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Das Dorf und sein Komitee für Unterhaltung

Bantikow Das Dorf und sein Komitee für Unterhaltung

Wozu Bantikow früher einen eigenen Bürgermeister samt Gemeindevertretung und etliche Betriebe zur Verfügung hatte, stemmt jetzt das „Komitee“. Es hat in der jüngeren Zeit mancherlei auf die Beine gestellt – scheint aber jetzt an seine Grenzen zu kommen. Das hat mehrere Gründe.

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Die Kinderbelustigung mit Egbert Schröder kam auch bei den Erwachsenen gut an.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Bantikow. Die Bantikower feierten am Sonnabend ihr diesjähriges Dorffest. Wer konnte und wollte, der kam auf die Dorfwiese am Seeufer. Fast wäre es 2016 aber nichts geworden mit der Fortsetzung der Tradition.

Bei der Suche nach dem richtigen Datum waren sich die Verantwortlichen uneins. Zunächst war ein Juli-Wochenende im Gespräch, dann der kommende Sonnabend. Da aber wird das Festzelt bei den Schöller-Festspielen in Kampehl gebraucht. Blieb letztlich noch der 6. August übrig. Die Vorbereitungen liefen kurzfristig, was dazu führte, dass die ansonsten nie fehlende Hüpfburg – erst geordert, dann abbestellt – letztlich doch nicht mehr zu beschaffen war.

So blieb es dem Bantikower Kegelclub ’98 allein vorbehalten, am Nachmittag die vorbildlich gestutzte Grünfläche zu bespielen. Fast 60 Einträge in die Teilnehmerliste bestätigten: Die etwas wackelige Bohlebahn kam an.

Bantikower backten fleißig Kuchen

Gleiches lässt sich ohne Einschränkung auch für das Kinderprogramm unterm Zeltdach sagen. Als die Großen den wie immer in Bantikower Küchen lecker zubereiteten Kuchen verputzten, konnten sie miterleben, wie Animateur Egbert Schröder mehr als zwei Stunden lang die Kleinen bei Laune hielt. Platz im Zelt gab es zum Glück ausreichend, denn etliche Regenschauer trieben alle, die sich zwischen Kegelbahn, Getränke- und Imbissstände versammelt hatten, regelmäßig ins Trockene.

Als René Sandig dann mit Ausruferstimme die etwa 60 Tombolagewinne unters Volk brachte, hatte das Fest vor dem Tanz am Abend seinen vorläufigen Höhepunkt.

Bantikower Festkomitee kommt an seine Grenzen

René Sandig gehört zum Bantikower „Festkomitee“. Das bemüht sich seit einigen Jahren um mehr Leben im Dorf und um sein Aussehen. So geht die Instandsetzung der beiden Buswartehäuschen auf sein Konto. Und dann sind da die Festlichkeiten. Wozu der Ort früher einen eigenen Bürgermeister samt Gemeindevertretung und etliche Betriebe zur Verfügung hatte, das stemmt jetzt das Komitee. Es hat in der jüngeren Zeit mancherlei auf die Beine gestellt, scheint aber jetzt an seine Grenzen zu kommen, weil personell erheblich geschrumpft.

Das hat unterschiedliche Gründe. Familiäre Veränderungen und damit verbundener Ortswechsel sind eine Ursache. Eine andere hat mit Unstimmigkeiten zwischen den Machern selbst zu tun. Konstanz und vermisste längerfristige Belastbarkeit von Entscheidungen haben den einen und anderen die Brocken hinschmeißen lassen. Das Komitee ist jetzt noch ein Septett, übrig geblieben von einem Dutzend.

Ortsvorsteher Nico Alwin ist Teil der Sieben

Die Gründung eines Dorfvereins wird zwar seit je her diskutiert, allerdings ohne eine Entscheidung. Dazu kommt ein leicht gestörtes Verhältnis zu Ortsvorsteher Nico Alwin: Der ist Teil der Sieben, versucht Vorgaben aus dem Rathaus der Großgemeinde umzusetzen, was nicht immer beim Rest Verständnis findet. So könne es passieren, dass dieses oder jenes aneinander vorbei organisiert wird. Dabei fehlt es der kleinen Gruppe keinesfalls an Fleiß. „Und wir haben auch wieder gemerkt, dass wir in Vorbereitung auf das Dorffest viele Unterstützer hatten“, sagt Doreen Güll. Sie denkt dabei an zum Teil hochwertige Gaben für die Tombola und an die Kuchenbäckerinnen.

Güll scheint so etwas wie der Kopf des Trupps zu sein, der am Samstag mit seinen hellblauen Shirts auffiel. Sie weist das zurück. Nein, die Chefin sei sie nicht. Man entscheide alles gemeinsam. Und man werde daran arbeiten, wieder mehr zu werden. „Bei uns ist jeder willkommen, der mitmachen will.“ Auflösungserscheinungen kann Doreen Güll jedenfalls nicht erkennen. „Wir machen weiter für uns und das Dorf. So steht die Halloweenparty schon im Kalender.“

Von Wolfgang Hörmann

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