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Das Verfahren für Windräder stockt

Rheinsberg Das Verfahren für Windräder stockt

Das Landesumweltamt hat das Verfahren für den umstrittenen Bau von sechs, 213 Metern großen Windrädern bei Dorf Zechlin vorerst gestoppt. Eigentlich sollten am 6. Dezember in Rheinsberg die Pläne nochmals ausgiebig diskutiert werden. Doch das Landesumweltamt hat den Rheinsberg-Termin auf unbestimmte Zeit verschoben und nennt dafür zwei Gründe.

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Windrad, Windkraftanlage, Windkraft, alternative Enegie

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Der für Anfang Dezember in Rheinsberg geplante Erörterungstermin für den geplanten Bau von sechs Windrädern bei Dorf Zechlin wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Grund ist, dass noch „relevante Antragsunterlagen in den Themenbereichen Arten- und Grundwasserschutz nicht vollständig vorliegen“, sagte am Freitag Thomas Frey, der Sprecher des Landesumweltamtes. Eine „zweckgerechte Durchführung des Erörterungstermins“ sei deshalb nicht gewährleistet. Wann der Termin in Rheinsberg nachgeholt werden kann, das ist noch offen. Darüber werde „fristgerecht“ informiert, hieß es.

Stadtverordnete lehnen die Pläne einhellig ab

Der geplante Bau von sechs, 213 Metern hohen Windrädern hält seit Monaten nicht allein die Einwohner von Dorf Zechlin, sondern auch im benachbarten Flecken Zechlin sowie in Rheinsberg in Atem. Viele Einwohner lehnen die Pläne der Firma EnBW Windkraftprojekte aus Stuttgart ab und verweisen darauf, dass das Gebiet weder im bisherigen Regionalplan als Fläche für Windräder ausgewiesen ist, noch im Entwurf für den neuen Regionalplan Wind. Zudem war mehrfach darauf verwiesen worden, dass im Bereich Dorf Zechlin regelmäßig Singschwäne und Kraniche rasten. Nicht zuletzt deshalb hatten ebenfalls die Rheinsberger Stadtverordneten Ende August die Windradpläne einstimmig abgelehnt – eine große Rolle spielt das aber nicht. Denn die Entscheidung trifft allein das Land. Rheinsberg kann lediglich eine Stellungnahme abgeben, was die Stadt getan hat. Allerdings gibt es in der Region durchaus auch Befürworter für das Windradprojekt. Dazu gehört der Ortsbeirat von Dorf Zechlin: Er will mit den erhofften Pachteinnahmen Projekte im Dorf umsetzen, für die es seit Jahren kein Geld gibt. Zum anderen existiert auch eine Gemeinschaft von etwa 40 Grundstückseignern, darunter ist die evangelische Kirche, die gleichfalls hinter dem Windkraftprojekt stehen.

Eigentlich wollte das Land im Sommer 2018 darüber entscheiden, ob die sechs Windräder bei Dorf Zechlin gebaut werden dürfen. Ob dieser Termin angesichts der jetzigen Verzögerung gehalten werden kann, das blieb am Freitag offen.

Von Andreas Vogel

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