Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Der Fischer und Sänger Lutz Gäntikow ist tot
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Fischer und Sänger Lutz Gäntikow ist tot
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 21.07.2016
Lutz Gäntikow bei einem seiner Auttritte in Neuruppin. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Zippelsförde

Mit seiner Stimme könnte er einem Frank Sinatra Konkurrenz machen, hieß es mal in einem Konzertbericht. Kein Wunder: Lutz Gäntikow, der Fischer von Zippelsförde, war die Stimme der Neuruppiner Swingtime Dixieband. Diese hatte sich 1987 gegründet. Im Dezember jenen Jahres hatten Peter Brüssow (Saxofon), Roland Fröhlich (Trompete) und Holger Fritz (Posaune) ihren ersten gemeinsamen Auftritt. Doch erst als wenig später Gäntikow mit seiner unnachahmlichen Stimme dazu kam, wurde die Band richtig bekannt. Sie sorgte mit ihrer Musik für ein New-Orleans-Gefühl, wo immer sie auftrat. Die vier Musiker organisierten die Dixietage in Neuruppin und traten dort gemeinsam mit internationalen Größen auf, wie den Briten Kenny Ball und Chris Barber oder dem Schweizer Charly Antolini. Groß Geld hat dabei niemand verdient. Es ging um den Spaß an der Musik, die die Männer miteinander verband. Zudem hatte jeder seine Arbeit – Fischereiingenieur Gäntikow leitete seit 1978 den damals staatlichen Fischereibetrieb in Zippelsförde. Gleich nach der Wende stellte er einen Verkaufsstand an die Straße: Nicht nur Ruppiner, auch Berliner und andere Gäste der Region kauften wie wild frischen Fisch, vor allem Forellen. 1996 übernahm Gäntikow die Fischerei, die er 15 Jahre leitete. 2011 übergab er sie an seinen einstigen Lehrling Andreas Hoesl. Mit der Neuruppiner Swingtime Dixieband sorgte Gäntikow noch bis 2013 für Gänsehaut-Atmosphäre, wenn er inbrünstig-kraftvoll Klassiker wie „Summertime“ sang. 2014 löste sich die Band auf. Nach schweren Krankheit starb Gäntikow am 5. Juli wenige Wochen nach seinem 65. Geburtstag.

Von Andreas Vogel

Der nächste Teil unserer MAZ-Serie „Künstler der Region“ ist Jana Harder gewidmet. Sie gehört zu den besten Pferdemalerinnen im Lande. Dabei hätte es in ihrem Lebenslauf einst alles auch ganz anders kommen können. Mittlerweile aber bannt sie nicht nur die Spitzenpferde des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts Neustadt auf Leinwände.

21.07.2016

Jedes Jahr stellt die Kirchgemeinde Liebenthal einiges für ihr Sommerfest auf die Beine. In diesem Jahr war in der Kirche das Ruppiner Männerensemble zu hören während vor der Kirche Verpflegung, Spiel und Spaß geboten wurden. Lange verschnaufen werden Liebenthaler nach dem Fest nicht können, denn am kommenden Samstag steht schon das nächste Fest an.

21.07.2016

Ohne Gegenstimmen hatte der Neustädter Amtsausschuss kürzlich einen Nachtragshaushalt für das laufende Jahr verabschiedet. Nutznießer der bewilligten zusätzlichen Mittel sind unter anderem die Feuerwehrhäuser in Dreetz und Neustadt. An beiden wird seit Monaten gebaut.

21.07.2016
Anzeige