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Der Kreis würde eine Straße übernehmen

Ostprignitz-Ruppin Der Kreis würde eine Straße übernehmen

Sowohl der Landkreis Ostprignitz-Ruppin als auch die Gemeinde Heiligengrabe können sich vorstellen, eine bisherige Landesstraße zu übernehmen. Allerdings nur unter eine Bedingung. Dass die jeweilige Straße zuvor auf Kosten des Landes saniert wird. Absagen gibt es indes aus Neuruppin und vom Amt Temnitz.

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Viel Verkehr auf der Landesstraße 18. Sie dient vielen Kraftfahrern als Umleitung, wenn der Verkehr auf der benachbarten A 24 wieder mal stockt.

Quelle: Celina Aniol

Neuruppin. Der Landkreis ist bereit, die Landesstraße L 223, die von Köpernitz nach Schönermark in Oberhavel führt, gemeinsam mit dem Nachbarkreis zu übernehmen. Dazu habe man sich bereits mit Oberhavel verständigt, sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) am Mittwoch in Neuruppin. Voraussetzung sei, dass die Straße zuvor auf Kosten des Landes saniert werde. Auch die Gemeinde Heiligengrabe kann sich vorstellen, eine Landesstraße zu übernehmen, nämlich die, die von Blumenthal über Grabow und Königsberg nach Herzsprung führt. „Zum jetzigen Zeitpunkt würden wir das ablehnen“, sagte Bürgermeister Holger Kippenhahn am Donnerstag. Doch wenn die zwei Abschnitte zwischen Blumenthal und Grabow sowie zwischen Grabow und Königsberg zuvor vom Land saniert würde, wäre man gesprächsbereit. Schließlich befinde sich die Straße allein im Gemeindegebiet.

Absagen aus Neuruppin und vom Amt Temnitz

Das gilt zwar ebenfalls für die L 167, die in Neuruppin von der Wittstocker Allee ab der Kreuzung mit der B 167 über die holprige Straße des Friedens, die Steinstraße und den Seedamm bis nach Radensleben führt. Gleichwohl hat Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde eine Übernahme dieser Straße bereits abgelehnt. Golde befürchtet Millionenkosten auf die Fontanestadt zukommen, wenn Neuruppin für die Unterhaltung, den Winterdienst und die Pflege der Bäume an der Straße verantwortlich wäre. Hinzu käme die Abstimmung mit der Bahn für künftige Arbeiten an der Straße im Bereich des Seedamms.

Auch Susanne Dorn, die Leiterin des Amtes Temnitz, hat dem Land bereits einen Korb gegeben und die Übernahme der Landesstraße 18 abgelehnt. Der Grund: Die L 18, die vom Abzweig Kuhburgsberg bei Neuruppin nach Herzsprung führt, wird von vielen Kraftfahrern als Umleitungsstrecke genutzt, wenn auf der benachbarten Autobahn A 24 wieder mal der Verkehr stockt und es sich dort nach einem Unfall staut. Für die Reparatur der L 18 wäre dann der Kreis oder die Kommune zuständig, wenn das Land die Straße abgibt.

Landrat spricht von einem bedauerlichen Signal

Das Land begründet seine Pläne damit, dass die ausgesuchten Straßen nicht so eine Bedeutung hätten und zudem dort weniger als 2500 Autos pro Tag unterwegs seien. Daraufhin hatte der Landesrechnungshof verwiesen. Landrat Reinhardt sprach von einem „bedauerlichen Signal“, dass sich das Land aus dem ländlichen Raum zurückziehe. Ein Konzept für das weitere Verfahren zu den Straßen will das Land Ende des Jahres vorlegen.

Von Andreas Vogel

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