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Ostprignitz-Ruppin Der Kreis erzielt ein Plus von 13 Millionen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Kreis erzielt ein Plus von 13 Millionen
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00:18 12.09.2016
Kreiskämmerer Arne Kröger Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Das Sparen hat sich ausgezahlt: Mit Hilfe des Landes hat der Landkreis Ostprignitz-Ruppin im vergangenen Jahr nicht allein seine Schulden von zuletzt noch knapp elf Millionen Euro abgebaut, sondern sogar einen Überschuss von mehr als 13 Millionen Euro erwirtschaft. Damit wurde das ohnehin erwartete positive Ergebnis um 8,5 Millionen Euro verbessert.

Die Kreisumlage sinkt auf 45 Prozent

„Wir stehen jetzt auf gesunden Füßen“, sagte Kreiskämmerer Arne Kröger am Donnerstagabend in der Beratung des Haushaltes für 2017 im Bildungsausschuss in Neuruppin. Wegen der guten finanziellen Lage sollen die Ämter, Städte und Gemeinden im nächsten Jahr auch nur noch 45 Prozent ihrer Einnahmen an den Kreis abtreten.

In diesem Jahr lag die sogenannte Kreisumlage bei 46 Prozent. Gleichwohl rechnet der Kämmerer durch die Umlage im nächsten Jahr mit knapp 46 Millionen Euro sogar mit noch etwas mehr Geld, das von den Städten und Gemeinden überwiesen wird, als 2016. Da waren es 45,4 Millionen Euro. Wegen der sprudelnden Steuern bleiben den Gemeinden allerdings wohl auch drei Millionen Euro mehr für eigene Vorhaben als in diesem Jahr.

Investitionen in Radwege, Kreisstraßen und für schnelles Internet

Dank seiner guten Finanzlage will der Landkreis im nächsten Jahr fast 14 Millionen Euro investieren, das sind knapp vier Millionen Euro mehr als 2016. Zu den größten Einzelprojekten gehören der Radwegebau, für den 1,7 Millionen Euro eingeplant sind, sowie die Sanierung der Kreisstraße von Plänitz nach Wusterhausen, für die 1,6 Millionen Euro veranschlagt wurden. Zudem sollen der Katastrophen- und Brandschutz neue Fahrzeuge im Wert von mehr als 850 000 Euro erhalten. Darüber hinaus soll ebenfalls in den Ausbau des Breitbandnetzes investiert werden. In welchem Umfang das passieren wird, ist aber noch unklar. Die Kreisverwaltung will erst ausloten, ob sie dabei auch auf Fördermittel hoffen darf. Immerhin gehe es um Zuschüsse in Höhe von 500 000 Euro, sagte Kröger.

Bund lehnt Förderung für Oberstufenzentrum ab

Abstand nehmen musste der Kreis indes vom geplanten Umrüsten der alten Lampen in den Räumen des Oberstufenzentrums in Neuruppin auf energiesparende LED. 1,1 Millionen Euro waren dafür veranschlagt, die mit Hilfe eines Förderprogrammes des Bundes aufgebracht werden sollten. Doch zur Überraschung von Kröger lehnte der Bund einen Zuschuss für dieses Projekt ab – weil Einrichtungen der beruflichen Bildung über das Programm nicht gefördert werden könnten.

Um den in Aussicht gestellten Zuschuss erhalten zu können, reichte der Kreis andere Vorschläge ein. Demnach sollen nun das Verwaltungsgebäude des Kreises in der Neuruppiner Heinrich-Rau-Straße auf LED umgerüstet (589 000 Euro), die Heizungen in einem Verwaltungsgebäude in Kyritz (40 000 Euro) und in Wittstock (124 000 Euro) umgestellt sowie das Dach des Schullandheimes in Schweinrich wärmegedämmt werden (63 000 Euro). Außerdem ist geplant, mit dem Geld des Bundes zwei Straßendecken zu sanieren – die in der Kränzliner Straße in Neuruppin (172 000 Euro) und die im Wittstocker Ortsteil Berlinchen (95 000 Euro). Sorgen bereitet Kröger, dass viele für dieses Jahr geplante Projekte auf 2017 verschoben werden müssen. „Wir finden vielfach einfach keine Handwerker.“ Oder die Angebote sind aus Sicht des Kreises deutlich zu hoch.

Von Andreas Vogel

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