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Der Fischer und Sänger Lutz Gäntikow ist tot

Zippelsförde Der Fischer und Sänger Lutz Gäntikow ist tot

Erst als der Fischer Lutz Gäntikow aus Zippelsförde mit seiner kraftvollen Stimme zur Neuruppiner Swingtime Dixieband stieß, wurde diese so richtig bekannt. Die Musiker sorgten für ein New-Orleans-Gefühl, wo immer sie auftraten. Nach schwerer Krankheit ist Gäntikow nun gestorben, wenige Wochen nach seinem 65. Geburtstag.

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Lutz Gäntikow bei einem seiner Auttritte in Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Zippelsförde. Mit seiner Stimme könnte er einem Frank Sinatra Konkurrenz machen, hieß es mal in einem Konzertbericht. Kein Wunder: Lutz Gäntikow, der Fischer von Zippelsförde, war die Stimme der Neuruppiner Swingtime Dixieband. Diese hatte sich 1987 gegründet. Im Dezember jenen Jahres hatten Peter Brüssow (Saxofon), Roland Fröhlich (Trompete) und Holger Fritz (Posaune) ihren ersten gemeinsamen Auftritt. Doch erst als wenig später Gäntikow mit seiner unnachahmlichen Stimme dazu kam, wurde die Band richtig bekannt. Sie sorgte mit ihrer Musik für ein New-Orleans-Gefühl, wo immer sie auftrat. Die vier Musiker organisierten die Dixietage in Neuruppin und traten dort gemeinsam mit internationalen Größen auf, wie den Briten Kenny Ball und Chris Barber oder dem Schweizer Charly Antolini. Groß Geld hat dabei niemand verdient. Es ging um den Spaß an der Musik, die die Männer miteinander verband. Zudem hatte jeder seine Arbeit – Fischereiingenieur Gäntikow leitete seit 1978 den damals staatlichen Fischereibetrieb in Zippelsförde. Gleich nach der Wende stellte er einen Verkaufsstand an die Straße: Nicht nur Ruppiner, auch Berliner und andere Gäste der Region kauften wie wild frischen Fisch, vor allem Forellen. 1996 übernahm Gäntikow die Fischerei, die er 15 Jahre leitete. 2011 übergab er sie an seinen einstigen Lehrling Andreas Hoesl. Mit der Neuruppiner Swingtime Dixieband sorgte Gäntikow noch bis 2013 für Gänsehaut-Atmosphäre, wenn er inbrünstig-kraftvoll Klassiker wie „Summertime“ sang. 2014 löste sich die Band auf. Nach schweren Krankheit starb Gäntikow am 5. Juli wenige Wochen nach seinem 65. Geburtstag.

Von Andreas Vogel

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