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Der alten Dosse in Wusterhausen auf der Spur

Osterspaziergang Der alten Dosse in Wusterhausen auf der Spur

Mit 100 Teilnehmern wurde der historische Osterspaziergang am Sonntagvormittag sehr gut angenommen. Diesmal führte die Wanderung auf die Spur alter, heute verschwundener Nebenarme der Dosse inmitten des mittelalterlichen Stadtkerns. Doch den geschichtlich Interessierten wurde während der eineinhalbstündigen Tour noch einiges mehr gezeigt und erklärt.

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Beim historischen Osterspaziergang in Wusterhausen erfuhren die Teilnehmer an mehreren Stationen viel Wissenswertes über die Stadtgeschichte.

Quelle: André Reichel

Wusterhausen. Der historische Osterspaziergang ist in Wusterhausen bereits zur Tradition geworden. Dieser wird vom Kulturverein, der Bibliothek und der Kirchengemeinde organisiert und fand am Ostersonntag nach dem Gottesdienst seine fünfte Auflage. Als sich dann gut 100 Interessierte vor der altehrwürdige Kirche einfanden, waren die Organisatoren positiv überrascht.

Pfarrer Alexander Bothe übernahm den allerersten Programmpunkt der Wanderung, indem er von der Geschichte des erst vor zwei Jahren umfassend sanierten Pfarrhauses I erzählte, das nur einen Steinwurf weit von der Kirche entfernt ist. Wie alt das schmucke Fachwerkhaus genau ist, konnte auch er nicht sagen. „Belegt ist, dass es beim Stadtbrand von 1758 bereits stand“, sagte Alexander Bothe.

Roland Tille erläuterte anhand von Luftaufnahmen, wo in Wusterhausen  die heute verschwundenen Nebenarme der Dosse  verliefen

Roland Tille erläuterte anhand von Luftaufnahmen, wo in Wusterhausen die heute verschwundenen Nebenarme der Dosse verliefen.

Quelle: André Reichel

An weiteren Stationen im historischen Stadtkern ging der Tross auf Spurensuche nach alten, heute verschwundenen Nebenarmen der Dosse. So machten die Spaziergänger natürlich auch an der „Schiffahrt“ halt. Eine rostige Eisenskulptur mit Schiffern erinnert neben einer Informationstafel an einen kleinen Hafen, den es dort vor über 800 Jahren gab. Den Beweis für diesen sensationellen und brandenburgweit fast einmaligen Befund lieferte der Wusterhausener Bodendenkmalpfleger Manfred Teske, der umfassende Bauarbeiten im Bereich der „Schiffahrt“ vor mehr als 20 Jahren archäologisch begleitete.

Fotos von einem Kleinod

Viel Fantasie war auch an der Promenade gefragt, die dem Verlauf eines um 1960 zugeschütteten Flusslaufs folgt. Hier erklärte Roland Tille anhand von Luftaufnahmen, wo genau die nun nicht mehr bestehenden Nebenarme der Dosse lagen.

Fast am anderen Ende der Promenade, in Sichtweite des Friedhofes, wartete bereits Marianne Golde vor ihrem Haus auf die historisch interessierten Wanderer. Daran, dass die Dosse einst auch an ihrem Haus entlang plätscherte, erinnert heute nichts mehr. Doch die Wusterhausenerin hatte alte Fotos zur Hand, die die alte Promenadenansicht zeigten.

Letztlich führte der Spaziergang auf den Marktplatz. Dort klafft eine riesige Baulücke, wo ein altes Fachwerkhaus stand, das vor drei Jahren abgerissen worden war. Von diesem verschwundenen Kleinod wurden Fotos gezeigt, bevor die Gruppe in den Alten Laden des Herbst’schen Hauses einkehrte. Dort gab es eine kleine Stärkung in Form von Kaffee, Kuchen und einer leckeren Suppe.

In den Bibliotheksräumen konnten die Kinder Ostereier bemalen. Zudem hatte der Osterhase für sie ein paar Süßigkeiten mitgebracht.

Von André Reichel

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