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Das schnelle Internet für alle kommt näher

Ostprignitz-Ruppin Das schnelle Internet für alle kommt näher

Bis Ende 2018 sollen 97 Prozent der Haushalte in Ostprignitz-Ruppin schnellere Internetanschlüsse mit wenigstens 50 Megabit je Sekunde erhalten. Dazu will der Landkreis mit Hilfe von Zuschüssen von Bund und Land das Netz ausbauen lassen. Landrat Reinhardt (SPD) erhofft sich 18 Millionen, das sind 90 Prozent der erwarteten Gesamtkosten.

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Das Neuruppiner Schinkelgymnasium hat in den vergangenen Tagen bereits schnelleres Internet und W-Lan erhalten. Michael Schaarschmidt von der Kyritzer Firma Elah hat die Technik mit eingebaut. Neuruppins andere Schulen sollen in den nächsten Jahren folgen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Tausende Ruppiner bekommen in den nächsten Wochen schnellere Internetanschlüsse. Seit dem Sommer lässt die Telekom unter anderem in Neuruppin, Alt Ruppin und Rheinsberg dafür ihre Leitungen modernisieren. Allein in Neuruppin wurden rund 13 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt und etwa 30 Verteilerpunkte modernisiert oder ganz neu gebaut.

Übertragungsraten bis zu 100 Megabit je Sekunde

In ganz Deutschland ist die Telekom gerade dabei, das sogenannte Vectoring-Verfahren einzuführen. Damit wird es möglich, über die eigentlich veralteten Kupferkabel schnellere Internetverbindungen als bisher aufzubauen. Datenübertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde sollen so möglich sein. Selbst in der Neuruppiner Innenstadt lag die Obergrenze für viele Internet-Nutzer bisher bei lediglich 16 Megabit pro Sekunde, zumindest, wenn sie über das übliche DSL-Netz im Internet surfen wollten. Kabelbetreiber wie die Firma RFT bieten schon länger deutlich schnellere Verbindungen an, allerdings nicht überall in der Stadt.

In Neuruppin und Alt Ruppin hat die Telekom ihren Netzausbau inzwischen nahezu beendet. Das neue, schnelle VDSL-Netz soll am 5. Dezember in Betrieb gehen, sagte am Donnerstag Telekom-Sprecher Georg von Wagner. Schneller surfen könnte dann jeder, der über einen der rund 6900 Anschlüsse verfügt, die modernisiert wurden – mit welchem Anbieter der jeweilige Kunde einen Vertrag für die Internetnutzung abschließt, ist egal. Um in den Genuss der schnelleren Anschlüsse zu kommen, müssen viele ihren Vertrag allerdings anpassen. Das kann im Einzelfall teurer werden, muss es aber nicht. In Rheinsberg dauert der Ausbau des Netzes etwas länger. Zwar gehen dort die ersten 400 Anschlüsse bereits am 14. November in Betrieb. Rund 700 weitere VDSL-Anschlüsse sollen laut Telekom aber erst 2017 folgen.

Der Bund fördert bis zu 50 Prozent der Kosten

Investiert wird auch in den anderen Orten. So könnten im Frühjahr auch die Arbeiten beginnen, damit bis Ende 2018 gut 97 Prozent der Haushalte in Ostprignitz-Ruppin über schnelles Internet mit mindestens 50 Megabit je Sekunde verfügen können. Darauf setzt jedenfalls Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Denn derzeit kann gerade mal die Hälfte der Haushalte im Landkreis schnell im Internet surfen. Reinhardt hat am Mittwoch den Fördermittelantrag an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur abgeschickt. Denn der Bund fördert bis zu 50 Prozent der Kosten, das Land bis zu 40 Prozent. Bei Gesamtkosten von rund 21 Millionen Euro muss der Kreis lediglich einen Eigenanteil von gut zwei Millionen Euro bereit stellen. Reinhardt hofft, dass der Bund den Zuschlag für den Ausbau des schnellen Internets in Ostprignitz-Ruppin noch in diesem Jahr erteilt. Dann könnten die Arbeiten zu Jahresbeginn ausgeschrieben werden und im Frühjahr starten.

2,7 Milliarden Euro sind noch im Topf

Ob dieser Zeitplan realistisch ist, das blieb am Donnerstag offen: Denn es hänge von der Anzahl der zu prüfenden Anträge ab, wann diese beschieden werden, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Frist endet am Freitag. Je mehr Anträge eingehen, desto später ist mit einem Zuschlag zu rechnen. „Unsere Fachleute müssen prüfen, ob die Kriterien stimmen“, sagte der Sprecher.

Am fehlenden Geld wird das Millionen-Projekt in Ostprignitz-Ruppin wohl aber kaum scheitern. Stellt doch der Bund für den Ausbau des schnellen Internets insgesamt vier Milliarden Euro zur Verfügung. In den beiden ersten Förderrunden wurden 1,3 Milliarden Euro verteilt. Es sind also noch 2,7 Milliarden Euro im Topf. Das Bauvorhaben der Telekom ist völlig unabhängig davon.

Von Reyk Grunow

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