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Der Rettungsdienst darf endlich umziehen

Neuruppin Der Rettungsdienst darf endlich umziehen

Die neue Wache für den Rettungsdienst in Neuruppin ist bereits seit Mai fertig, steht aber noch immer weitgehend leer. Das liegt an der benachbarten Baustelle für den umstritten Kreisverkehr. 2,6 Millionen Euro hat der Landkreis für die Wache ausgegeben, jetzt kann der Rettungsdienst endlich umziehen.

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In der neuen Wache gibt es 13 Stellplätze, genug Platz für alle Fahrzeuge. Anfang Mai standen sie dort schon einmal kurz.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Rund dreieinhalb Monate nach Fertigstellung der neuen Wache an der Holländer Mühle in Neuruppin kann der Rettungsdienst jetzt endlich mit Mitarbeitern und Fahrzeugen dorthin wechseln. „Wir werden am 24. August umziehen“, kündigte Christov Sabo am Freitag an. Sabo leitet den Rettungsdienst, der ein Teil der Pro-Klinik-Holding ist, zu der auch die Ruppiner Kliniken gehören.

Schon Anfang Mai hatte Landrat Ralf Reinhardt die neue, moderne Rettungswache eröffnet. Trotzdem blieb der Rettungsdienst vorerst noch in seinen alten, maroden Räumen an der Neustädter Straße. Grund war die benachbarte Baustelle für den Kreisverkehr. So lange dort noch gearbeitet wurde, hätten die Rettungswagen nicht in alle Richtungen schnell ausrücken können. Trotz der gesperrten B 167 war die Ausgangslage in der Neustädter Straße immer noch besser.

Inzwischen ist der Landesstraßenbetrieb mit den Arbeiten aber weitgehend fertig. „Der Kreisel soll jetzt dauerhaft offen bleiben“, hat Sabo vom Landesbetrieb erfahren. In Abstimmung mit dem Ordnungsamt des Landkreises bereitet er deshalb jetzt den Umzug der Mitarbeiter und Fahrzeuge an die Holländer Mühle vor.

Das alte Gebäude ist seit Langem in miserablem Zustand

Der Großteil der Einrichtung steht schon in den neuen Räumen. Die Spinde der Rettungs­assistenten und -sanitäter, Möbel der Aufenthaltsräume und die Einrichtung zur Desinfektion der Fahrzeuge folgen jetzt.

Jahrelang mussten die Mitarbeiter des Rettungsdienstes darauf warten, dass sich ihre Arbeitsbedingungen verbessern. Die Räume an der Neustädter Straße stammten noch aus DDR-Zeiten. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig, der Zustand der Räume teilweise erschreckend, und es gibt viel zu wenig Platz für Menschen und Technik. Lange hatte der Landkreis angekündigt, eine neue Rettungswache bauen zu wollen, lange mussten die Mitarbeiter darauf warten. 2015 ging es dann endlich los.

Krankenkassen zahlen den Neubau über 30 Jahre ab

Etwa 2,6 Millionen Euro hat der Landkreis für das Gebäude samt Grundstück ausgegeben. Das Geld bekommt er über die Gebühren für die Rettungseinsätze von den Krankenkassen zurück, gestreckt über 30 Jahre.

Zum Bereich der Neuruppiner Wache gehören auch die Standorte Herzberg und Fehrbellin. Insgesamt arbeiten dort rund um die Uhr 55 Frauen und Männer, die abwechselnd in allen drei Orten Dienst tun. Allein die Neuruppiner Retter rücken pro Jahr zu rund 7500 Einsätze aus, Tendenz steigend.

Von Reyk Grunow

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