werden. Schließlich haben viele verschiedene ehrenamtlich Aktive ihren Anteil am Erfolg.

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Barsikows Ortsvorsteher Willem Schoeber freut sich über den Erfolg im Dorfwettbewerb. Doch es gibt schon weitere Pläne – unter anderem für den Dorfanger.

Quelle: Alexander Beckmann

Barsikow. Auch wenn es nicht zum 1. Platz im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gereicht hätte – gefeiert hätten die Barsikower am Mittwochabend auf jeden Fall. Schließlich waren sie eines von nur zwei Dörfern kreisweit, die sich an den Aufwand für die Wettbewerbsteilnahme gewagt hatten.

Ortsvorsteher Willem Schoeber (69) hatte vorsorglich Einladungsplakate für beide Möglichkeiten vorbereitet. Und so steht dort noch immer: „Barsikow an 1. Stelle in OPR“ nebst Einladung zum Umtrunk im Feuerwehrgebäude. „Wir waren spontan 35 Leute“, berichtet Schoeber. „Ich hab jedem Dorfbewohner gratuliert. Denn alle haben ja ihren Anteil.“

Als Einzelaktion nicht machbar

Der Ortsvorsteher ist eindeutig sehr stolz auf seine Barsikower. Denn rein nach der Papierform hatte Barsikow mit seinen knapp 200 Einwohnern nur geringe Chancen gegen das viel größere Blumenthal. „Entscheidend war dann offenbar die Präsentation vor Ort“, schätzt Schoeber ein. „Die Barsikower haben ganz viel Begeisterung rübergebracht. Als Einzelaktion funktioniert sowas gar nicht.“ Selbst der Dorfverein, so aktiv er auch sei, hätte das nicht allein bewältigen können.

Der Preis – immerhin 1000 Euro – soll möglichst dem ganzen Dorf zugutekommen, betont der Ortsvorsteher. „Wir haben gesagt: Wir werden das Geld der Dorfversammlung vorlegen und dann gemeinsam entscheiden, was wir damit machen wollen. Das soll eine basisdemokratische Entscheidung sein.“ Einige Ideen gebe es aber durchaus bereits.

Ideen für Insekten und den Dorfanger

Bei den 300 Euro des Förderpreises für den Bienenschutz aus dem Dorfwettbewerb steht die Verwendung schon weitgehend fest. „Wir wollen etwas machen, mit dem wir die Insektenpopulation und damit auch die Vogelpopulation unterstützen“, sagt Willem Schoeber. Seit einigen Monaten bestehe dazu eine kleine Arbeitsgruppe im Dorf. Sie habe die Gestaltung des Dorfangers ins Auge gefasst. „Da ist im Moment vor allem Rasen, der sehr ordentlich aussieht. Wir wollen ein Stück Natur im Dorf wieder herstellen und das trotzdem so gestalten, dass es angenommen wird. Das ist durchaus eine Gratwanderung.“ Weitere Mitstreiter in der Gruppe seien willkommen. Die Jury des Dorfwettbewerbs habe sich von der Idee jedenfalls beeindruckt gezeigt.

Der Sieg im Dorfwettbewerb bedeutet für Barsikow nicht nur Preisgeld, sondern auch die Qualifikation für den Landeswettbewerb im kommenden Jahr. Noch bleibt die Teilnahme allerdings offen. „Wir hatten vorher eigentlich gesagt: Da machen wir nicht mit. Der Aufwand ist gigantisch.“ Doch ganz so sicher ist sich der Ortsvorsteher inzwischen nicht mehr. „Da müssen wir noch drüber reden. Wenn es irgendwie geht, wollen wir den Landkreis natürlich würdig vertreten. Adel verpflichtet.“

Und nebenher: das Dorfleben

Zu tun gibt es für die aktiven Barsikower auch so genug. Zu Halloween soll es wieder ein Laternenfest geben, die Rentnerweihnachtsfeier ist vorzubereiten und für den 10. Dezember ist ein weiteres Konzert unter dem Motto „Aus dem Dorf für das Dorf“ geplant. Dazu will man erstmals eine eigene Kunstausstellung zeigen. Die Kunstwerke sollen im November bei Workshops entstehen.

Von Alexander Beckmann

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