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Ostprignitz-Ruppin Der Wohnungsmarkt boomt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der Wohnungsmarkt boomt
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00:17 19.09.2016
In Neuruppins Altstadt wird kräftig saniert: Altbauten werden saniert, in Baulücken entstehen neue Häuser – auch an der Klosterkirche. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Der Fontanestadt geht es weit besser als vorhergesagt. Die Zahl der Einwohner steigt seit 2013 wieder und liegt mit 31 000 etwa so hoch wie vor sechs Jahren. Verbunden mit dem Bevölkerungszuwachs ist ein Boom auf dem Neuruppiner Wohnungsmarkt. Fast an allen Ecken und Enden der Fontanestadt werden Wohnungen neu gebaut oder saniert – direkt in der Altstadt, in der Vorstadt Nord und natürlich in der Nähe des Ruppiner Sees. Allein in den vergangenen vier Jahren wurden fast 380 neue Wohnungen in Neuruppin fertiggestellt, rechnete Stadtplaner Jan Juraschek am Donnerstag im Bauausschuss vor.

Erhöhte Nachfrage nach Wohnraum

Das Rathaus geht davon aus, dass die große Nachfrage nach Wohnraum in der Fontanestadt mindestens bis 2020 anhalten wird. Gestützt wird diese Vermutung von einer Bevölkerungsprognose des Landesamtes für Bauen und Verkehr (LBV). Während die Landesbehörde der Fontanestadt noch 2012 einen stetigen Einwohnerschwund vorhersagte – 2030 würden in Neuruppin dann nur noch 27 000 Menschen leben – hat das LBV diese Zahlen im Dezember 2015 korrigiert. Demnach steigen die Bevölkerungszahlen in der Kreisstadt bis 2021 und sinken erst danach – allerdings weniger stark als bisher vermutet. Im Jahr 2030 wird Neuruppin laut LBV 29 000 Einwohner haben. Vielleicht auch ein paar mehr. Denn schon jetzt leben in der Stadt und ihren Ortsteilen mehr Menschen als in der Landesprognose von 2015 vorhergesagt.

Genügend Flächen in der Stadt vorhanden

„Die Stadt hat sich einen guten Status erarbeitet“, betont Vizebürgermeister Arne Krohn. Diesen guten Ruf will Neuruppin unbedingt erhalten und auch genügend Wohnraum für Zuzügler jedes Alters bieten. „Nach ersten Schätzungen rechnen wir derzeit bis zum Jahr 2030 mit einem Bedarf von 800 neuen Wohnungen“, sagt Stadtplaner Juraschek. Dieser Bedarf kann in der Stadt gedeckt werden, ohne dass weitere Wohngebiete ausgewiesen werden müssen. „Wir haben enorme Potenziale“, betonte Juraschek. So sollen im Seetorviertel bis zu 250 Wohnungen entstehen, auf einem ehemaligen Bahnareal unweit der Fehrbelliner Straße will die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) ab dem nächsten Jahr mit dem Bau von bis zu 120 Wohnungen beginnen. Weitere Wohnungen sollen unter anderem am Sportcenter (40), am Stöffiner Weg (50), in der Eichendorffsiedlung (18) sowie direkt an der Klosterkirche (23)entstehen. „Wir haben genügend Flächen für die erhöhte Nachfrage“, versicherte Juraschek.

Die Mieten werden steigen

Hannelore Gußmann (SPD) zeigte sich angetan von diesen Aussichten. „Es gibt immer wieder Anfragen von jungen Familien, die sich in Neuruppin ein Haus bauen wollen.“ André Ballast (Pro Ruppin) verwies hingegen darauf, dass mit dem boomenden Wohnungsmarkt sicher die Preise für Mieten und Eigentumswohnungen in Neuruppin steigen werden. Diese Entwicklung will das Rathaus „mit Sorgfalt“ beobachten, sagte Vizebürgermeister Krohn. Schließlich will die Stadt nicht, dass wegen der hohen Preise viele Leute aus Neuruppin in das Umland abwandern. Denn dann würde die Einwohnerzahl schnell wieder sinken.

Von Andreas Vogel

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