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Der großen Schau entgegen

Wittstock Der großen Schau entgegen

Die gemeinnützige Laga-Gesellschaft bringt sich in Stellung. Sie soll die Gartenschau 2019 in Wittstock zum Erfolg führen. Derzeit besteht die Firma erst aus zwei Personen, aber das wird sich ändern, denn die heiße Phase der Vorbereitung kommt erst noch.

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Ab Ende September soll es wieder rollen

Chef Christian Hernjokl und Sekretärin Jaqueline Hernicht.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Es ist ein unscheinbares Haus in der Wittstocker Burgstraße. Draußen erinnert noch ein vergilbter Schriftzug daran, dass sich hier früher einmal die Volks- und Raiffeisenbank befand. Ansonsten gibt es wenig, woran der Blick hängenbleiben könnte. Nur ein kleiner Aufkleber mit dem Laga-Logo weist darauf hin, dass sich hier tatsächlich die gemeinnützige Laga-Gesellschaft befindet – das Schaltzentrum der Landesgartenschau, die 2019 Hunderttausende Besucher mit floralen Highlights in die Dossestadt locken soll.

Nüchterne Sachlichkeit

Der spartanische Eindruck setzt sich innen fort. Die noch leeren unteren Büroräume sollen ab Ende des Jahres die Zulassungsstelle beherbergen. Eine Treppe führt ins Laga-Reich im ersten Stock – auch hier regiert nüchterne Sachlichkeit, zwei Arbeitsplätze mit Tisch und Stühlen, keine Werbebanner, keine bunten Blumen an den Wänden. „Das kommt alles noch“, sagt Christian Hernjokl, der Geschäftsführer der gemeinnützigen Laga-Gesellschaft.

Tatsächlich steht die Firma noch ganz am Anfang ihrer befristeten Karriere. Gegründet wurde sie am 6. April, eröffnet am 1. Juni. Noch ist die Gesellschaft ein Zwei-Personen-Betrieb. Christian Hernjokl wird seit 16. Juli von Sekretärin Jaqueline Hernicht unterstützt. Buchhalterin Marita Pagel soll das Team demnächst verstärken. Später werden sich noch weitere Mitstreiter hinzugesellen – Bereiche wie Marketing, Bauleitung, Veranstaltungsleitung, Besucherdienst oder Gästeservice wollen betreut sein. Nicht zuletzt werde auch ein Gartenprofi mit an Bord kommen.

Bald LGS statt Laga

Die für die Firma heiße Phase steht erst noch bevor. Bis 2019 müssen nicht nur die baulichen Voraussetzungen für die Laga geschaffen, sondern auch ein möglichst effektiver Marketingkurs gefahren werden. Eine Berliner Werbeagentur erarbeite zurzeit ein Konzept, das alle Register der Werbung ziehen soll. Bis Jahresende werde feststehen, wie die Laga konkret beworben werden soll. Ein erster Schritt sei zunächst einmal, das Logo zu überarbeiten. „Wir werden die Abkürzung Laga in LGS ändern. Denn der Begriff Laga ist eher eine brandenburgische Erfindung. Menschen von anderswo erschließt sich nicht sofort, was damit gemeint ist. Aber genau die wollen wir schließlich erreichen und animieren, Wittstock zu besuchen“, erklärt Christian Hernjokl, der sich auch vorgenommen hat, Möglichkeiten auszuloten, ob der öffentliche Nahverkehr optimiert werden könnte. Schließlich werde mit insgesamt mindestens 300 000 Besuchern gerechnet. „Das ist eine große Chance für die Stadtentwicklung“, sagt Hernjokl, der bereits die Laga 2013 in Prenzlau betreute. „Dort hat die Schau die Stadtentwicklung um mindestens zehn bis 15 Jahre vorangetrieben.“ Und Schattenseiten? „Die Einheimischen werden für die Zeit der Schau schwieriger Parkplätze finden.“

Veränderungen im Stadtbild dauern noch

Bis die Laga-Vorbereitungen zu sichtbaren Veränderungen im Stadtbild führen, dauere es aber noch einige Zeit. In diesem Jahr rechnet der Chef lediglich mit einigen Baum- und Heckenschnitten. Derzeit würden Planungsaufträge vergeben. 2017 folgten die Ausführungsplanung und Ausschreibungen, so dass sich die Arbeiten daran anschließen können.

„Die Zeit ist unsere größte Herausforderung“, sagt Christian Hernjokl. Er weiß, dass das Projekt Laga 2019 in Wittstock „sehr ambitioniert“ sei, aber gleichzeitig betont er auch den äußerst guten Vorbereitungsstand.

 

Von Björn Wagener

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