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Das „Evi“ ist Brandenburgs erste Faire Schule

Neuruppin Das „Evi“ ist Brandenburgs erste Faire Schule

Fair gehandelte Produkte im Schülercafé, Recyceltes Papier und eine Partnerschaft mit Uganda – ihr Engagement in Sachen Umweltschutz und Völkerverständigung hat der Evangelischen Schule Neuruppin am Dienstag eine besondere Auszeichnung eingebracht. Das „Evi“ ist offiziell Brandenburgs erste „Faire Schule“.

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Schulleiterin Anke Bachmann (l.) und Schülersprecher Gustav Voge nahmen die Auszeichnung von Julia Wasmuth entgegen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Julia Wasmuth vom Diakonischen Werk Teltow-Fläming brachte am Dienstag eine ganz besondere Auszeichnung mit nach Neuruppin: die für eine „Faire Schule“. Zum ersten Mal überhaupt überreichte Wasmuth eine entsprechende Urkunde und eine Plakette an eine Bildungsinstitution in Brandenburg. Für mindestens zwei Jahre darf sich die Evangelische Schule nun mit diesem Label schmücken. Dann müsste sie sich erneut bewerben. Mit der Auszeichnung werden eine demokratische Schulkultur, Lernen in globalen Zusammenhängen und ökologische Verantwortung gewürdigt. Die Initiative wurde 2012 in Berlin vom „Epiz-Zentrum für Globales Lernen“ ins Leben gerufen, wo mittlerweile sechs Schulen ausgezeichnet worden sind. Seit 2015 gibt es beim Diakonischen Werk Teltow-Fläming auch zwei Verantwortliche in der Mark.

Das Engagement von Seiten der Neuruppiner Schule sei von Anfang an groß gewesen, berichtete Wasmuth. „Die Bewerbung aus Neuruppin war so umfangreich, dass wir darum bitten mussten, sie zu kürzen“, lobte Wasmuth den Einsatz. Was genau eine Faire Schule ausmacht, steht in einer Leitlinie – knackigere Worte fanden die Schülerinnen und Schüler des Evi. Sie erklärten in einem Film, was für sie Fairness an der Schule bedeutet. Recyceltes Papier und Mülltrennung wurden ebenso genannt wie die Förderung schwächerer und körperlich beeinträchtigter Mitschüler. Mehr als ein Dutzend fair gehandelte Produkte im Schülercafé Tasca fanden ebenso Erwähnung wie die internationalen Beziehungen zu anderen Schulen.

Partnerschaft nach Uganda als Anstoß für die Bewerbung

Die Partnerschaft mit Uganda hatte den Stein überhaupt erst ins Rollen gebracht. Die „Uganda-Arbeitsgemeinschaft“ unter Leitung von Frank Weigel organisiert Kontakte in das afrikanische Land. Während eines Arbeitsgesprächs im Café Tasca kam im vergangenen Jahr die Idee auf, sich ganz offiziell um den Titel „Faire Schule“ zu bewerben.

Richard Mugisha (l) und Tophias Ahereza (3vr) wurden von Schülern des Evi verabschiedet

Richard Mugisha (l.) und Tophias Ahereza (3.v.r.) wurden von Schülern des Evi verabschiedet.

Quelle: Peter Geisler

Gelebt wurde das globale Verständnis auch am Dienstagvormittag. Nach einem halben Jahr in Neuruppin wurden mit Tophias Ahereza und Richard Mugisha zwei Schüler aus Uganda offiziell verabschiedet – unter reichlich Tränen. Tophias Ahreza ergriff das Wort: „Es ist Zeit auf Wiedersehen zu sagen. Ich danke meinen zwei Gastfamilien, den Lehrern und Schülern für die Gastfreundschaft. Ich hoffe aus Gottes Segen für euch.“

Ein Gegenbesuch steht im Februar an. Dann geht es für eine Delegation des Evi für zwei Wochen nach Uganda. „Seit fünf Jahren unterstützen wir dort eine Schule“, sagte Frank Weigel, „zuletzt im Juni mit gut 10 000 Euro. Von dem Geld konnte bereits ein Haus für die Lehrer errichtet werden. Gerade erst haben wir Fotos einer Unterkunft für die Mädchen bekommen, die derzeit gebaut wird.“

Von Mischa Karth

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