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Ostprignitz-Ruppin Das große Dreetzer Brutzeln
Lokales Ostprignitz-Ruppin Das große Dreetzer Brutzeln
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00:24 30.12.2015
Serientäter: Der Anspruch ist mit den Jahren gestiegen. Quelle: Foto: Beckmann
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Dreetz

Den Wald riecht man im Dreetzer Arboretum natürlich immer. Manchmal, bei Veranstaltungen, streicht auch Holzrauch durch die Gehölzsammlung oder Bratwurstduft. Eventuell steuert der Lehmbackofen dann Aromen von frischem Brot und Kuchen bei.

Am vergangenen Donnerstag lag aber eindeutig ein Duft von Festessen in der Luft. Wieder hieß es am Vormittag des Heiligabends „Männer machen den Weihnachtsbraten“. Ein gutes Dutzend Bräter füllte den Ofen. Die Handvoll Freizeitköche rundherum hatte gut zu tun. Kaum Treten konnte man in dem kleinen Backhaus. Das eine oder andere Bier verkürzte die Pausen zwischen dem Begießen, Bepinseln und Wenden der immer knuspriger werdenden Festtagsbraten. Nur Revierförster Roland Protz als Gastgeber wirkte etwas übermüdet. „Dienstagfrüh hab ich den Ofen angeheizt“, erzählte er. „Weil wir noch ein bisschen was am Ofen gemacht hatten. Das musste erst trocknen.“ Und von da an durfte das Feuer eben nicht ausgehen.

Aber eigentlich ist das längst Routine: „20 Mal ist der Ofen in diesem Jahr bestimmt angefeuert worden“, schätzt Protz. Allerlei Veranstaltungen vom Osterspaziergang, über das Arboretumfest, das Herbstfest, bis hin zu privaten Feiern boten den Anlass. An die zehnmal gab es den Backtag – immer am dritten Sonnabend des Monats. Nur einer fiel aus, weil an dem im Jahr 2003 errichteten Ofen gebaut werden musste. Auch am letzten Tag des Jahres wird der Ofen noch einmal für eine Silvesterparty angeheizt.

Dass sich der Aufwand lohnt, da waren sich die Festtagsköche am Heiligabend einig. Ihre Rezepte für den perfekten Weihnachtsbraten unterschieden sich allerdings durchaus. Immerhin: Gans mit einer Füllung aus Eiern, Kräutern, Weißbrotwürfel und Champignons wurde wärmstens empfohlen. Direkt am Ort des Geschehens zu kosten war leider nicht drin. Aber gerochen hat es einfach nur nach purem Genuss.

Von Alexander Beckmann

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