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Der Bauhof steuert auf sein Ende zu

Neuruppin Der Bauhof steuert auf sein Ende zu

Neuruppin will seinen bisherigen Eigenbetrieb in die Stadtwerke eingliedern. Nach 27 Jahren wird der Stadtbauhof deshalb Ende Dezember formal aufgelöst. Für die Stadt soll das mehr Leistung bringen und für die Mitarbeiter auf Dauer mehr Sicherheit. Die Stadtwerke fordern mehr Geld, als der Bauhof bisher bekam.

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Die Männer des Stadtbauhofs kümmern sich ums Straßenfegen, Flicken, aber auch Schlaglöcher und andere Schäden.

Quelle: Peter Geisler/Archiv

Neuruppin. Die Tage des Neuruppiner Stadtbauhofs sind gezählt. 34 sind es noch, dann wird der Eigenbetrieb der Fontanestadt Neuruppin nach 27 Jahren aufgelöst. Vorausgesetzt, die Stadtverordneten stimmen dem Plan von Bürgermeister Jens-Peter Golde am 18. Dezember zu.

Er will den Bauhof zu einem Teil der Stadtwerke machen. Aus Stadtbauhof wird Stadtservice, wenn alles klappt. Die 25 Mitarbeiter werden übernommen. Keiner soll weniger verdienen als vorher, sichert der Rathauschef zu. Die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken soll dem Bauhof aber viele Vorteile bringen. Auch Stadtwerkechef Joachim Zindler erhofft sich solche „Synergieeffekte“, wie sie Rathauschef Golde gern ins Feld führt. Unter anderem kann die teure Technik besser ausgenutzt werden.

Über kurz oder lang soll auf dem Gelände der Stadtwerke an der Kläranlage ein neuer Bauhof samt Laubverwertung entstehen. Platz gibt es dort genügend – das bisherige Bauhofgelände in der Gentzstraße ist längst zu eng. Schon bald wird in der Nähe des Klärwerks ein großes Silo für Streusalz entstehen. Auf dem Betriebshof an der Gentzstraße gibt es dafür keine Genehmigung.

Der alte Betriebshof könnte in einige Jahren Bauland werden

Wenn der künftige Stadtservicebetrieb Neuruppin in einigen Jahren dort auszieht, soll aus der Fläche Bauland werden. Manche Nachbarn empfinden den Bauhof schon jetzt als Störenfried – nicht nur, wenn die Streufahrzeuge im Winter mitten in der Nacht lautstark vom Hof fahren.

Der Werkausschuss des Eigenbetriebs Bauhof – eine Art Gesellschafterversammlung – hat seiner Auflösung am Montagabend klar zugestimmt. Die Stadtverordneten im Werkausschuss erhoffen sich durch das Zusammengehen mit den Stadtwerken auch mehr und bessere Dienstleistungen für die Stadt.

Mehr Leistung für mehr Geld

Billiger wird es nach der Fusion für Neuruppin nicht unbedingt. Die Stadtwerke haben sich jährlich wenigstens zwei Millionen Euro für das Flicken von Schlaglöchern, Reinigen der Straßen und Papierkörbe, Grünpflege und Baumschnitt ausbedungen. Von diesem Betrag konnte Bauhofleiterin Simone Deter zuletzt nur träumen. Wenn der Bauhof bei Bürgern und Ortsbeiräten in die Kritik geriet, dann oft, weil er von der Stadt für mehr Arbeiten nicht bezahlt wurde. Das soll sich ändern.

Bürgermeister Golde erhofft sich von der Fusion mit den Stadtwerken auch eine Garantie für die Zukunft des Bauhofs, selbst wenn der dann anders heißt. Als Eigenbetrieb der Stadt sei nicht sicher, dass es ihn in fünf Jahren noch gibt, fürchtet der Rathauschef. Der Vertrag zwischen Stadtwerken und Stadt läuft 20 Jahre.

Von Reyk Grunow

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