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Das ultimative Geburtstagsgeschenk

Neustadt Das ultimative Geburtstagsgeschenk

Für Mandy Wunderlich aus Neustadt war der Welttag des Buches am 23. April schon immer etwas ganz besonderes: Es ist ihr Geburtstag. Den wird sie natürlich feiern, aber als bekennender Literaturfan bestimmt auch zum Lesen nutzen.

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Dass der Welttag des Buches auf ihren Geburtstag fällt, hält Mandy Wunderlich für ausgesprochen passend.

Quelle: Alexander Beckmann

Neustadt. Sonntag ist Welttag des Buches. Und in der Familie von Mandy Wunderlich wird richtig gefeiert. Na, gut, dabei geht es nicht unbedingt um den Unesco-Feiertag. Aber über ein Buch würde sich die noch 33-jährige Neustädterin an ihrem Geburtstag am Sonntag bestimmt freuen.

Nicht, dass sie noch keines hätte. Das Bücherregal im Wohnzimmer quillt fast über. Mandy Wunderlich ist bekennender Lese-Fan. Am Welttag des Buches Geburtstag zu haben, findet sie ausgesprochen passend.

In der Regel, so erzählt sie, lese sie sogar zwei Bücher gleichzeitig: „Eines zu Hause und eines unterwegs. Ich pendle jeden Tag nach Berlin zur Arbeit. Am Donnerstag habe ich mir dafür den neuen Harry-Potter-Band gekauft.“

Sie sei einfach neugierig gewesen, wie die J. K. Rowlings Geschichte um den magischen Hogwarts-Absolventen wohl weitergeht. Die Handlung von „Harry Potter und das verwunschene Kind“ setzt 19 Jahre nach den Ereignissen in der Zaubererschule an und dürfte mit gut 300 Seiten noch für so manche Bahnfahrt nach Berlin ausreichen.

Zu Hause greift Mandy Wunderlich dieser Tage zu Jojo Moyes Roman „Ein ganz neues Leben“ – ebenfalls eine Fortsetzung. „Das ist was fürs Herz“, sagt sie. „Eine traurige Liebesgeschichte. Da muss man manchmal eine Träne verdrücken.“ Einen ganz schönen Wälzer hat sie da in der Hand. „Aber das liest sich so schnell weg.“

Falls Gelegenheit dazu ist. Auch für die Neustädterin gehen Arbeit und Familie natürlich vor. „Man muss sich die Zeit Stück für Stück nehmen“, sagt Mandy Wunderlich und gesteht ein, auch schon mal zwei Stunden im Auto auf dem Parkplatz gesessen zu haben, um „ganz schnell“ noch ein spannendes Buch zu Ende zu lesen.

Ein paar Zeilen zwischendurch sind da eher mal drin. Kurze, lustige Geschichten stehen also hoch im Kurs. „Das kann man mal eine Woche lang weglegen und dann trotzdem weiterlesen.“ Und neue Bücher von Kerstin Gier (Silber-Trilogie oder aktuell „Für jede Lösung ein Problem“) oder die Romane von Sophie Kinsella sind für Mandy Wunderlich ein absolutes Muss. Letztere liest sie dann durchaus mal im englischen Original. Zum einen sei das näher dran am Autor als Übersetzungen, zum anderen dauere es einfach immer recht lange, bis die zu haben sind.

Seit 1995 im Unesco-Kalender

Die UN-Organisation für Kultur und Bildung Unesco erklärte 1995 den 23. April zum jährlichen Welttag des Buches.

Anlass für das Datum war ein katalanischer Brauch: Am Namenstag des Nationalheiligen Sankt Georg werden traditionell Rosen und Bücher verschenkt.

Der 23. April ist außerdem auch der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

Bibliotheken, Verlage, Buchhandlungen, Schulen und Bücherfans nutzen den Tag für vielfältige Aktionen rund ums Lesen.

Mehr dazu unter anderem unter www.welttag-des-buches.de.

Ihre dreijährige Tochter Johanna hat Mandy Wunderlich schon mit dem Lesefieber angesteckt. „Mittlerweile geben wir mehr Geld für Kinderbücher aus als für andere.“ Eine richtige Sammlung sei da zusammengekommen. „Jeden Abend lesen wir eine andere Geschichte.“ Zu Johannas Lieblingen gehört „Die kleine Hummel Bommel“ von Britta Sabbag und Maite Kelly. „Da geht’s darum, Mut zu haben, und ein Kinderlied ist auch dabei, das Johanna immer singt.“ Die Geschichten um „Josi Hase“ von Jutta Langreuther und Stephanie Dahle kommen bei der Kleinen ebenfalls gut an.

Dabei steht für Mandy Wunderlich fest: Gebundes Papier muss es sein. Das elektronische Lesen hat sie bisher nicht überzeugen können – auch wenn die Regalbretter sich so langsam biegen. Die öffentliche Bibliothek wäre also durchaus eine Alternative. „In Kyritz sind wir angemeldet. Da haben wir eine Zeit lang Sachen für Johanna ausprobiert.“ Doch der Weg ist eben recht weit. „Wir waren schon seit Wochen nicht mehr da.“

Der Griff ins eigene Bücherregal liegt einfach näher. Am Sonntag bekommt das Möbel vielleicht sogar zusätzlichen Inhalt – wenn auch nicht ausdrücklich wegen des Welttages des Buches. „Wir feiern an dem Tag ja immer Geburtstag“, sagt Mandy Wunderlich. „Da sind wir schon verplant.“ Aber sie denkt dran.

Von Alexander Beckmann

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