Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Der Pflegedienst will erweitern

Dabergotz Der Pflegedienst will erweitern

Den APD-Pflegedienst Miteinander gibt es zwar erst seit gut einem Jahr in Dabergotz. Er kommt aber bereits so gut an, dass die zwei Geschäftsführer ihr Angebot noch in diesem Jahr um acht Plätze für Intensivpatienten in Dabergotz erweitern wollen. Dabei gab es zunächst Probleme mit der Finanzierung.

Voriger Artikel
Gartenschau 2019: Tageskarte kostet 14 Euro
Nächster Artikel
Kliniken: Neue Verträge sorgen für Unruhe

Bürgermeister Ulrich Krebs, die Geschäftsführer Timm Rudel und Robert Lorenz sowie Sebastian Steineke (v. l.)

Quelle: Peter Geisler

Dabergotz. Den APD-Pflegedienst Miteinander gibt es zwar erst seit gut einem Jahr in in Dabergotz, doch das Betreuen von pflege- und hilfsbedürftigen Personen kommt so gut an, dass die beiden Geschäftsführer Robert Lorenz und Timm Rudel ihr Angebot in Dabergotz noch in diesem Jahr um acht Plätze für Intensivpatienten aufstocken wollen.

Neues Leben im einstigen Gutshaus

Darüber ist auch Bürgermeister Ulrich Krebs froh. Ist doch durch den Pflegedienst, der zudem eine Außenstelle in Fehrbellin betreibt und in der Gemeinde 45 Klienten betreut, ein Schandfleck im Dorf verschwunden. Lorenz und Rudel haben das einstige Gutshaus, das schon als Arztpraxis, Konsum, Krippe und Wohnraum diente und zuletzt längere Zeit leer stand, völlig umgebaut. Das war nicht ganz einfach. Denn von der Sparkasse in Neuruppin erhielten sie keinen Kredit, um die Arbeiten finanzieren zu können. Also schrieben sie einen Businessplan und wandten sich an die Volks- und Raiffeisenbank Prignitz. Diese hatte mehr Vertrauen in die Pläne der beiden Geschäftsmänner, so dass die ersten fünf Bewohner im Oktober 2016 in das einstige Gutshaus einziehen konnten, das für rund 500 000 Euro saniert wurde.

Freude beim Bürgermeister

„Es ist ein kleines Schloss daraus geworden“, sagte Bürgermeister Krebs, als er sich am Mittwoch gemeinsam mit dem Neuruppiner CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke in dem Gebäude umsah. Auch Steineke zeigte sich angetan. Zumal ihm Rudel erklärte, dass der Pflegedienst keinerlei Personalpro­bleme habe. „Wir haben 23 Angestellte und noch fünf Bewerbungen“, sagte der Geschäftsführer. Zudem werde den Angestellten auch ein Weihnachts- sowie Urlaubsgeld gezahlt. Im Gegenzug müssen die Mitarbeiter den Dienst aber auch so absichern, dass die Bewohner und Patienten 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag versorgt werden. Die Geschäftsführer wissen, was sie von ihren Mitarbeitern verlangen: Rudel ist Vater von zwei Kindern, Lorenz wird demnächst zum zweiten Mal Vater.

Einen Fahrdienst gegründet

Um sich breiter aufstellen zu können, hat der Pflegedienst im Dezember sogar noch einen Fahrdienst gegründet. Schließlich betreuen sie inzwischen selbst in Dreibrück Patienten. Zudem haben sie sich auch auf die ambulante Palliativversorgung spezialisiert und dafür eigens Personal eingestellt. Sebastian Steineke staunte. Hatte doch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) erst im Dezember informiert, dass er sich wegen des Mangels an Fachkräften von diesem Geschäftsbereich im Fehrbelliner Umland zurückzieht. Die Folge: 70 Frauen und Männer benötigten einen neuen Pflegedienst.

Von Andreas Vogel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
123c76c4-dff8-11e7-a15f-f363db308704
Fontanestadt Neuruppin „damals und heute“

Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppn. Der Ort erhielt 1256 das Stadtrecht und ist bekannt als Geburtsstadt von Schriftsteller Theodor Fontane und Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg