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Der Soundtrack der Freiheit

Neues Schulprojekt am Gymnasium Der Soundtrack der Freiheit

Rauf auf den Bock und los: Mopeds sind für viele Jugendliche das Ticket in den Freizeitspaß. Genau damit beschäftigt sich das neue Tatfunk-Projekt am Wittstocker Gymnasium. Welche Rolle spielten Mopeds früher und heute in der ländlich geprägten Region? Dazu entsteht bis Juni ein Rundfunkbeitrag.

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Laura Nöhmke aus Sewekow schraubt gern an Mopeds herum. Darüber berichtet sie in der Rundfunksendung.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock, .
Zündung an, Kickstarter mit Schmackes nach unten treten, rechtes Handgelenk am Gas sportlich nach hinten ziehen – und schon ist er da, der Fahrtwind, den alle Zweiradfahrer lieben. Im Juni wird man ihn sogar ganz ohne fahrbaren Untersatz erleben können, in gewisser Weise jedenfalls. Denn fünf Wittstocker Gymnasiasten und Hörfunk-Profi Gerhard Richter arbeiten zurzeit an einer Rundfunksendung, in der sich alles ums Mopedfahren dreht.

Welche Rolle spielen die Zweiräder heute noch bei den Jugendlichen? Und wie war das früher? Das wollen die Jugendlichen ergründen und dazu nicht nur aktive und ehemalige Mopedfahrer zu Wort kommen lassen, sondern auch viel mit den typischen Geräuschen arbeiten. Am Ende soll ein lebendiges Bild dieses oft wichtigen Teils des Landlebens gezeichnet werden.

Das Ganze ist das inzwischen achte Projekt im bundesweiten Tatfunk-Wettbewerb. Dabei widmen sich Schüler in einer selbst produzierten Rundfunksendung jeweils aktuellen Themen. „Wir hatten in den vergangenen Jahren viele schwere politische Themen. Diesmal wollen wir eine gut erzählte Geschichte umsetzen, die ein Gefühl transportiert und einfach Spaß macht“, sagt Gerhard Richter. Die ersten Geräuschaufnahmen seien schon im Kasten. Richter nennt sie „den Soundtrack der Freiheit“. Denn wer ein Moped und einen Führerschein besitzt, kann jederzeit einfach rauf auf den Bock und los.

Hörfunkprofi Gerhard Richter mit den jungen Tatfunkern

Hörfunkprofi Gerhard Richter mit den jungen Tatfunkern.

Quelle: Björn Wagener

Das ist auch der Plan von Laura Nöhmke aus Sewekow. Sie schraubt und bastelt in der Scheune ihrer Eltern gern an ihren drei „Mopedleichen“ herum – auf dass aus ihnen irgendwann einmal ein funktionierendes Kleinkraftrad werde. Dieser Prozess steht im Mittelpunkt der Radio-Mopedgeschichte.

Obwohl Mopeds heute weitgehend aus dem Straßenbild verschwunden sind, gebe es viele Jugendliche, die den Führerschein machen, erzählt die 17-Jährige. Auch ihr Bruder Chris ist sich sicher, dass zumindest die „Schwalbe“ einen Boom erlebte, seit sie im vergangenen Jahr 50 Jahre alt wurde. Im Internet habe ein Anbieter 3000 Euro für ein solches Exemplar haben wollen, völlig utopisch, findet Chris Nöhmke. Er gehört neben Laura, Antonia Kölpin, Tobi Zander und Marvin Richter zu den jungen Radiomachern um Gerhard Richter. Jeden Mittwoch treffen sie sich im Gymnasium, um an der Geschichte zu basteln: Wie soll sie aufgebaut werden, wie kann das Thema spannend erzählt werden? Die Grundregeln geht Richter mit den Schülern durch. Gemeinsam entwickeln sie Ideen. Dabei hilft eine Schreibmaschine, die Gerhard Richter für diesen Zweck ganz praktisch findet. Im Frühjahr sollen die Interviews für den 20 bis 25 Minuten langen Rundfunkbeitrag stattfinden.

Kontakt: Wer interessante Geschichten rund ums Mopedfahren zu erzählen hat, darf sich gern bei Gerhard Richter melden: Tel: 0170/2 37 74 28 oder E-Mail: gerhard.richter@die-berichter.de.

Von Björn Wagener

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