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Ostprignitz-Ruppin Das Ruppiner Seenland legt weiter zu
Lokales Ostprignitz-Ruppin Das Ruppiner Seenland legt weiter zu
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00:17 24.06.2016
Der Wassertourismus im Ruppiner Seenland boomt. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Wasser zieht einfach. Peter Krause hat das erst Anfang Juni wieder bemerkt, als der Chef des Tourismusvereins Ruppiner Seenland bei einer Tagung in Saarbrücken weilte. Rund 100 Tourismusexperten aus ganz Deutschland trafen sich in der Hauptstadt des Saarlandes, um über Trends in der Tourismuswirtschaft zu diskutieren.

„Viele interessieren sich für den Wassertourismus in Brandenburg“, sagt Krause. Dieses Angebot unterscheide sich einfach von vielen anderen. „Schlösser, Radwege und Pferdehöfe gibt es auch im Schwarzwald und anderswo.“ Der Tourismusverband Ruppiner Seenland, der die Kreise Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin außer den Bereich Wittstock umfasst, will deshalb weiter konsequent für den Wassertourismus werben. Das scheint sich auszuzahlen: Im Vorjahr wurden 1,47 Millionen Übernachtungen zwischen Flecken Zechlin, Rheinsberg, Neuruppin und Oranienburg gezählt – so viel wie nie zuvor.

Deutlicher Zuwachs im März

Die gute Entwicklung setzt sich fort. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden 329 578 Übernachtungen regis­triert. Damit liegt das Ruppiner Seenland hinter dem Seenland Oder-Spree (528 661) und dem Spreewald (378 732) weiterhin auf dem dritten Platz in der Mark. „Das ist ein gutes Ergebnis“, betont Krause. Bedeuten die Zahlen doch einen Anstieg von 7,7 Prozent im Vergleich zu den ersten vier Monaten des Vorjahres. Zwar brachen die Zahlen im April etwas ein. Aber dafür gibt es laut dem Tourismusexperten eine einfache Erklärung. „Die Frühjahrsferien und Ostern fielen diesmal in den März.“ Das hat sich deutlich ausgewirkt: Die Übernachtungszahlen stiegen im Vergleich zum März 2015 um gut 20 Prozent – um dann im April um knapp sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu sinken.

Urlauber achten auf mehr Sicherheit

Derartige Schwankungen sind in den Winter- und Frühjahrsmonaten nicht ungewöhnlich, wirklich relevant für die Statistik sind sie aber kaum. „Die großen Zahlen gibt es immer im Juni, Juli und August“, sagt Krause. Dann werden im Ruppiner Seenland allein in einem Monat mehr als 200 000 Übernachtungen registriert. Zum Vergleich: Im April waren es mit 97 000 Übernachtungen nicht mal halb so viele. Krause geht davon aus, dass der positive Trend anhalten wird. „Der Deutschland-Urlaub boomt.“ Das hat mehrere Gründe. So wollen viele Reisende in ihrem Urlaub aktiv in der Natur sein, paddeln, Rad fahren, Kultur erleben und vielleicht auch etwas wandern. Schon das brachte Zuwächse. Hinzu kommt, dass die Lage in anderen Reisegebieten der Welt immer undurchsichtiger wird und vielen als zu gefährlich erscheint. Das betrifft vor allem Nordafrika mit den Urlaubsländern Tunesien, Marokko und Ägypten. Auch die Sicherheit am Strand in der Türkei und Griechenland spielt zunehmend eine Rolle bei der Reiseplanung. „Es gibt eine Verschiebung bei den Wünschen“, sagt Krause. Davon profitieren die deutschen Urlaubsgebiete – zumal es „bei uns momentan eine sehr gute Rente und für viele gute Einkommen gibt“.

Übernachtungen auf dem Wasser werden nicht berücksichtigt

Der Tourismusexperte rechnet deshalb damit, dass sich bis zum Jahresende noch mehr Touristen im Ruppiner Seenland erholt haben werden als 2015. Gezählt werden von der Statistik dabei nur Unterkünfte, die zehn und mehr Betten anbieten. Die Übernachtungen auf dem Wasser werden zum Leidwesen von Krause immer noch nicht berücksichtigt. Dabei lagen diese im vergangenen Jahr bei 150 000 im Ruppiner Seenland.

Von Andreas Vogel

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