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Ostprignitz-Ruppin Der Dorfkrug von Grabow
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Dorfkrug von Grabow
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00:17 28.04.2016
„Ich bin mit Leib und Seele Wirtin“, sagt Anneliese Steinbach: „Meine Arbeit hält mich jung.“ Quelle: Claudia Bihler
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Grabow

Seit mehr als 35 Jahren ist Anneliese Steinbach Inhaberin des Grabower Dorfkruges: „Und wenn ich gesund bleibe, dann mache ich es auch weiter“, sagt die Wirtin, der man ihre 65 Jahre so ganz und gar nicht ansieht: „Vermutlich auch, weil mir meine Arbeit Spaß macht und ich mit Leib und Seele Wirtin bin.“ Das ist auch der Grund, weshalb es in Grabow im Gegensatz zu vielen anderen Orten noch eine Gaststätte gibt.

Als Gastronomin hatte sie bereits ihre Ausbildung in Pritzwalk absolviert, zunächst im Goldenen Löwen, später im Hotel-Restaurant Hainholz. „Das war damals so schön dort“, sagt sie und hat auch die eine oder andere Anekdote zu berichten, etwa jene, bei der sie dort auf einen bekannten DDR-Fernsehjournalisten stieß, der aber möglichst unerkannt bleiben wollte: „Er war mit seiner Freundin da und huschte mit ihr ganz schnell ins Jagdzimmer hinein, damit er nicht erkannt wurde.“

1980 den Grabower Dorfkrug übernommen

1980 war dann der Zeitpunkt, als sie den Grabower Dorfkrug übernahm. „Das war die Lieblingskneipe meines Vaters“, sagt sie, „und er wollte so gerne, dass ich sie übernehme.“ Der Dorfkrug blieb Treffpunkt über Jahre, etwa, wenn regelmäßig zur Disco eingeladen wurde: „Irgendwann einmal habe ich die Veranstaltung dann in die Turnhalle verlegt, weil mitunter 200, 300 Gäste kamen, das war zu viel für den Saal der Gaststätte.“

Das Pferdefuhrwerk hielt vor dem Fenster der Gaststätte, die Getränke wurden aufgeladen und dann zur Turnhalle gebracht. Heute lädt die Wirtin immer noch zu Partys ein, inzwischen finden die aber wieder im Saal der Gaststätte statt. Mal ist das Motto 70er Jahre, mal sind es die 80er. Entsprechende Motto-Kostüme waren erwünscht, sogar „Erich Honecker“ ließ sich mit allen Gästen fotografieren.

Grabowerin organisiert auch große Büfetts

Seit sie ihre Gaststätte führt, steht Anneliese Steinbach auch selbst am Herd. An diesem Tag schmort Wildgulasch im Topf, dessen Duft durch das Restaurant zieht. Die Tische im Saal warten eingedeckt auf die Jäger, die sich am Abend dort treffen. Nebenher bereitet die Wirtin ein Büfett vor: „Büfetts für 50, 60 Personen liefere ich sogar bis nach Pritzwalk, Kyritz oder Wittstock“, sagt die Gastronomin, „allein von der Gaststätte könnte ich ja nicht mehr leben, auch wenn beispielsweise regelmäßig eine Seniorenradlergruppe aus Wittstock hier Rast macht, oder auch die Reiter von der Grabower Reitanlage immer nach ihren Veranstaltungen hier einkehren.“

Unter die Arme greifen ihr bei den Arbeiten zwei Mitarbeiterinnen, die sie zwar als Teilzeitkräfte, aber kontinuierlich beschäftigt. Über eine etwaige Nachfolge macht sich die Grabowerin bereits Gedanken: „Die ist aber noch unklar, denn meine Söhne arbeiten und möchten die Gaststätte nicht.“

Von Claudia Bihler

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