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Den Friedhof als Bewahrungsraum erhalten

Zootzen Den Friedhof als Bewahrungsraum erhalten

Dass Friedhöfe nicht nur Aushängeschilder der Vergangenheit, sondern auch der Gegenwart eines Dorfes sind, davon ist Landschaftsplaner Steffen Jander überzeugt. Er unterstützt die Zootzener bei der Neugestaltung ihres Friedhofs. Die wollen wie Jander Vergangenes in Form einer Ahnengalerie bewahren und zugleich neue Bestattungsformen ermöglichen.

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Steffen Jander (2. v. r.) beim Abmessen der Ahnengalerie.

Quelle: Christian Bark

Zootzen. Friedhöfe sind für den Landschaftsgestalter Steffen Jander aus Berlinchen mehr als nur Begräbnisstellen. „Sie sind Treffpunkte, Erholungsräume und kulturgeschichtliche Räume“, erklärt er die Mehrfunktionalität der Friedhöfe. Und so seltsam es klingen mag, seien sie auch manchmal ein Abbild des Dorflebens, allein mit Blick auf ihren aktuellen Zustand.

Der soll sich in Zootzen künftig ändern. Angesichts weniger Bestattungen und des Freiwerdens von Flächen ist es laut Ortsvorsteherin Irmgard Ritzmann höchste Zeit dafür. Das zeige sich in der Schaffung neuer Bestattungsformen wie der vor einigen Jahren fertiggestellten Urnengemeinschaftsanlage in Zootzen. 56 Plätze hält diese bereit. Die erste Bestattung sei im März gewesen.

Für seine Hilfe erhielt Steffen Jander nach der Ausmessung einen Strauß Blümchen

Für seine Hilfe erhielt Steffen Jander nach der Ausmessung einen Strauß Blümchen.

Quelle: Christian Bark

Im März hatte die Ortsvorsteherin auch das erste Gespräch mit Steffen Jander. „Wir brauchen bei der Umgestaltung professionelle Beratung“, sagt Irmgard Ritzmann. Und Steffen Jander habe sich dazu bereiterklärt, die Zootzener ehrenamtlich zu unterstützen. So macht es der Landschaftsplaner auch in seinem Heimatort Berlinchen. „Ein Friedhof ist ein Bewahrungsraum“, erklärt Jander. Gleichzeitig könne dieser auch zum Erlebnis werden, indem er in vielen kleinen Räumen unterschiedliche Facetten präsentiere. In Janders Entwurf ist demnach die Idee einer weiteren Urnengrabanlage, die Bepflanzung vor der Trauerhalle als Schattenspender sowie des Eingangsbereichs und auch eine Fläche für Baumbestattungen vorgesehen.

Spätestens Anfang Mai soll es losgehen

„Erste Schritte werden eine neue Einfassung der Urnengemeinschaftsanlage, die Erneuerung der Friedhofshecke sowie die Schaffung der Ahnengalerie werden“, kündigt Irmgard Ritzmann an. Die Ahnengalerie wird laut Steffen Jander ein Ort, an dem alte Grabsteine längst abgelaufener Gräber Platz finden sollen – als Bewahrungsraum eben.

Wichtig ist dem Landschaftsplaner aus Berlinchen zufolge jedoch das Engagement der Dorfbewohner, dann werde die Stadt Wittstock ihnen bestimmt mit Material und Gerät weiterhelfen.

„Wir haben eine ganze Reihe an Leuten, die sich hier engagieren werden“, sagt Irmgard Ritzmann. Spätestens im Mai solle es losgehen. Weitere Planungen sollen zeitnah mit Steffen Jander abgesprochen werden.

Von Christian Bark

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