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Ostprignitz-Ruppin Der erste Mann in einem vitalen Dorf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der erste Mann in einem vitalen Dorf
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00:17 12.08.2016
Langens Ortsvorsteher Reinhard Jenschke. Quelle: Celina Aniol
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Langen

Seit Mai 2014 ist Reinhard Jenschke Ortsvorsteher von Langen. Seitdem leitet er die Geschicke des Ortes mit 493 Einwohnern. Er übernahm die Amtsgeschäfte von Jürgen Euen, der 16 Jahre lang dem Dorf vorstand. „Ich habe von meinem Vorgänger einen Ort übernommen, der fertig ist“, sagt Jenschke. Sein Ziel ist es, erst einmal den bisher erreichten Zustand zu erhalten, bevor er etwas Neues anfängt.

An einigen Stellen sieht der Ortschef Handlungsbedarf – oft allerdings dort, wo er kaum oder gar keinen Einfluss hat. „Das größte Problem ist der Zustand der Straße, die durch den Ort führt. Außerdem fehlt ein Radweg“, sagt Jenschke. Doch ihm sind die Hände gebunden, da es sich um eine Landesstraße handelt. Schön wäre ein Radweg zum Bahnhof in Radensleben. Das Land sträube sich seit Jahren gegen einen vernünftigen Radweg, so Jenschke. Daran habe auch eine Unterschriftensammlung nichts geändert. Die Gemeinde würde diesen Plan mittragen.

Der Verkehr in Langen hat stark zugenommen

Außerdem beklagt Jenschke den stark zugenommenen Verkehr, insbesondere durch die Lastwagen, die durch den Ort brettern. Seitdem die B 167 in Richtung Dabergotz gebaut wird, nutzen alle die Durchfahrt durch Langen.

Reinhard Jenschke Quelle: Celina Aniol

Das tut dem Interesse vieler an Bauland in Langen offensichtlich keinen Abbruch. Jenschke hat viele Bauanfragen. „Viele möchten hierhin ziehen. Aber wir haben kein Land mehr.“ Nach der Wende wurden etwa 50 Häuser im Ort neu gebaut. Die Lage ist ideal, nah zum See, die Verkehrsanbindung ist gut. Man ist schnell auf der Autobahn, aber auch schnell in Neuruppin oder Fehrbellin. Doch zum Bedauern des Ortschefs gibt es keine freien Grundstücke mehr, nur noch private. Da liegt es im Ermessen des jeweiligen Eigentümers, ob er verkaufen will oder nicht.

Alte und neue Langener beschnuppern einander

Damit sich Alt- und Neu-Lan­gener mal beschnuppern und miteinander ins Gespräch kommen konnten, gab es in diesem Jahr erstmalig einen Kennenlernabend auf dem Hof des Ehepaar Weber. „Es war ein ganz zwangloses Treffen. Es war ein voller Erfolg“, so Jenschke. Etwa 200 Langener folgten der Einladung, darunter ein Drittel Neu-Zugezogene.

Dieser Abend wirkte nach. Beim Public Viewing anlässlich der Europameisterschaft auf dem Sportplatz traf sich ein Teil der Leute wieder. Jenschke denkt für 2017  an eine Wiederholung des Kennlernabends.

Viele Bürger haben den Ortsvorsteher auf einen besseren Informationsfluss angesprochen wie die Ankündigungen von Veranstaltungen, die bisher durch Flyer oder Plakate öffentlich gemacht werden, aber offensichtlich nicht jeden erreichen. Ein Neu-Langener hat nun die Idee, die Einwohner per Internet über bevorstehende Ereignisse oder anderes, was von Interesse ist, zu informieren. Das ist ein Vorhaben, das noch in Arbeit ist. Fest steht, dass Langen als erster Ort der Gemeinde Fehrbellin noch in diesem Jahr mit LED-Straßenbeleuchtung ausgestattet wird.

Gute Gemeinschaft, guter Zusammenhalt

Ortschef Jenschke ist nicht nur mit dem Ort, in dem er 1955 geboren wurde, zufrieden, sondern auch mit seinen Langenern. „Es ist eine gute Gemeinschaft und ein guter Zusammenhalt.“ Das merkt man daran, dass viele Einwohner sich an den Festen beteiligen. Drei große Veranstaltungen werden jedes Jahr ausgerichtet: Das Fischer, das Sport- und das Wildschweinfest. Das findet in diesem Jahr bereits zum 20. Mal statt. Gleichzeitig begeht der Ort seine 725-Jahr-Feier, also zwei große Ereignisse an einem Wochenende.

Außerdem gibt es das Maibaumaufstellen, einen Fackelumzug zum 3. Oktober, eine Kinder- und Seniorenweihnachtsfeier, Frauen- und Kindertag werden gefeiert. „Wir machen schon viel, um die Leute zusammen zu bringen“, sagt Jenschke.

Von Dagmar Simons

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