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Ostprignitz-Ruppin Der Countdown läuft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Countdown läuft
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00:18 04.01.2018
Am Sonnabend kamen rund 100 Gratulanten zum Fontane-Denkmal, um den Dichter zu ehren – unter Ihnen Jens-Peter Golde (r.). Quelle: Cornelia Felsch
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Neuruppin

Der Countdown läuft – in zwei Jahren wird Neuruppin die zentrale Rolle bei den landesweiten Feiern zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes spielen. „Wir befinden uns jetzt in der Zielgerade dessen, was sich Fontane 200 nennt“, sagte Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde bei der traditionellen Geburtstags-Ehrung am Sonnabend am Fontane-Denkmal.

Am 30. Dezember 1819 erblickte Theodor Fontane in Neuruppin das Licht der Welt. Rund 100 Gäste kamen am Sonnabend, um zum 198. Geburtstag zu gratulieren – mit Blumen, Kränzen und Liedern, gesungen vom Möhring-Chor. Der Karwer Kunst-Historiker und Verleger Günter Rieger erinnerte in seiner Ansprache nicht nur an den Schriftsteller, sondern begab sich mit den Gästen auf eine Zeitreise. „Vor 200 Jahren, im Jahr 1817, kannte Louis Henry, Sohn eines gut situierten Berliner Bürgers, seine Emilie noch nicht. Anderthalb Jahre später lernte er sie in der Vorbereitungszeit auf das Apothekerexamen kennen, heiratete sie binnen kurzer Zeit und zog mit ihr am 27. März 1819 in den eben erworbenen Besitz an der Hauptmagistrale Neuruppins. Was da sogleich passierte, hatte Folgen.

Das Fontanedenkmal in Neuruppin wurde 1907 errichtet. Quelle: Peter Geisler

Nur deshalb stehen wir heute hier“, sagte Rieger. Zwar verbrachte der im darauf folgenden Dezember geborene spätere Schriftsteller lediglich seine Kindheit und eine kurze Schulzeit in Neuruppin, dennoch sind Denkmal und Geburtshaus des Dichters für alle Touristen ein wichtiger Anlaufpunkt. Seit 1998, dem Jahr, in dem sich der Todestag des Romanciers Theodor Fontane zum 100. Male jährte, trägt Neuruppin den offiziellen Beinamen Fontanestadt.

Auch die bisher größte Kunstinstallation widmete die Stadt dem Schriftsteller. Gleich 400- fach tummelten sich die von dem Künstler Ottmar Hörl geschaffenen wetterfesten Ausgaben des märkischen Dichters im Mai 2016 auf der Wiese vor der Pfarrkirche. Die Kunststoff-Skulpturen haben bundesweit für Interesse gesorgt.

Will man dem Pädagogen Heinrich Begemann glauben, so war Fontane kein getreuer Sohn seiner Heimatstadt. „Er hat sie persönlich seit seinen Kindertagen sehr selten aufgesucht, ihr nie irgendwelche Freundlichkeiten erwiesen und sie mit seiner Feder eigentlich immer nur schlecht gemacht“, zitierte Günter Rieger Begemann. Die Neuruppiner sehen diese Äußerungen kritisch. „Was der Dichter für die Stadt getan hat, werden wir 2019 erleben und würdigen“, sagte der Verleger. „Und für das Jubiläum wünsche ich allen Freunden des Dichters Durchstehvermögen, nie erlahmende Leidenschaft und reichlich sprudelnde Fördermittel-Quellen.“ Das Land Brandenburg lässt sich die Ehrung seines Dichtmehr als zwei Millionen Euro kosten.

Von Cornelia Felsch

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