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Ostprignitz-Ruppin Datenturbo auch für die Dörfer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Datenturbo auch für die Dörfer
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00:17 01.05.2016
Das Glasfasernetz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin soll ausgebaut werden – auch in den kleineren Orten. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Auch kleinere Orte im Nordwesten Brandenburgs sollen jetzt schnellere Internetanschlüsse bekommen. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin will dazu in den nächsten zwei Jahren bis zu 15 Millionen Euro investieren. Landrat Ralf Reinhardt (SPD) hofft auf ein Förderprogramm, dass der Bund Ende 2015 aufgelegt hat.

Zwar wurde in den vergangenen Jahren schon viel Geld in den Ausbau des sogenannten DSL-Netzes gesteckt. Doch die Datenraten, die die Deutsche Telekom und andere Anbieter damit zur Verfügung stellen können, reichen für viele moderne Anwendungen nicht mehr aus. Schon gar nicht für die Datenmengen, die künftig auf private Nutzer und Firmen zukommen.

Schnelles Internet gibt es bisher nur für einige Haushalte

Üblich sind inzwischen Internetanschlüsse mit einer Datenrate zwischen 6 und 16 Megabit pro Sekunde. Was vor wenigen Jahren noch als modern galt, reicht gerade für Unternehmen heute längst nicht mehr aus. Einige Anbieter wie die Firma RFT oder auch der Kabelfernsehanbieter Kabel Deutschland bieten in ihren Breitbandnetzen inzwischen Datenraten bis 400 oder gar 500 Megabit pro Sekunde an.

Das Unternehmen RFT Kabel hat erst in der vergangenen Woche ein neues Rechenzentrum in Neuruppin in Betrieb genommen, das solch schnelle Verbindungen möglich macht (die MAZ berichtete). In den Genuss so schneller Internet­anschlüsse können aber nur diejenigen Haushalte kommen, die an das jeweilige Kabelnetz angeschlossen sind. RFT erreicht etwa 90 000 Haushalte im gesamten Land, unter anderem in Teilen Neuruppins, in Kyritz, Neustadt (Dosse) und in Pritzwalk.

Die allermeisten Telefon- und Internetanschlüsse gehören zum Netz der Telekom. Sie und ihre Konkurrenten sehen sich in vielen Orten nicht in der Lage, schnellere Internetleitungen anzubieten, auch weil es sich aus Unternehmenssicht schlicht nicht rechnet, in ein neues, modernes Glasfasernetz zu investieren.

Kreis will vor allem in den kleinen Orten investieren

Mit Hilfe des Bundes hofft der Kreis jetzt, das Netz auf eigene Faust schneller machen zu können. „Unser Ziel sind 50 Megabit pro Sekunde“, sagt Christian Fahner, der das Projekt bei der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg (REG) betreut. Mit dem Geld des Bundes will der Landkreis vor allem im ländlicheren Bereich investieren.

Auf dem Weg dorthin hat der Kreis jetzt eine erste Hürde genommen. Am Dienstag konnte Landrat Reinhardt in Berlin einen Förderbescheid des Bundes über 50 000 Euro entgegennehmen. Mit diesem Geld soll ein Beratungsbüro bezahlt werden, das in den nächsten Monaten ermittelt, wo im Kreis tatsächlich schnelles Internet fehlt und wo gebaut werden müsste.

Reinhardt hofft, dass die Bedarfsermittlung bis zum Herbst abgeschlossen ist, damit der Kreis schnell den eigentlichen Förderantrag stellen kann. „Wir würden gern Anfang 2017 mit dem Ausbau beginnen“, sagt Fahner. Bis 2018 muss alles abgeschlossen sein.

Ausbau des Netzes muss bis Ende 2018 beendet sein

Insgesamt steht eine Investitionssumme von bis zu 15 Millionen Euro im Raum. Die Hälfte würde der Bund zahlen, 40 Prozent müssten vom Land kommen, die restlichen zehn Prozent müsste der Landkreis selbst bereitstellen. Ob das Ganze klappt, hängt auch davon ab, wie schnell die Planer sind. „Wir wollen das so zügig wie möglich umsetzen“, sagt der Landrat. Das Budget des Bundes ist begrenzt und viele Regionen hoffen auf Zuschüsse aus diesem Topf.

Von Reyk Grunow

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