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Ostprignitz-Ruppin Der Kreisel ist zu groß
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Kreisel ist zu groß
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19:59 03.08.2016
Der umstrittene Kreisverkehr in Neuruppin soll ab Oktober abgerissen und neu gebaut werden. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Der umstrittene Neubau des Kreisverkehrs in der Neustädter Straße in Neuruppin erhitzt weiterhin viele Gemüter – nicht zuletzt, weil der Kreisel, der jetzt eine Größe von 70 Metern hat, auf 40 Meter eingedampft werden soll. Der Landesstraßenbetrieb begründet das mit einer Vorschrift des Bundes. Der MAZ-Leser Wolf-Hasso Schoner bezweifelt jedoch, dass es eine Regel zur Maximalgröße eines Kreisverkehres gibt. Weder das Bundesbau- und Umweltministerium noch die Bundesanstalt für Straßenwesen hätten eine derartige Vorschrift erlassen. Es gebe lediglich ein von der Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen herausgegebenes Merkblatt für die Anlage von Kreisverkehren, so Schoner. In dem Merkblatt werde empfohlen, dass Kreisverkehre innerhalb von Kommunen nicht größer als 40 Meter sein sollten.

Die Richtlinien sind verbindlich

Das stimmt nicht ganz. Vielmehr solle der Außendurchmesser maximal 50 Meter betragen, sagte Petra Peter-Antonin, Sprecherin der Bundesanstalt für Straßenwesen in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) am Dienstag. Und der Neuruppiner Kreisel? „Der ist zu groß“, betonte die Sprecherin. Sie bestätigte zwar, dass es sich bei den Vorgaben lediglich um Richtlinien handelt. Diese seien aber verbindlich, so Peter-Antonin. Demnach gilt generell, dass die Größe von Kreisverkehren abhängig ist von deren Verkehrsbelastung. Die Experten achten dabei besonders auf den Schwerlastverkehr.

Petitionsausschuss kommt im September

Der Landesstraßenbetrieb will den Neuruppiner Kreisel in der Neustädter Straße bis Ende Juli nächsten Jahres für 1,2 Millionen Euro neu bauen. Mehrere Neuruppiner halten diese Investition für unnötig. So ist Neuruppins einstiger Tiefbauamtsleiter Manfred Krell überzeugt, dass ein Abriss des jetzigen Kreisels unnötig ist und eine viel billigere Sanierung ausreichen würde (die MAZ berichtete). Der Petitionsausschuss des Landtages hat ebenfalls Zweifel an dem Millionenprojekt. Die Abgeordneten wollen sich deshalb am 6. September vor Ort ein Bild vom geplanten Umbau machen – sechs Wochen später sollen bereits die Arbeiten beginnen.

Von Andreas Vogel

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