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Ostprignitz-Ruppin Der Kreis will zwei neue Rettungswachen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Kreis will zwei neue Rettungswachen
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02:15 25.11.2017
In Neuruppin sind die Retter schnell vor Ort, wenn sie gebraucht werden – es sei denn, ihre Hilfe wird gerade woanders benötigt. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Es reicht einfach nicht: Die Rettungskräfte können in vielen Fällen nicht die vom Land vorgeschriebene Hilfsfrist einhalten. Demnach müssten die Retter bei 95 Prozent ihrer Einsätze innerhalb von 15 Minuten am Einsatzort sein. 2015 haben sie das in Ostprignitz-Ruppin lediglich bei knapp 91 Prozent der Alarmierungen geschafft.

Jedes Auto kostet 170 000 Euro

Weil die Kreisverwaltung davon ausgeht, dass sich an dieser Situation auch nach der Inbetriebnahme der neuen 2,6 Millionen Euro teuren Rettungswache in Neuruppin nicht viel ändern wird, drängt das Amt für öffentliche Sicherheit und Verkehr nun auf den Kauf von zwei Rettungstransportwagen (RTW), ein jeder kostet rund 170 000 Euro. Das eine Auto soll in der Rettungswache Neuruppin eingesetzt werden, da häufig nahezu zeitgleich Hilfsmeldungen eingehen. Durch das neue Auto könnten etwa 670 dieser Fälle (der Fachmann spricht von Duplizitäten) reduziert werden, heißt es in einer Vorlage für den Kreistag am 14. Dezember. Der zweite RTW ist für die Rettungswache Kyritz bestimmt. Dort könnten knapp 200 Fälle abgesichert werden. Laut den Plänen des Fachamtes sollen die zwei Fahrzeuge bis zum Ende des ersten Quartals 2018 angeschafft werden.

Neue Rettungswache für Wildberg und Zernitz

Möglicherweise beschreitet der Landkreis aber noch einen ganz anderen Weg. Denn das Fachamt schlägt ebenfalls den Bau von zwei zusätzlichen Rettungswachen vor, die im 24-Stunden-Betrieb arbeiten: Eine soll im Bereich Wildberg errichtet werden. Dann könnten Hilfefälle zwischen Kyritz, Wusterhausen und Neuruppin sowie an der südlichen Kreisgrenze zum Havelland in der geforderten Frist von 15 Minuten erreicht werden. Das ist bisher eher die Ausnahme.

Die zweite neue Rettungswache könnte demnach im Bereich des Bahnhofes Zernitz im Amt Neustadt (Dosse) entstehen. Die dort eingesetzten Sanitäter könnten dann jedes Jahr etwa 240 Einsätze fahren und zusätzlich „300 Duplizitätsfälle“, die derzeit im Bereich Neustadt und Kyritz anfallen, übernehmen. Abgestimmt mit den Krankenkassen sind die Pläne für den Bau zwei neuer Rettungswachen noch nicht. „Wir wollen abwarten, was die Abgeordneten von unseren Vorschlägen halten“, sagte Mathias Wittmoser, der Chef des Fachamtes, am Mittwoch. Wittmoser wäre es am liebsten, wenn sowohl zwei neue Rettungswachen gebaut als auch mindestens die zwei RTW für Neuruppin und Kyritz angeschafft werden. Eigentlich wäre aus Sicht des Amtes sogar noch ein zusätzlicher Rettungswagen für die Wache in Wittstock notwendig. Doch während die Autos vermutlich relativ schnell beschafft werden könnten, ist noch unklar, ab wann die zwei neuen Wachen in Betrieb gehen könnten.

Sozialausschuss befürwortet die Pläne

Derzeit gibt es im Landkreis neun Rettungswachen: in Neuruppin, Wittstock, Fehrbellin, Kyritz, Rheinsberg, Herzberg, Neustadt, Dorf Zechlin und Herzsprung. Zuständig für den Rettungsdienst sind die Landkreise und kreisfreien Städte. Ostprignitz-Ruppin hat diese Aufgabe an die Ruppiner Kliniken überwiesen. Die Retter haben jedes Jahr mehr als 18 500 Einsätze zu meistern. Tendenz steigend. Wohl auch deshalb hat am Mittwochabend der Kreis-Sozialausschuss den Plänen zugestimmt. Entscheiden wird aber am 14. Dezember der Kreistag in Neuruppin.

Von Andreas Vogel

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