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Ostprignitz-Ruppin Der Beste in Deutschland
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15:27 05.11.2013
Christopher Hasse ist der beste Trockenbauer-Lehrling Deutschlands. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Es staubt mächtig auf dem Dachboden des Neuruppiner Museums. Kein Wunder. Das Areal wird gerade saniert und umgebaut. Doch Christopher Hasse stört der Staub nicht.

Der 21-Jährige strahlt. Er hat allen Grund dazu: Christopher Hasse ist Deutscher Meister bei den Lehrlingen der Trockenbauer. Der Dreetzer setzte sich Ende Oktober in Hamm (Nordrhein-Westfalen) gegen acht Mitstreiter aus anderen Bundesländern durch.

"Ich wollte unter die besten Drei kommen", sagt Christopher Hasse selbstbewusst. Immerhin reiste er als Landessieger nach Hamm. Dass er gewonnen hat, liegt nicht allein an seinem Talent, sondern auch an dem Vertrauen, dass ihm Thomas Frahn (44) entgegengebracht hat. Der Geschäftsführer der Firma Treskower Innenausbau wird auf Christopher Hasse aufmerksam, als dieser ein Praktikum bei dem Neuruppiner Unternehmen absolviert. Der Dreetzer fällt durch sein Interesse und Geschick auf. Das beeindruckt Frahn, der immer auf der Suche nach interessierten und talentierten Lehrlingen ist. Also übernimmt der Geschäftsführer den einstigen Praktikanten, der seinerzeit gerade seine theoretische Ausbildung beim Internationalen Bund (IB) in Dabergotz macht, ab dem zweiten Lehrjahr. "Er konnte bei uns mehr Baustellenerfahrung gewinnen." Christopher Hasse arbeitet in Berlin-Pankow in einem Mehrfamilienhaus, beim Umbau des Franziskus-Krankenhauses in Berlin, im Alten Gymnasium in Neuruppin, beim Umbau der Sparkasse in Neuruppin, dem Neubau der Raiffeisenfiliale in Kyritz.

"Ich habe schon als kleiner Bengel festgestellt, dass ich auf den Bau will", sagt Christopher Hasse. Er hilft seinem Vater mal beim Tapezieren, mal beim Malern, mal beim Fußbodenverlegen. Dennoch klappt es nach der Schule nicht sofort mit einer Lehrstelle. Das Arbeitsamt vermittelt ihn deshalb zum Internationalen Bund. "Die machen eine gute theoretische Ausbildung", sagt Thomas Frahn. Beim Treskower Innenausbau entwickelt Christopher Hasse seine praktischen Fähigkeiten weiter. "Das ist keine eintönige Arbeit. Es gibt immer wieder neue Herausforderungen und man muss sich stets auf dem neuesten Stand zu den Baustoffen halten", sagt Hasse. Das macht für ihn den Reiz seines Berufes aus.

"Jede Baustelle ist anders. Auch wenn oft ähnliche Materialien verwendet werden, werden sie doch meist anders eingesetzt", stimmt Geschäftsführer Frahn zu. Er ist mit seinem Schützling gemeinsam zu den Deutschen Meisterschaften der Trockenbauer-Lehrlinge gefahren. "Wir hatten noch nie einen besten Lehrling", sagt Frahn, weder landes- noch bundesweit. Die Deutsche Meisterschaft, die erst zum zweiten Mal ausgetragen wurde, ist wie eine praktische Prüfung im dritten Lehrjahr aufgebaut. Die Teilnehmer müssen anhand einer Zeichnung innerhalb einer bestimmten Zeit ein spezielles Baustück herstellen. Dabei bewertet die Jury ebenfalls das Verhalten am Arbeitsplatz und wie einzelne Details der Vorgaben umgesetzt werden.

"Die Entscheidung fiel relativ knapp aus", sagt Thomas Frahn. Ausschlaggebend sei der gute Gesamteindruck gewesen, den Christopher Hasse hinterlassen hat. Damit hat der Dreetzer ebenfalls beim Treskower Innenausbau gepunktet: Er wurde übernommen und hilft jetzt, dass im Dachboden des Museums ein Lagerraum entsteht. Der Treskower Innenausbau würde sich gern weiter an Meisterschaften beteiligen. Doch das wird wohl etwas dauern: Das Unternehmen hat in diesem Jahr keinen geeigneten Lehrling gefunden.

Von Andreas Vogel

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