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Ostprignitz-Ruppin Der Feuerwehr gehen die freiwilligen Helfer aus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Feuerwehr gehen die freiwilligen Helfer aus
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18:38 13.02.2019
Die Neuruppiner Feuerwehr – hier bei einem Einsatz in der Trenckmannstraße. Quelle: archivfoto: Peter Geisler
Neuruppin

Wegen des Rückganges an freiwilligen Helfern wird die Feuerwehr künftig immer mehr auf hauptamtliche Retter setzen müssen, um bei Bränden und Unfällen rechtzeitig helfen zu können. „Das wird für das tägliche Geschäft notwendig sein“, sagte am Mittwoch Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald. Er begrüßte, dass das Land darauf reagieren will. So sollen Kommunen künftig sogenannte feuerwehrtechnische Kommunalberater einstellen dürfen. Dem Vorstoß müsse der Landtag noch zustimmen, so Hohenwald.

Das Land denkt an eine Sonderprämie

Allein in Ostprignitz-Ruppin ist die Zahl der aktiven Feuerwehrleute im vergangenen Jahr um 50 Mitglieder auf knapp 1800 gesunken. Zum Vergleich: 2005 waren im Landkreis noch 3000 Brandschützer aktiv. „Die Entwicklung ist sehr bedenklich“, sagte auch Landrat Ralf Reinhardt (SPD). Besonders dünn ist die Personaldecke in der Stadt Kyritz, im Amt Lindow sowie in der Gemeinde Wusterhausen. Gleichwohl sei die Feuerwehr noch in der Lage, ihre Aufgaben zu erfüllen, so Hohenwald. „Aber wir müssen aufpassen.“

Der Kreisbrandmeister setzt Hoffnung in die Sonderprämie von 200 Euro im Jahr, die das Land für Feuerwehrleute ausreichen will. „Das ist eine gute Sache, aber damit allein werden wir das Personalpro­blem sicher nicht lösen.“ Das glaubt auch Landrat Reinhardt. Deshalb versuchten viele Gemeinden schon seit Längerem, auf andere Weise gegenzusteuern – und stellten bevorzugt aktive Feuerwehrleute ein, so Reinhardt.

Kritische Lage auf der Autobahn A 24

Als „kritisch“ stuft der Kreisbrandmeister die derzeitige Situation für die freiwilligen Helfer auf der Autobahn A 24 mit ihren vielen und kilometerlangen Baustellen ein. Besonders ein Unfall, der sich am Freitag vor Weihnachten zwischen Fehrbellin und der Raststätte Linumer Bruch ereignete, zeigt das gesamte Dilemma. Denn erst nach 40 Minuten konnten Feuerwehrleute aus Kremmen die Unfallstelle erreichen, während die Brandschützer aus Linum im Stau stecken blieben und ihren Einsatz nach mehr als einer Stunde abbrechen mussten. Zum Glück gab es bei dem Unfall keine Verletzten, es entstand lediglich hoher Sachschaden. Der Feuerwehr wäre es am liebsten, wenn Autofahrer bei Erkennen eines Staus im Baustellenbereich sofort auf die rechte Fahrspur wechseln, so dass Rettungsfahrzeuge die linke Fahrspur als Rettungsgasse nutzen können und schnell am Unfallort sind.

126 Menschen gerettet

Zu 1276 Einsätzen sind die zehn Feuerwehren des Kreises im vergangenen Jahr ausgerückt. Dabei konnten 126 Menschen gerettet werden, für 16 Personen kam jede Hilfe zu spät.

Wegen der vielen Stürme war die Feuerwehr 2017 zu mehr als 1700 Einsätzen ausgerückt, so viele wie nie zuvor. 2016 gab es knapp 110 Einsätze, 2015 waren es 1340.

Weiterhin hoch ist die Zahl der Fehlalarmierungen. 2018 gab es 327, davon wurden allein 131 durch Brandmeldeanlagen ausgelöst. av

Dass die Realität jedoch meist anders aussieht und sich die Autos oft auf beiden Fahrspuren kilometerlang stauen, dürfte auch daran liegen, dass die meisten Autofahrer nichts von diesem Wunsch der Feuerwehr wissen. Selbst der Automobilclub ADAC empfiehlt, in Baustellenbereichen lediglich versetzt zu fahren und Sicherheitsabstände von mehr als einer Wagenlänge zum Vordermann einzuhalten.

Zudem setzt der ADAC bei langen Baustellen auf Sonderabsperrungen. Dann könnten die Helfer über die Gegenfahrbahn kommen, die dafür natürlich zuvor gesperrt werden müsse, sagte Jana Wierik vom ADAC Berlin-Brandenburg.

Von Andreas Vogel

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