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Ostprignitz-Ruppin Der Knaller zum zehnten Seifenkistenrennen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Knaller zum zehnten Seifenkistenrennen
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00:17 18.08.2016
Fred Wehland und Stefan Vetter an der Opel-Seifenkiste von 1954. Quelle: Björn Wagener
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Jabel

Rot bedeutet Gefahr. Und gefährlich wird’s in Jabel tatsächlich – nämlich für die Seifenkisten-Konkurrenz, die beim 10. Rennen am 3. September über die Strecke heizt. Denn diesmal geht ein Wagen an den Start, der allen das Fürchten lehren könnte. Er ist mehr als 60 Jahre alt, knallrot und pflügt mit seiner keilförmigen Erscheinung geradezu durch die Luft. Die Schriftzüge an den schwarzen Rädern geben die Herkunft preis: Opel.

„In den 1950er und 60er Jahren hat Opel die Seifenkistenrennen stark gefördert“, erzählt Stefan Vetter. Die Seifenkiste sei ein Original von 1954 – erstanden im Internet. Ob mit dem leichten Wagen aus Sperrholz jemals Rennen gewonnen wurden, weiß Vetter nicht, aber er will ihn auf jeden Fall wieder auf die Strecke bringen. Sein 14-jähriger Sohn Tristan soll ihn steuern.

Blessuren noch zu reparieren

Bis es so weit ist, müssen aber noch ein paar Arbeiten erledigt werden. Denn der spartanische Opel-Renner hat durch die Anlieferung aus Bayern ein paar Blessuren erlitten. Am Einstieg ist Holz abgeplatzt. Das muss repariert werden. „Ich werde die Seifenkiste vorher ohnehin noch komplett zerlegen, etwas pflegen und wieder zusammensetzen“, hat sich Vetter vorgenommen. Auch müsse die Lenkung noch nachgestellt und das Gefährt neu lackiert werden.

Opel-Fan Stefan Vetter an seinem Kadett C Coupé von 1977. Er besitzt unter anderem auch einen Manta von 1988. Quelle: Björn Wagener

Die Zahl 42, die es einst trug, ist bei genauem Hinsehen noch zu erkennen – ebenso Reste von einem Werbeaufdruck. All das soll so wieder hergestellt werden – mit der 42 und einem Schriftzug, allerdings von einer lokalen Firma. Obwohl der rote Wagen diese Kur noch vor sich hat, ist Rennen-Organisator Fred Wehland vom Ortsbeirat schon jetzt schwer beeindruckt: „Ich sage, das ist der Favorit.“

Der lange Weg zur Seifenkiste

Bis die Seifenkiste mit Vergangenheit auf den Hof rollen konnte, war es allerdings ein langer Weg. Opel-Fan Stefan Vetter waren irgendwann die markanten schwarzen Räder mit dem Opel-Schriftzug im Internet aufgefallen. Ihn interessierte daraufhin, zu welchem Auto sie wohl gehören mögen. Er recherchierte ein wenig und fand schließlich heraus, dass der Autobauer mit dem Blitz früher in Sachen Seifenkisten sehr engagiert war. Vetter stellte daraufhin eine Suchanfrage nach einem solchen Wagen ins Internet und wartete – anderthalb Jahre lang. Schließlich seien dann zwei Angebote gekommen, von denen er eines annahm.

Hoffen auf viel Konkurrenz

Vor allem aber soll der rote Renner möglichst viel Konkurrenz bekommen. Das hofft jedenfalls Fred Wehland und ruft alle potenziellen Seifenkistenbauer, sich ins Zeug zu legen und in Jabel anzutreten.

Regeln gebe es nur wenige. Der Raddurchmesser darf nicht größer als 50 Zentimeter sein, und die Kiste muss vier Räder haben. „Bis jetzt hat es noch nie jemand geschafft, bis zum Ende der Strecke zu kommen“, sagt Fred Wehland. Dem Sieger winkt in diesem Jahr eine Siegprämie in Höhe von 100 Euro.

Von Björn Wagener

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