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Dem Bombodrom-Pilzsucher droht ein Bußgeld

Vermisstensuche zwischen Munition Dem Bombodrom-Pilzsucher droht ein Bußgeld

Der 76-jährige Berliner, der sich am Montag beim Pilzesuchen in der Kyritz-Ruppiner Heide verlaufen hatte und erst am Dienstagabend gefunden wurde, droht ein empfindliches Bußgeld. Grund: Das Betreten des einstigen Bombodroms ist wegen der immer noch hohen Munitionsbelastung verboten. Verstöße werden mit bis zu 5000 Euro geahndet.

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Solche Schilder hat die Sielmannstiftung in der Heide aufgestellt.
 

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin.  Dem 76-jährigen Berliner, der sich beim Pilzesuchen am Montagabend in der Kyritz-Ruppiner Heide verlaufen hatte und erst am Dienstagabend nach einer groß angelegten Rettungsaktion gefunden wurde, droht womöglich ein empfindliches Bußgeld. Grund: Das Betreten des einstigen Bombodroms ist wegen der immer noch hohen Munitionsbelastung des Areals strikt verboten. „Ob wir ein Bußgeldverfahren einleiten werden, das wird jetzt geprüft“, sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) am Mittwoch in Neuruppin. Laut der eigens erlassenen Sperrverordnung werden Verstöße mit bis zu 5000 Euro geahndet.

Der Rentner, der seit Jahren mit seiner Frau zeitweise in Flecken Zechlin lebt und dachte, sich gut in der Heide auszukennen, war am Montagmorgen bei Zempow zum Pilzesuchen auf dem Bombodrom-Gelände aufgebrochen. „Er hat damit nicht nur sich, sondern auch die Helfer in Gefahr gebracht“, betonte Neuruppins Polizeisprecherin Dörte Röhrs. Denn als der Berliner ab 18.15 Uhr nicht mehr telefonisch erreichbar war, hatte die Polizei eine große Suchaktion mit Hubschrauber und Fährtenhunden eingeleitet. Auch die Rettungshundestaffel aus Wittstock sowie Förster und Feuerwehrleute suchten nach dem Vermissten – zunächst vergeblich. Erst als die Hubschrauberbesatzung am Dienstagnachmittag den Suchradius nochmals erweiterte, fand sie den völlig erschöpften Berliner in der Nähe von Schweinrich, rund zehn Kilometer vom Ausgangsort entfernt.

Im Sperrgebiet droht Gefahr für Leib und Leben

„Die Gefahren in der Heide sollte niemand unterschätzen“, warnte Landrat Reinhardt. Schließlich wiesen darauf auch die unzähligen Schilder hin. Gleichwohl werden diese regelmäßig missachtet – von Pilzsuchern ebenso wie von Leuten, die sich mit Militärschrott ein paar Euro dazuverdienen wollen. Wegen der Gefahr für Leib und Leben hat der Landkreis die im Jahr 2011 erlassene Sperrverordnung bisher lediglich für den Südteil der Heide gelockert. Dort dürfen auf inzwischen abgesuchten und von Munition beräumten Wegen Kutschen mit Besuchern fahren – (die MAZ berichtete).

Lutz Jänicke, Chef der Polizeiinspektion Neuruppin, dankte am Mittwoch ausdrücklich den mehr als 80 Helfern, die an der Suche nach dem Vermissten beteiligt waren. Außerdem wies die Polizei darauf hin, dass man möglichst nie allein nach Pilzen suchen und stets ein Handy mit geladenen Akkus dabeihaben sollte.
 

Von Andreas Vogel

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