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Ostprignitz-Ruppin Der Gründer des Jugenddorfes ist tot
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Gründer des Jugenddorfes ist tot
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00:18 24.02.2017
Karl Sommer starb am 9. Februar.
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Gnewikow

Karl Sommer brauchte Geduld, viel Beharrlichkeit und vor allem immer wieder Geldgeber, um seine Idee umzusetzen. Schließlich wollte er mit „Jugenddörfern“ Freizeitmöglichkeiten speziell für Jugendliche anbieten. Der Nachwuchs hatte es dem langjährigen Professor an der Berliner Charité angetan. Der Biologe und Anthropologe forschte an der Humboldt-Universität über die Sprach- und Verhaltensentwicklung vor allem von Kindern und Jugendlichen. Sommer, selbst Vater dreier Kinder, war überzeugt, dass das Grundübel ist, dass sich heutzutage kaum noch jemand um Kinder und Jugendliche richtig kümmert. Also suchte er Geschäftspartner und baute ehemalige DDR-Ferienlager um.

Das erste Jugenddorf wurde 1997 auf Rügen eröffnet

Das erste eröffnete 1997 in Ummanz auf Rügen. Nach zwei weiteren auf der beliebten Ostseeinsel stellte er im Neuruppiner Ortsteil Gnewikow seine Idee vor, aus dem dortigen Gut am Ruppiner See ebenfalls ein Jugenddorf zu machen. Das dauerte zwar etwas, immerhin musste ein Investition von acht Millionen Euro gestemmt werden, doch pünktlich zum Brandenburgtag im Jahr 2002 konnte die Herberge, die über 550 Betten verfügt, eröffnen. Dort konnten sich auch Kinder erholen, die im September 2004 das Geiseldrama in der nordossetischen Stadt Beslan überlebt hatten. Zwar übernahm wegen finanzieller Probleme später die Deutsche Kreditbank (DKB) die Geschäfte in Gnewikow, doch das Jugenddorf ist weiterhin ein beliebtes Ausflugsziel, nicht nur für Kinder und Jugendliche aus Berlin. Karl Sommer hat das gefreut. Er war zwar in Thüringen aufgewachsen und lange in Berlin und Alt Ruppin gelebt. Doch seine letzten Jahre verbrachte Sommer, der gern ritt, mit seiner Lebensgefährtin in Gnewikow. Wie am Sonnabend bekannt wurde, starb Sommer am 9. Febuar im Alter von 76 Jahren.

Von Andreas Vogel

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