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Das Strandbad wird zum Klassenzimmer

Kyritz Das Strandbad wird zum Klassenzimmer

Schüler der Kyritzer Carl-Diercke-Oberschule frischten ihre Schwimmkenntnisse auf. Im Kyritzer Strandbad erhielten sie Tipps zur Schwimmtechnik und der optimalen Körperhaltung im Wasser.

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Zuerst wurde an der Technik gefeilt und viel geübt, bevor es für das 50- und 400-Meter-Schwimmen auf Zeit Zensuren gab.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Das Kyritzer Strandbad am Untersee wurde in dieser Woche zum Klassenzimmer der besonderen Art. Statt Mathe-, Deutsch- und Englischbüchern hatten die Schüler der 8. und 9. Klassen der Kyritzer Carl-Diercke-Oberschule Handtücher und Badesachen eingepackt.

Doch statt eines gemütlichen Badevergnügens mit garantiert viel Sonnenschein, zumindest in der ersten Wochenhälfte, stand für die Schüler Schwimmen auf dem Stundenplan. „Manche wundern sich zwar, doch Schwimmen ist bei uns im Sportunterricht eine ganz normale Sportart wie Volleyball und Leichtathletik“, erklärt Sportlehrer Christian Hoffmann, der zusammen mit seinem Kollegen Ronny Hebekerl die Jungen betreute, während sich die Sportlehrerin Birgit Berg um die Mädchen kümmerte.

Jede Klassenstufe hatte zwei Tage zur Verfügung, in denen die Schwimmtechnik der Schüler aufgefrischt und anschließend die Leistung abgefragt wurde. Nach umfassende Belehrung wurde es schließlich für die Schüler ernst. Gruppenweise wurden erst Aufwärmübungen am Strand gemacht, bevor es ins 21 Grad Celsius warme Wasser ging und 100 Meter geschwommen werden musste.

Der Schwimmunterricht im Strandbad

Der Schwimmunterricht im Strandbad.

Quelle: André Reichel

Christian Hoffmann, der nicht nur diplomierter Sportlehrer ist, sondern auch Schwimmlehrer, machte mit sicherem Blick die Schwachstellen aus, die mancher Schüler bei seiner Technik hatte. Nicht anders gingen seine beiden Kollegen bei ihren Gruppen vor. Hier setzten die Sportlehrer an und feilten mit gezielten Übungen daran. Gleitübungen mit einem Schaumstoffbrett dienten beispielsweise der Verbesserung der Beinkoordinierung. „Damit habt ihr einen größeren Vortrieb und seid schneller“, erklärt Christian Hoffmann.

Von den Sportlehrern bekamen die Mädchen und Jungen beider Klassenstufen noch jede Menge weiterer Tipps zur Verbesserung ihrer Schwimmleistung, etwa mit einer optimierten Körperhaltung. „Vermeidet, dass eure Beine tief im Wasser sind. Ihr erzeugt sonst mehr Widerstand – und umso anstrengende ist das Schwimmen dann für euch“, sagt Christian Hoffmann. Allzu lange konnten die Schülergruppen nicht im Wasser bleiben. Zum Aufwärmen ging es an den Strand.

Strandvolleyball sorgte für Abwechslung

Eine kleine Partie Strandvolleyball sorgte für Abwechslung bei den Schülern. Es gab jedoch auch eine kleine Gruppe Schüler, die aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht ins Wasser konnten oder wollten. Sie mussten sich theoretisch mit Schwimmsport beschäftigen und eine Reihe Aufgaben erfüllen, die auch benotet werden. Zensuren bekamen auch jene Schüler, die sich ins Wasser wagten. Sie mussten letztlich 50 und 400 Meter auf Zeit schwimmen. Auch ein Sprung ins Wasser mit möglichst guter Körperhaltung gehörte mit hinzu.

Als optimal schätzen Christian Hoffmann und seine Kollegen die Bedingungen im Strandbad nicht ein, obwohl es dort sehr schön ist. „Das trübe Wasser ist das Hauptproblem, denn man kann dadurch die Haltung der Schüler beim Schwimmen nicht richtig erkennen“, sagt Ronny Hebekerl. Seit zwei Jahren findet der Schwimmsportunterricht der Diercke-Schule im Kyritzer Strandbad statt. In den Jahren davor ging es stattdessen in die Schwimmhalle nach Wittstock. „Das ist leider vorbei, denn die Schule konnte sich irgendwann den Bus nicht mehr leisten, der eigens gechartert werden musste“, berichtet Christian Hoffmann.

Noch freie Plätze im Schwimmkurs

Die beiden Schwimmmeister des Strandbades, Susann Bärwald und Ralph Stasch, hatten auf die Schülerschar während des Schwimmunterricht ebenfalls die ganze Zeit ein wachsames Auge. Vom Schwimmsportunterricht der Diercke-Schule, der am Freitag zu Ende ging, waren sie beide begeistert. „Immer weniger Kinder können schwimmen, da ist es gut, dass sich auch die Schulen damit beschäftigen“, sagt Susann Bärwald. Zudem wies die Schwimmmeisterin darauf hin, dass Kinder ab sechs Jahren bei ihnen einen zehnstündigen Schwimmkurs absolvieren können. Der aktuelle Kurs sei zwar voll besetzt, jedoch sind für den am 3. Juli beginnenden Kurs noch einige Plätze frei. „Auch in den Sommerferien bieten wir weitere Schwimmkurse an“, sagt Susann Bärwald.

Wettkampf der DRK-Wasserwacht

Einen Schwimm-Wettkampf gibt es am Sonnabend im Kyritzer Strandbad. Dort startet um 11 Uhr der OPR-Cup der DRK-Wasserwacht.

Der Ausscheid wird seit Jahren im Strandbad ausgetragen und ist keineswegs nur für Rettungsschwimmer offen. Schwimmer aller Altersgruppen und Leistungsstufen sind zu dem Kräftemessen eingeladen.

Geschwommen wird Freistil, Rücken oder Brust, ganz frei, mit Kleidern, Bällen oder Boje. Die jüngsten Starter sind sieben Jahre alt. Nach oben hin besteht keine Begrenzung. Die Startgebühr beträgt 2,50 Euro.

 

Von André Reichel

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