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Der Website Leben eingehaucht

Wernikow Der Website Leben eingehaucht

Die Website von Wernikow gibt es zwar schon seit Jahren, aber erst jetzt wurde sie vom Heimatverein in Schwung gebracht. Damit die Seite auch künftig interessant bleibt, hat sich Christina Tißen vom Verein einiges einfallen lassen, an dessen Umsetzung sie bereits arbeitet.

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Christina Tißen mit dem Bildband über die Feldsteinkirche in Wernikow.

Quelle: Björn Wagener

Wernikow. Mit einer Sonnenblume über dem Buchstaben I des Namenszuges grüßt Wernikow jeden Betrachter der Internetseite des Dorfes. Sie bündelt Informatives zu Vereinen und Aktivitäten, allerhand Bilder, den Wetterbericht, Neues zu Feuerwehr und Kirche.

Eine bunte Visitenkarte

Heraus kommt eine bunte Visitenkarte des dörflichen Lebens. In Schwung gebracht hat die Website der örtliche Heimatverein – allen voran dessen Kassenprüferin Christina Tißen, auch wenn sie betont, dass sie nur ein Rädchen im Gefüge sei und das Ganze letztlich ein Projekt des gesamten Vereins darstelle. Die Adresse wernikow.de gibt es zwar schon seit vielen Jahren, aber lange Zeit führte sie ein Schattendasein. Erst vor Kurzem kehrte Struktur und Pflege in den Internetauftritt ein, auch mit technischer Unterstützung eines Fachmannes aus Wredenhagen. Dennoch: Wenn es um Fragen der Gestaltung, des Inhaltes und der Aktualisierungen geht, steht Christina Tißen ganz vorn in der Reihe.

Die Arbeit kostet viel Zeit

Lediglich der Bereich „Unternehmen“ ist noch eine Baustelle. „Die Arbeit an der Website kostet viel Zeit“, sagt die berufstätige Frau, die dort auch über den am Sonnabend durch einen Blitzschlag zu Tode gekommenen Storch berichtet. Es gibt sogar eine Webcam auf einem Scheunendach des Grundstückes, die aufs Storchenhorst gerichtet ist. Aber der Einblick in Adebars Kinderstube fällt zumindest in diesem Jahr aus, weil die Jungtiere ebenso wie ein Altstorch nicht überlebt haben. Doch von diesem Rückschlag und der zu investierenden Freizeit lässt sich Christina Tißen nicht abschrecken.

„Mein Beitrag für Wernikow"

„Es ist mein Beitrag für Wernikow. Die Seite soll möglichst viel über das Leben der Einwohner berichten – aus der Vergangenheit, der Gegenwart und mit einem Blick in die Zukunft. Dafür nerve ich meine Mitbewohner auch, wenn es um Zuarbeiten wie Fotos und Infos zu bestimmten Ereignissen geht. Denn allein kann man es nicht schaffen.“ Die Wernikowerin weiß, dass man den Nutzern immer wieder etwas Neues bieten muss, wenn die Seite angeklickt werden soll. Deshalb feilt sie bereits an neuen Ideen, etwa bewegten Luftbildern von Wernikow, die sie über einen Link zur Videoplattform Youtube zugänglich machen möchte. Dazu arbeite sie bereits mit dem Kameramann Klaus Falk aus Berlinchen zusammen. Aber das Engagement geht über den Computerbildschirm hinaus.

Bilderbuch übers Dorf geplant

So möchte Christina Tißen gern ein Bilderbuch über Wernikow herstellen. Dass sie das kann, hat sie bei einem ähnlichen Projekt bereits bewiesen – dem Bildband über die Feldsteinkirche in Wernikow, die gerade saniert wird. Für die Dokumentation über das Gebäude und die Arbeiten daran trat sie mit beteiligten Firmen und anderen Wernikowern in Kontakt, die Informationen lieferten. Dennoch dominieren die Bilder deutlich. „Man möchte ja nicht stundenlang lesen“, sagt sie.

Seniorenfreundliche Handhabung

Außerdem ist das Buch – ähnlich wie bei Kinderbüchern – so gebunden, dass die Seiten nach dem Aufschlagen nicht wieder von allein zurückfallen, damit auch Senioren mit motorischen Einschränkungen Freude beim Blättern, Schauen und Lesen haben. „Es ist eine Hommage an die vielen fleißigen engagierten Mitstreiter dieses Projekts des Heimatvereins“, sagt Christina Tißen und verweist dabei vor allem auf die Vereinsvorsitzende Petra Mauf, die „über alles Bescheid weiß und unterstützt, wo sie nur kann. Da sind hunderttausend Dinge, in die sie und ihr Mann Peter involviert sind, die das Paar viel Zeit kosten – für die Allgemeinheit.“ Aber auch Klaus Mundt und Hans-Heinrich Grünhagen hätten viel Zeit investiert, um die Kirchensanierung zu realisieren.

Nur auf Anforderung

Das Buch gebe es aus Kostengründen nur auf Anforderung, sagt Christina Tißen, die seit rund zehn Jahren mit ihrer Familie in Wernikow lebt und sich dort wohl fühlt. „Ich wurde herzlich aufgenommen und habe die Bewohner und den Ort längst ins Herz geschlossen. Eine Dorfgemeinschaft kann aber nur funktionieren, wenn sich jeder Einzelne einbringt“, sagt sie – zum Beispiel über den Heimatverein, zu dem sie selbst über Umwege kam. Sie nahm – stellvertretend für ihren Mann – einmal an der Jahreshauptversammlung teil und verließ die Runde „als vollwertiges Mitglied mit einem Posten als Kassenprüfer“ – ein Glücksfall fürs Dorf.

Von Björn Wagener

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