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Ostprignitz-Ruppin Debatte um die öffentliche Grünpflege
Lokales Ostprignitz-Ruppin Debatte um die öffentliche Grünpflege
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02:15 26.06.2017
Wer kann wo und wie viel mähen in Neustadt? Und wer soll das bezahlen? Oder sollen die Bürger ran ans öffentliche Grün? In Neustadt stellen sich Fragen. Quelle: dpa
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Neustadt

Die vor wenigen Jahren aus dem Sparzwang heraus beschlossene Reduzierung der Grünpflege in Neustadt wird nun zusehends sichtbar. Dass es allerorten grünt und sprießt, allem voran der Park rund um den Teich neben der Dosse mehr wie Urwald als ein Park aussieht, ist längst Stadtgespräch. Auch im Internet wird diskutiert. Und ebenso treibt es jetzt Bürgermeister Karl Tedsen (CDU) um. Schon im jüngsten Hauptausschuss kamen Vorschläge auf den Tisch, wie etwa Partnerschaften für bestimmte Flächen zu vergeben, Mäharbeiten also dauerhaft engagierten Bürgern zu überlassen.

Bürgermeister fordert, den Grünpflegebeschluss zu überdenken

„Das Erscheinungsbild der Stadt, beginnend am Bahnhof, nimmt in der öffentlichen Wahrnehmung Schaden“, sagt Tedsen: „Es gibt viele Bürger, die beispielhaft ihre und aber auch städtische Flächen, die vor ihrer Haustür liegen, pflegen und zu Recht ihre Leistung mit der städtischen Leistung vergleichen.“ Tedsen verweist auf die gültige Beschlusslage der Stadtverordnetenversammlung, wonach es für alle städtischen Grünflächen Prioritäten und Pflegeintervalle gibt unter dem Gesichtspunkt der Haushaltskonsolidierung. Doch jetzt sei deutlich sichtbar, dass es so nicht weitergehen kann: „Die Beschlusslage muss auf den Prüfstand“, fordert der Bürgermeister.

Den Neustädter Amtsverwaltungschef Dieter Fuchs habe er dahingehend schon informiert. Vielmehr bat er ihn in Abstimmung mit dem Vorsitzenden des Stadtentwicklungsausschusses, Alexander Bleick (CDU), das Thema samt Lösungsansätzen zusätzlich auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung zu setzen.

Von negativen Auswirkungen auf das Image der Stadt ist die Rede

„Das Erscheinungsbild der Stadt durch die ungepflegten beziehungsweise nicht gemähten Rasenflächen ist nicht nur in den sozialen Medien Thema. Wer als Mandatsträger mit offenen Augen und selbstkritischem Blick durch die Stadt geht oder fährt, muss erkennen, dass die Kritik an den Mähintervallen berechtigt ist.“

Die Flächen Bahnhofsvorplatz, Lindenstraße, Spiegelberg, Kirchplatz, Amtsfreiheit und Graf-von-Lindenau-Halle nennt er nur beispielhaft, weil es dort „am augenfälligsten“ ist: „Wir müssen den Beschluss, den wir im Rahmen der Haushaltskonsolidierung gefasst haben, gerade wegen der negativen Auswirkung auf das Image der Stadt, überdenken.“

Von Matthias Anke

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