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Der Kreis will schon im Mai 2018 bauen

Neuruppin Der Kreis will schon im Mai 2018 bauen

Die Arbeiten für einen Neubau der Kreisverwaltung an der Neustädter Straße in Neuruppin sollen schon im Mai 2018 beginnen. Entstehen sollen bis 2019 Büros für 130 Mitarbeiter des Jobcenters und des Gesundheitsamtes. Derzeit sitzen sie in der ehemaligen Poliklinik. Doch die muss dringend saniert werden.

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Das Haus der Kreisverwaltung in der Neustädter Straße soll um einen Neubau in Richtung einstiges Awu-Gelände erweitert werden.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Arbeiten für ein neues Gebäude der Kreisverwaltung in der Neustädter Straße in Neuruppin könnten schon im Mai nächsten Jahres beginnen. Das hat Landrat Ralf Reinhardt (SPD) am Donnerstagabend beim Kreisausschuss erklärt. Dort wurde erstmals in öffentlicher Runde über das Millionenprojekt gesprochen, über das bereits seit Längerem gemunkelt wird. Grund: Die Verwaltung benötigt neue Büros für die gut 130 Mitarbeiter des Jobcenters und des Gesundheitsamtes.

Alternative an der Alt Ruppiner Allee zu teuer

Derzeit arbeiten die Frauen und Männer in der Neustädter Straße im sogenannten Gesundheitszentrum, der alten Poliklinik. Doch das Gebäude, das 1961 eröffnet worden war, muss dringend saniert werden. Das wollen die Ruppiner Kliniken als Eigentümer auch machen. Weil die Arbeiten aber teuer werden, sollte sich der Landkreis verpflichten, wenigstens 25 Jahre als Mieter die jetzt benötigten Räume dort weiterhin zu nutzen und dafür natürlich auch Miete zu zahlen. Diese Verpflichtung wollte der Landrat nicht eingehen. Deshalb wurde nach Alternativen gesucht. Im Gespräch waren das einstigen LEB-Gebäudes und der sogenannten Modulbau für Flüchtlinge an der Alt Ruppiner Allee – oder ein Neubau an der Neustädter Straße. Einen ersten Vorschlag des Kreises für einen sogenannten Ersatzbau stieß bei den Abgeordneten auf viel Kritik. Daraufhin wurde der Plan nachgebessert. Mit Erfolg: Einstimmig sprach sich der Kreisausschuss für einen dreigeschossigen Neubau an der Neustädter Straße aus.

Dieser würde nach den jetzigen Planungen knapp 6,5 Millionen Euro kosten. Für den Umbau des LEB-Gebäudes und der Modulbauten an der Alt Ruppiner Allee müsste der Kreis zwar nur gut 1,5 Millionen Euro berappen. Hinzu kämen jedoch Kosten für den Kauf des Grund und Bodens sowie Abschreibungen für die Gebäude in Millionenhöhe. Die Gesamtkosten würden damit laut Verwaltung bei gut 10,5 Milllionen Euro liegen. Die hohen Kosten waren nicht allein der Grund dafür, dass dieses Projekt nicht weiter verfolgt wurde. Schließlich hatte der Kreistag bereits 2002 beschlossen, dass die Verwaltungsstandorte nicht weiter in der Stadt verteilt werden sollen.

Neubau soll über drei Jahre finanziert werden

„Ich finde den Entwurf sehr gut. Städtebaulich gewinnt Neuruppin dadurch“, sagte Ralph Bormann, der Chef der bunten Fraktion aus Bauern, freien Wählern und FDP. „Der Vorschlag ist sehr begrüßenswert“, stimmte CDU-Chef Sebastian Steineke zu. Finanziert werden soll der Neubau über drei Jahre, wobei das Gros des Geldes mit 5,5 Millionen Euro für das Jahr 2018 veranschlagt ist. 500 000 Euro sollen noch in diesem Jahr fließen, weitere 500 000 Euro 2019. „Das sind aber alles erst mal grobe Werte“, sagte Landrat Reinhardt.

Der eigentliche Entwurf soll zum Kreistag in der nächsten Woche vorliegen. Wegen des Neubau will Reinhardt keine geplanten Investitionen absagen. Vielmehr setzt der Landrat darauf, dass der Kreis allein durch Grundstücksverkäufe drei Millionen Euro einnimmt. Ein Objekt, das unter den Hammer kommt, ist das LEB-Gebäude.

Von Andreas Vogel

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