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Der Umzug verzögert sich weiter

Neuruppin Der Umzug verzögert sich weiter

Stolz hatten die Ruppiner Kliniken Mitte Juni ihr neues Mutter-Kind-Zentrum präsentiert – doch genutzt werden kann es bis heute nicht. Dabei hatte das Krankenhaus fast fünf Millionen Euro in den Umbau eines alten Gebäudes gesteckt. Doch noch sind nicht alle Mängel behoben. Gleichwohl wird das Krankenhaus so gut wie noch nie nachgefragt.

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Auch die einstige Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD, 2. v. r.) schaute sich Mitte Juni in dem Haus um.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Es gibt immer noch keinen Termin, ab wann die Ruppiner Kliniken das neue Mutter-Kind-Zentrum nutzen können. Eigentlich sollten Geburtenstation, Kreißsäle und Frühgeburtenstation längst aus dem K-Haus in das sogenannten S-Haus umgezogen sein. Immerhin war das denkmalgeschützte S-Haus innerhalb von 19 Monaten für rund fünf Millionen Euro erneuert worden. Die frühere Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) war Mitte Juni extra nach Neuruppin gekommen, um sich ein Bild von den neuen Räumen zu machen, die wesentlich bessere Bedingungen für neugeborene Kinder und deren Eltern bieten sollen.

Es gibt noch keinen Termin für einen Umzug

Mitte Juni hieß es noch, dass das Mutter-Kind-Zentrum ab Anfang Juli genutzt werden kann. Doch dann wurden bei der Bauabnahme Mängel entdeckt, die den Zeitplan völlig durcheinandergebracht haben. So gab es unter anderem Probleme mit dem Fußboden und mit Spalten in der Wandverkleidung der OP-Säle, so dass Kliniken-Geschäftsführer Matthias Voth befürchtete, dass die Wandverkleidung zur Quelle für Keime werden könnte. Voth hatte gehofft, dass die notwendigen Nachbesserungen schnell zu erledigen sind, so dass das Mutter-Kind-Zentrum noch im August in Betrieb gehen kann. Aber daraus wird nichts. „Es gibt noch keinen Termin für einen Umzug“, sagte Verena Clasen, die Sprecherin der Pro-Klinik-Holding, am Montag. Damit bleibt das K-Haus für unbestimmte Zeit weiterhin die Anlaufstelle für werdende Mütter und Väter.

Seit Jahresbeginn schon 539 Babys

Die Verzögerungen beim lange geplanten Einzug in das neue Mutter-Kind-Zentrum haben indes bisher zu keinem Abbruch bei dem Babyboom geführt, den das Neuruppiner Krankenhaus seit gut einem Jahr verzeichnet. Erst 2016 war der Nachwenderekord aus dem Jahr 2012, als innerhalb eines Jahres 768 Mädchen und Jungen in der Fontanestadt das Licht der Welt erblickten, mit 830 Babys deutlich übertroffen worden. Auch in diesem Jahr scheint es nach derzeitigem Stand ähnlich viele Geburten in den Ruppiner Kliniken zu geben. Bis Sonntag, 27. August, wurden bereits 539 Neugeborene registriert, 263 Mädchen und 276 Jungen. Das sind fünf Babys mehr als bis zum 27. August des Vorjahres, als 266 Mädchen und 268 Jungen seit Jahresbeginn zur Welt kamen.

Die Auslastung stieg auf über 86 Prozent

Überhaupt sind die 808 Betten, über die Neuruppins Krankenhaus insgesamt verfügt, sehr gut ausgelastet. Laut der Statistik stieg die Bettenauslastung innerhalb eines Jahres um gut drei Prozent auf 86,2 Prozent. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Auslastung in den deutschen Krankenhäusern lag 2016 bei 83,2 Prozent.

Die höhere Auslastung in Neuruppin verwundert insofern, weil die Zahl der Patienten im vergangenen Jahr leicht rückläufig war. 2015 wurden in den Ruppiner Kliniken noch 26 989 Kinder, Frauen und Männer behandelt, ein Jahr später waren es mit 26 554 gut 400 Patienten weniger. Gleichwohl stieg die Verweildauer bei körperlichen Beschwerden nur leicht von 7,0 auf 7,2 Tage – in der Psychiatrie sank sie sogar von 20,8 auf 20,6 Tage.

Das Ensemble der Ruppiner Kliniken befindet sich am Rande der Stadt in einer parkähnlichen Anlage gegenüber dem Ruppiner See

Das Ensemble der Ruppiner Kliniken befindet sich am Rande der Stadt in einer parkähnlichen Anlage gegenüber dem Ruppiner See

Quelle: Peter Geisler

Von Andreas Vogel

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