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Den Stadtwerken geht es immer besser

Neuruppin Den Stadtwerken geht es immer besser

Der städtische Energieversorger hat im Jahr 2015 rund 1,54 Millionen Euro Gewinn gemacht. Bürgermeister Jens-Peter Golde warnt aber davor, das städtische Tochterunternehmen zu schröpfen, um den Haushalt der Stadt aufzubessern. Der städtische Energieversorger braucht das Geld selbst dringender, sagt er.

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Den größten Umsatz machten die Neuruppiner Stadtwerke 2015 mit Strom: fast 23 Millionen Euro.

Quelle: dpa

Neuruppin. Die Stadtwerke Neuruppin haben auch im vergangenen Jahr Gewinn gemacht. Nach Abzug aller Ausgaben und Steuern bleiben unterm Strich rund 1,54 Millionen Euro. Das geht aus dem Jahresabschluss hervor, den das Unternehmen gerade den Stadtverordneten vorgelegt hat.

Für Bürgermeister Jens-Peter Golde ist das eine gute Nachricht. „Natürlich freut man sich als Bürgermeister immer, wenn ein Unternehmen der Stadt bei gleichbleibenden Gebühren noch Gewinn macht“, sagt er. Doch wichtiger als die 1,54 Millionen sei eigentlich eine andere Zahl, sagt der Bürgermeister. Der städtische Energieversorger hat 2015 für 7,7 Millionnen Euro investiert. Das ist zwar ein gutes Viertel weniger als 2014, als die Investitionssumme bei 10,7 Millionen Euro lag. Trotzdem kann sich die Summe sehen lassen, findet Golde.

Stadtwerke wollen Strom weitgehend selbst erzeugen

Erklärtes Ziel der Stadtwerke ist es, weniger abhängig von Preisen am Weltmarkt zu sein. Vor allem beim Strom wollen sie versuchen, so viel wie möglich selbst zu erzeugen. Mit eigenen Solaranlagen; mit neuen Blockheizkraftwerken, die an diversen Stellen in der Stadt gebaut wurden und werden; und künftig wohl auch mit eigenen Windkraftanlagen.

Die Stadtwerke investieren aber nicht nur in eigene Anlagen, sondern auch in solche, die eigentlich ihrem Eigentümer gehören, der Stadt Neuruppin. Der Energieversorger hat sich verpflichtet, die Straßenbeleuchtung nach und nach auf LED-Technik umzurüsten; die Stadt spart so auf Dauer Stromkosten, die Investition hätte sie selbst aber nicht leisten können.

Schon längst diskutieren die Stadtverordneten, ob sie nicht auch ihr Energieunternehmen stärker zur Kasse bitten sollten, um den städtischen Haushalt aufzubessern. Die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) überweist schließlich regelmäßig einen Teil ihres Gewinns an die Stadtkasse.

Bürgermeister lehnt weitere Zahlungen an die Stadt ab

Genau wie die NWG fördern auch die Stadtwerke verschiedene öffentliche Projekte, etwa die Fontane-Festspiele. Jens-Peter Golde warnt aber davor, das Unternehmen darüber hinaus zu schröpfen. Aus seiner Sicht brauchen die Stadtwerke selbst das Geld dringender, um ihr Eigenkapital weiter aufstocken zu können.

Noch vor ein paar Jahren war die sogenannte Eigenkapitalquote der städtischen Tochterfirma so niedrig, dass die Insolvenz drohte. Seitdem hat das Unternehmen sein Eigenkapital nach und nach von deutlich unter zehn Prozent auf 23,1 Prozent im Jahr 2015 (2014: 21 Prozent) erhöht. „Das ist aber immer noch wenig“, sagt Golde: „Bei vergleichbaren Unternehmen liegt die Eigenkapitalquote über 30 Prozent.“ Dieses Ziel sollten auch die Neuruppiner Stadtwerke erreichen, bevor Kämmerer oder Stadtverordnete daran denken können, eventuellen Gewinn für andere Zwecke einzuplanen.

Die Eigenkapitalquote ist wichtig, wenn Banken die Kreditwürdigkeit einer Firma beurteilen. Ende 2015 hatten die Stadtwerke Kredite über 50,3 Millionen Euro.

Von Reyk Grunow

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