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Ostprignitz-Ruppin Der lange Weg in die Burg Goldbeck
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der lange Weg in die Burg Goldbeck
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00:26 18.01.2016
In der Burg in Goldbeck soll ein Vereinsraum eingerichtet werden. Quelle: Björn Wagener
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Goldbeck

Der Kunst- und Kulturförderverein Land-Stadt-Wittstock soll ein neues Domizil bekommen – einen rund 25 Quadratmeter großen, ofenbeheizten Raum in der 700 Jahre alten Burg in Goldbeck. Das hat der Bürgermeister Jörg Gehrmann jetzt auf MAZ-Nachfrage bestätigt. Der Ortsbeirat habe zuvor angefragt, ob das aus Sicht der Stadt möglich wäre. „Dem haben wir zugestimmt“, sagt Jörg Gehrmann und verweist darauf, dass er die Angelegenheit an Hans-Jörg Lö­ther, dem Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV), weitergegeben habe, damit dieser die Details klären könne. Bis etwa Ende Februar solle das erreicht sein. „Es wird ein Vertrag mit dem Verein ausgehandelt“, bestätigt Hans-Jörg Löther. Dabei werde es aber lediglich um eine symbolische Miete gehen, die allein die Kosten decken soll.

Die frühere Wasserburg am Rande des Wittstocker Ortsteils Goldbeck entstand um 1300. Sie ist dringend sanierungsbedürftig. Quelle: Björn Wagener

Guido Heller, dem Vorsitzenden des Kunst- und Kulturfördervereins, ist an einer zeitnahen Lösung sehr gelegen. Denn ohne Basis sei es für den Verein schwierig zu agieren. Zudem bestehe die Gefahr, dass Mitglieder des 15-köpfigen Vereins abspringen, wenn sich das Problem des Sitzes auf längere Sicht nicht lösen ließe. Dass die Aktivitäten deshalb jetzt weitgehend auf Eis liegen, „ist absolut schade“, so Heller. Eigentlich sei daran gedacht, zunächst Schaufenster von leer stehenden Objekten in Wittstock für Ausstellungen zu nutzen. Aber zunächst einmal müsse die Grundlage dafür geschaffen werden. Die Anfrage des Goldbecker Ortsbeirates an die Stadt erging bereits im November des Vorjahres, wie der Ortsvorsteher Gerd Frauböse bestätigt. Zwischendurch befürchtete Guido Heller schon, dass die Angelegenheit irgendwo „hängengeblieben“ wäre oder die Stadt „uns nicht haben will“. Auch Gerd Frauböse ging davon aus, dass das Ganze längst geklärt sei. „Ach, ist da noch nichts passiert?“ Bürgermeister Gehrmann wirbt indes um Verständnis für die Situation: „Hans-Jörg Löther hat noch viele andere Sachen zu tun: Jahresabschlüsse, Gesellschafterversammlung“, da sei es nur verständlich, dass Prioritäten gesetzt werden müssen.

Dass der Kunst- und Kulturförderverein überhaupt ein neues Domizil benötigt, liegt daran, dass er bereits seit dem 1. Juli 2015 die Galerie in der Marktgasse in Wittstock nicht mehr als alleiniger Nutzer in Anspruch nehmen kann.

Von Björn Wagener

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