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Ostprignitz-Ruppin Der erste Spielplatz in der Dorfgeschichte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der erste Spielplatz in der Dorfgeschichte
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00:17 11.08.2016
Die Anlage errichteten mehrere Eltern hinter dem Bürger- und Vereinshaus an der Havelberger Straße in Eigenleistung. Quelle: Matthias Anke
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Stüdenitz

Zum ersten Mal in der Geschichte von Stüdenitz gibt es dort jetzt einen Dorfkinderspielplatz. „So etwas hatten wir hier, abgesehen natürlich vom Spielplatz der Kita, noch nicht, auch nicht zu DDR-Zeiten“, sagt Christian Kindt. Kindt, der in der Gemeindevertretung von Stüdenitz-Schönermark sitzt, freut sich daher besonders auf Mittwochabend. Dann soll ab 18 Uhr diese neue Anlage hinter dem Stüdenitzer Bürger- und Vereinshaus an der Havelberger Straße mit einem kleinen Grillfest eingeweiht werden.

Gute zwei Dutzend Kinder im Alter bis zu 14 Jahren gibt es derzeit im Dorf, trotzdem war der Weg hin zu einem Spielplatz für sie nicht leicht. Weil alles Reden jahrelang nichts half, wurde er von zahlreichen Einwohnern dann Ende vorigen Jahres mittels einer Unterschriftenaktion eingefordert. „Auf diese Weise wurde der Bedarf untermauert“, erinnert sich Kindt. Mit Erfolg: Die Neustädter Amtsverwaltung erarbeitete Kostenpläne, indem auf die Erfahrung beim jüngsten Bau von zwei Spielplätzen in Zernitz und Lohm zurückgegriffen wurde. Finanzierbar wurden diese, weil Eltern sich bereiterklärten, den Aufbau jeweils in Eigenregie zu übernehmen.

Alt trifft neu: Der Ball im Bild hat zwar schon so einige Jahre auf dem Buckel, die Spielgeräte indes sind nigelnagelneu. Quelle: Matthias Anke

So sollte es nun auch in Stüdenitz sein. „Das Geld wurde aus dem Gemeindehaushalt bereitgestellt unter der Voraussetzung, dass der Aufbau von den Eltern realisiert wird“, erklärt Bürgermeister Gerhard Wilke. Für diese 6000 Euro ließen sich eine Rutsche, eine Nestschaukel und eine Wippe anschaffen und dazu ein Klettergerüst. Umrandet ist das Ganze jetzt mit zwei Bänken und einem kleinen Bolzplatz samt Fußballtor. Um ausreichend Kies und Zement wiederum hatten sich dann laut Christian Kindt die Eltern auch noch gekümmert.

Ein Papierkorb fehlt zudem ebenso nicht wie das druckfrische Schild, das den Spielplatz als solchen ausweist. Demnach steht er Kindern unter 14 Jahren täglich von 8 bis 20 Uhr offen. Mangels abschließbarem Tor dürfte das wohl vielmehr die Rücksichtnahme auf die Anwohner betreffen. Und Hunde müssen „draußen“ bleiben.

Der Tüv gab die Anlage frei

In der vergangenen Woche nahm der Tüv diese Anlage laut Gerhard Wilke ab und gab sie damit für die Kinder frei. Anschließend wird nun auch dieser wie alle anderen öffentlichen Spielplätze regelmäßig überprüft. Für Wartung und Instandhaltung sind im Amt Neustadt ein Mitarbeiter des Bauhofes und ein beauftragtes Unternehmen zuständig. Der zeitliche Abstand der Kontrollen richtet sich laut Verwaltung nach Jahreszeit, Umfang und Art der Kontrolle, der Größe und Frequentierung des Spielplatzes sowie ­nach dem Alter der Anlage. Hinsichtlich der damit jährlich anfallenden Kosten genügt ein Blick in die andere Gemeindehälfte – nach Schönermark. Für den dortigen Spielplatz fallen etwa wegen Mäharbeiten oder Sandaustausch rund 1200 Euro an und für die Spielplatzkontrollen rund 600 Euro.

Von Matthias Anke

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