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Ostprignitz-Ruppin Der Urvater der Kranichforschung kommt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Urvater der Kranichforschung kommt
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16:31 11.03.2018
Mit Kranichen beschäftigt sich Hartwig Prange seit nunmehr rund 50 Jahren.
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Plänitz

„Ich kenne sämtliche Kranichrastplätze in Deutschland und Europa.“ Wenn Hartwig Prange das so sagt, klingt es selbstverständlich. Kranich-Fans aber staunen dennoch, kennt Prange all diese Orte doch wohl am längsten von ihnen allen. Demnächst können die Vogelfreunde von ihm sogar aus erster Hand hören, was er in seiner jahrzehntelangen Forschung über diese eleganten Tiere herausfand. Am Sonntag, 18. März, hält Prange, der als Urvater des Kranichschutzes zumindest in Ostdeutschland gilt, ab 16 Uhr einen einstündigen Dia-Vortrag im Herrenhaus Plänitz (Stadt Neustadt). Zu finden ist es dort unter der Adresse Hofstraße 5.

Deutschlands Kranichexperte Hartwig Prange kommt am 18. März nach Plänitz. Quelle: privat

Wie Prange erklärt, ist er an diesem Wochenende zuvor als Ehrenmitglied bei der Vorstandssitzung des Vereins Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz Deutschland in Linum zu Gast. Dort im Rhinluch befindet sich schließlich der größte Kranichrastplatz Europas. Auch den kennt Prange, der seit 50 Jahren zum Kranich forscht, wie sein eigenes Zuhause. Unter anderem stammen die beiden Standardwerke „Der Graue Kranich“ von 1989 und „Die Welt der Kraniche“ von 2016 aus seiner Hand.

Ins Herrenhaus Plänitz kommt der Hallenser auf Einladung von Manfred Graf von Schwerin. „Es geht um die Welt der Kraniche, die gerade zu diesem Zeitpunkt über uns hinwegziehen werden“, sagt von Schwerin: „Sein Vortrag mit vielen Bildern eignet sich sowohl für Ornithologen als auch für interessierte Laien. Wir kennen uns aber nicht wegen der Kraniche, die auch hier ringsherum viele Rastplätze haben, sondern über unser Zeitzeugenprojekt in Schulen rund um die Themen Bodenreform und Zwangskollektivierung“, erklärt von Schwerin. Er ist Vorsitzender der in Plänitz ansässigen und bundesweit aktiven Arbeitsgemeinschaft Recht und Eigentum. Hartwig Prange schrieb nicht zuletzt auch das 2006 erschienene Fachbuch „Bauernschicksale“. Darin beleuchtet er die Entwicklung der Landwirtschaft im Osten Deutschlands seit dem Zweiten Weltkrieg.

Hartwig Prange ist Verfasser von Standardwerken zum Thema Kranich. Quelle: privat

Prange, der im Juli 80 Jahre alt wird, war unter anderem Direktor des Bezirksinstituts für Veterinärwesen in Jena und anschließend Anfang der 1990er Jahre Landes­tierarzt in Thüringen. Zu der Zeit war er als Parteiloser zudem Präsident des Kreistags Jena-Land. Später hatte Prange als Universitäts-Professor den Lehrstuhl für Tiermedizin an der Uni Halle-Wittenberg inne.

Schon in den 1970er Jahren war Hartwig Prange Mitgründer der AG Kranichschutz der DDR und nach der politischen Wende der AG Kranichschutz Deutschlands. Der „Arbeitskreis zum Schutz aussterbender Tierarten” war zuvor in der Gesellschaft für Natur und Umwelt unter dem Dach des Kulturbundes organisiert. Bereits 1991 schlossen sich die Kranichschützer im Kulturbund Ost mit denen der Naturschutzverbände Nabu und WWF im Westen zusammen.

Auch weit über die Landesgrenzen hinaus ist Hartwig Prange als Kranichexperte bekannt. So wirkte er von 1989 bis 2003 als Koordinator der „European Crane Working Group“ und bereitete viele internationalen Tagungen vor.

Um die Veranstaltung in Plänitz zwecks Raum und Platz besser organisieren zu können, werden Interessierte gebeten, sich vorab anzumelden unter 033970/5 18 74 oder schwerinziethen@gmx.de.

Von Matthias Anke

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