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Der Alte Fritz im Tempelgarten

Theaterprobe in Neuruppin Der Alte Fritz im Tempelgarten

Am Wochenende kamen erstmals alle Akteure von Jugendkunstschule, Kreismusikschule und Märkischem Jugendchor zusammen, um für die große Tempelgarten-Revue quer durch vier Jahrhunderte zu proben. Theaterfans können sich auf das nächste Wochenende in Neuruppin freuen.

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Malerische Kulisse: Der Alte Fritz erscheint zur Probe im Neuruppiner Tempelgarten.

Quelle: Regine Buddeke

Neuruppin. Ratlos rennt die Dirigentin auf die Bühne, schaut suchend in alle Richtungen und wedelt mit dem Taktstock. Wo sind die Sänger? Kein einziger zu sehen, aber halt: Man hört sie. Aus allen Ecken des Tempelgartens strömen gemessenen Schrittes die Sängerinnen und Sänger des Märkischen Jugendchores – summend werden sie immer lauter, bis sie am großen Rondell angelangt sind und es sich in der fix und fertig vorgegebenen Kulisse des Neuruppiner Tempelgartens gemütlich machen. Ulrike Schubach mahnt derweil: „Ich möchte mehr Tonvielfalt. Ihr habt drei Oktaven – also bitte auf verschiedene Töne summen.“ Die beiden Sebastians hätten es zudem noch gern, wenn die Jugendlichen eine Runde durch die Zuschauerreihen drehen. Die beiden Sebastians, das sind Sebastian Eggers und Sebastian Maihs, das Texter- und Regiedoppel des Theaters ohne Bühne der Jugendkunstschule. Die beiden sind die „Oberchefs“ der Tempelgarten-Revue, für die die 80 Mitwirkenden am Wochenende ihre ersten gemeinsamen Proben hatten. „Wenn ihr nach dem Summen auf euren Plätzen seid, solltet ihr zehn Zentimeter größer sein“, ruft Eggers dem Chor zu. „Im Sitzen?“, kommt es zurück. „Der begabte Jungdarsteller schafft das auch im Sitzen“, kontert der Regisseur.

Friedrich II. und Fontane stehen auch auf der Bühne

Nebenan auf der Wiese proben die Tänzer der Jugendkunstschule ihre barocken Menuette – trocken und ohne Musik. Die Musiker, Schüler der Kreismusikschule, stoßen erst im Laufe des Tages dazu. Und auch die Schauspieler machen sich langsam warm, gleich werden Friedrich II. und später Fontane auf der Bühne erwartet. Da humpelt der olle Fritz schon auf seinem Stock gestützt durch das Portal der zwei Satyrn, auf denen malerisch ein paar Sänger kleben. „Wir stellen uns jetzt ein fulminantes Friedrich-Kostüm dazu vor“, scherzt Eggers und weiter geht es in der Probe.

Der Tempelgartenverein hat sich mit der Revue ein ehrgeiziges Projekt auf den Tisch geholt: Immerhin sollen vier Jahrhunderte szenisch dargestellt werden, Wandel und Bedeutung der geschichtsträchtigen Anlage veranschaulicht werden – die Zeit, als der junge Kronprinz sich seinen Amalthea-Garten zum besinnlichen Rückzug und als Obst-Gemüse-Lieferant erbaute, wenn er denn schon von seinem Vater zum Neuruppiner Regimentskommandeur verdonnert wurde. Aber auch der Tempelgarten zu DDR-Zeiten wird zu sehen sein.

Premiere ist am Sonnabend, 11. Juli, um 19.30 Uhr im Tempelgarten. Weitere Aufführungen am Sonntag, 12. Juli, um 19 Uhr und am Montag, 13. Juli, um 10 Uhr. Karten kosten 12, ermäßigt 6 Euro.

Von Regine Buddeke

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