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Ostprignitz-Ruppin Der nächste Wechsel am Amtsgericht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der nächste Wechsel am Amtsgericht
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00:18 31.10.2016
Mit langem Applaus verabschiedeten die Mitarbeiter des Gerichts am Freitag ihren langjährigen Vize-Direktor in den Ruhestand. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Der Generationenwechsel an der Spitze des Amtsgerichtes Neuruppin ist komplett. Der langjährige Direktor Andreas Rose war bereits vor einem halben Jahr in den Ruhestand gegangen. Jetzt folgt ihm sein Stellvertreter Gerhard Pries. Er erhielt am Freitag von Landgerichtspräsident Egbert Simons seine Entlassungsurkunde.

Gut 20 Jahre lang war Gerhard Pries Richter am Amtsgericht, die meiste Zeit als stellvertretender Direktor. Brandstiftung, Ladendiebstahl, versuchter Totschlag, Drogenhandel: Als Strafrichter hat Pries vieles verhandelt. Auch Fälle, die Aufsehen erregten, etwa in Verfahren rund um die XY-Bande oder in Korruptionsprozessen. „Ich habe meine Arbeit immer gern gemacht“, versicherte er bei seiner Verabschiedung. Fast 70 Mitarbeiter des Amtsgerichtes, des Landgerichts, der Staatsanwaltschaft und der Generalstaatsanwaltschaft waren gekommen. Eines wurde klar: Wenn auch nicht immer bei den Angeklagten – bei seinen Kollegen war Gerhard Pries sehr beliebt und hoch geschätzt.

Das Abitur machte er am Abendgymnasium neben dem Beruf

Aufgewachsen ist er in Wanne-Eickel im Ruhrgebiet. Sein Vater war Chemiefacharbeiter, an Abitur war für die Kinder nicht zu denken. Gerhard Pries verließ die Volksschule mit 15 Jahren und begann eine Ausbildung zum Rechtsanwalts- und Notargehilfen. So richtig zufrieden war er damit aber nicht, Pries wollte mehr.

Fest im Beruf, entschließt er sich einige Jahre später, das Abitur am Abendgymnasium nachzuholen. Acht Stunden Arbeit und sechs Stunden auf der Schulbank sind schwer. 40 Leute fangen mit dem Abendgymnasium an, vier machen am Ende das Abitur. Pries studiert Jura, macht nach nur acht Semestern sein Examen und wird Justiziar bei einer Logistikfirma. Sein Traum bleibt ein anderer: Ende der 80er Jahre eröffnet er eine Anwaltskanzlei.

Sie lief gut, erinnert er sich: „Ich war durchaus erfolgreich.“ Doch die Arbeit als Anwalt hatte auch Nachteile: Jeder Angeklagte hat das Recht auf die bestmögliche Verteidigung. „Das ist auch gut und richtig so“, sagt Pries. Aber es hieß, auch Mandanten zu vertreten, die er lieber nicht vertreten hätte.

1995 zog die Familie vom Ruhrgebiet nach Wulkow

Anfang der 90er Jahre entschloss er sich deshalb, Richter zu werden. Als Pries 1993 in einer Zeitschrift las, dass das Land Brandenburg dringend Richter sucht, bewarb er sich. Und wurde genommen. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern, damals zehn und 16 Jahre alt, zog er 1995 nach Wulkow. „Ein Abenteuer“, erinnert er sich – und eine Herausforderung für die ganze Familie. Doch bereut haben sie das nie.

Ende der 90er Jahre wurde Pries Ortsbürgermeister in Wulkow, später hatte der Jurist dafür jedoch keine Zeit mehr. Die Arbeit am Amtsgericht nahm ihn immer mehr in Anspruch – zeitweise mehr, als er trotz seiner enormen Fleißes leisten konnte. Jetzt hofft er alles das nachholen zu können, wofür bisher zu wenig Zeit blieb. Segeln zum Beispiel.

Ausnahmsweise ist schon geregelt, wer Gerhard Pries’ Nachfolge antritt. Richterin Kathrin Reiter wird ab Januar stellvertretende Direktorin des Amtsgerichts. Sie wechselt vom Landgericht Potsdam nach Neuruppin. Sie erhielt am Freitag ihre Ernennungsurkunde.

Von Reyk Grunow

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