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Ostprignitz-Ruppin Der große Tag der Feuerwehr
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00:17 04.05.2017
Gleich zu Beginn des Tages der offenen Tür warf eine Windböe das Festzelt um. Das Problem war aber schnell behoben. Quelle: Björn Wagener
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Königsberg

Mark Kropius fühlt sich wohl in Königsberg. Vor knapp drei Jahren zog er mit seiner Familie von Güstrow in den Ortsteil der Gemeinde Heiligengrabe – und trat in die örtliche Feuerwehreinheit ein. Seitdem hat er schon so manchen Einsatz miterlebt, Lehrgänge absolviert und auch gemeinsam im Kreise der 20 aktiven Feuerwehrleute im Dorf gefeiert. Der junge Mann schätzt das Miteinander und die gegenseitige Hilfe. „Es macht einfach Spaß. Auf diese Weise kann man dem Dorf einmal etwas zurückgeben“, sagt er. Inzwischen sei auch sein siebenjähriger Sohn bereits in die Jugendfeuerwehr eingetreten.

Gern mehr davon

Damit ist Mark Kropius ein erfreuliches Beispiel dafür, wie es laufen kann: Zuzug für Königsberg und Engagement für die Feuerwehr. Wenn es nach dem Einheitsführer Marcel Fengler geht, dürften sich solche Geschichten gern noch viel öfter zutragen. Denn die Feuerwehreinheiten brauchen jeden Mann. Das gilt ebenso für Königsberg, auch wenn die dortige Einheit vergleichsweise stabil aufgestellt ist. Wenn sie es auch in Zukunft bleiben soll, ist Nachwuchs unerlässlich. Genau das war auch der Grund, weshalb die Einheit am Sonntag erstmals zu einem Tag der offenen Tür einlud. Dabei konnten die Besucher nicht nur die Feuerwehrleute in Königsberg und ihre Fahrzeuge kennenlernen. Denn die Gastgeber hatten sich auch ihre Feuerwehrkameraden aus Rosenwinkel, Rossow und Glienicke eingeladen. Außerdem gab es eine gemeinsame Übung und allerhand Spiel und Spaß für Kinder bei sonnigem, aber auch etwas windigem Wetter.

Windböe warf Festzelt um

Eine Böe hatten zu Beginn des Festes am Dorfgemeinschaftshaus das Zelt erfasst und umgeworfen. Aber davon ließen sich die Männer von der Feuerwehr nicht aus dem Konzept bringen. Das Zelt wurde einfach zusammengepackt. Schließlich war kein Regen in Sicht.

Neues Tanklöschfahrzeug

Viel wichtiger war für die Feuerwehr und ihre Gäste die offizielle Übernahme eines neuen Tanklöschfahrzeuges. Dazu war Bürgermeister Holger Kippenhahn nach Königsberg gekommen. Das Fahrzeug habe 173 000 Euro gekostet, bezahlt von der Gemeinde. Das Fahrgestell samt Kabine stamme aus dem Jahr 2007, der Aufbau sei ganz neu hinzugekommen. Erworben worden sei es in Polen, sagt Mario Jennrich, der stellvertretende Gemeindebrandmeister. Seit gut zwei Wochen sei das Tanklöschfahrzeug jetzt im Dienst der Einheit Königsberg und habe auch schon einen Einsatz mitgemacht.

7000 Liter Wasser im Gepäck

Untergestellt werde es aus Platzgründen jedoch in Grabow. „Eigentlich ist gar nicht so viel dran“, sagt Mario Jennrich, allerdings erfülle das Tanklöschfahrzeug die wichtigste Voraussetzung für den Einsatz vor Ort: Es kann stattliche 7000 Liter Wasser mitführen. Das sei immens wichtig, denn in kleinen Siedlungen wie Rosenwinkel-Ausbau, Grabow-Ausbau oder Waldhof gebe es vor Ort keine Löschwasserversorgung, sollte es dort einmal zu einem Brand kommen. Das kann Marcel Fengler nur bestätigen. Auch in anderen Dörfern sei es von entscheidendem Vorteil, am Einsatzort sofort Wasser zur Verfügung zu haben, „um gleich loszulegen“. Das könne im Ernstfall über die Gesundheit oder gar Leben und Tod von Menschen entscheiden. Denn bevor eine externe Löschwasserversorgung aufgebaut ist, vergehe wertvolle Zeit. Ähnlich gut wie die Königsberger sei auch die Glienicker Wehr aufgestellt. Das dortige Fahrzeug könne 5000 Liter Wasser transportieren.

Von Björn Wagener

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