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Ostprignitz-Ruppin Der neue Platz ist noch nicht fit
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der neue Platz ist noch nicht fit
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00:23 02.04.2018
Am Donnerstag haben Vertreter der Stadtverwaltung den runderneuerten Platz in Gühlen-Glienicke offiziell an den Verein übergeben. Quelle: Reyk Grunow
Gühlen-Glienicke

Jens Dreschlers Blick verrät tiefe Zweifel. Ob auf diesem Fußballplatz am Sonnabend tatsächlich das erste Spiel des Ruppiner Sportvereins (RSV) Maulwürfe in Gühlen-Glienicke stattfinden kann? Dreschler, der Fachmann im Neuruppiner Rathaus für alle Sportanlagen der Fontanestadt, inspiziert den Rasen sichtbar skeptisch.

Eine dünne weiße Schicht liegt über den kurz geschorenen gelblich braunen Halmen. Aber das ist es nicht, was bei ihm Bedenken auslöst. Der Boden ist einfach extrem nass und weich. Nach einem kurzen Rundgang steht sein vorläufiges Urteil fest: „Wenn das so bleibt, würde ich hier nicht spielen.“

Marcel Müller sieht nicht glücklich aus. „Ich hab mir das schon gedacht“, räumt der stellvertretende Vereinschef der Maulwürfe aber ein. Seit Monaten fiebert der Neuruppiner Sportverein darauf, seinen neuen Fußballplatz in Gühlen-Glienicke endlich in Betrieb nehmen zu können.

Der Platz war völlig verwildert

Früher haben dort einmal die Spieler aus Gühlen-Glienicke und Rägelin gekickt. Die hatten sich aber schon vor Längerem in den Nachbarort verzogen. Seitdem war der Sportplatz von Gühlen-Glienicke völlig verkommen. Unkraut überwucherte den Rasen, das Spielfeld war gar nicht mehr zu erkennen.

Wäre da nicht der Zaun um die Anlage gewesen, hätte man meinen können, es handle sich um einen Acker, den der Landwirt schon lange nicht mehr bewirtschaftet.

Dass das Ganze jetzt wieder nach einem ordentlichen Fußballplatz mit direkt daneben liegendem Trainingsplatz aussieht, ist auch der Stadt Neuruppin zu verdanken. Der Verein ist sehr froh, endlich wieder einen eigenen, festen Platz für seine Fußballer zu haben, auch wenn der ein paar Kilometer weiter nördlich liegt.

Neuruppin ließ den Rasen völlig neu anlegen

Viel Geld und Arbeit haben die Stadt Neuruppin und der Verein in den runderneuerten Sportplatz gesteckt. Jetzt wollen die Maulwürfe dort auch endlich spielen.

Zweimal mussten sie den Spielstart in Gühlen-Glienicke schon verschieben. Die Firma, die den Rasen im Auftrag der Stadtverwaltung völlig neu angelegt hat, hatte Bedenken, ob er angesichts der Wetters wirklich schon spielfest ist.

An diesem Wochenende sollte es jetzt endlich etwas werden – im dritten Anlauf. Aber bis zuletzt war offen, ob das wirklich klappt. Das letzte Wort hat die Stadtverwaltung Neuruppin, denn sie ist nach wie vor Eigentümer des Platzes.

Auf völlig durchweichtem Rasen zu spielen, macht keinen besonderen Spaß. Aber es ist auch eine Gefahr für den Platz.„Ihr macht euch damit keine Freude“, fürchtete Dreschler am Donnerstag. Zu groß ist das Risiko, dass die Spieler im Eifer des Gefechts den frisch angelegten Rasen wieder aufreißen und großflächig ruinieren.

Die Maulwürfe haben die Anlage jetzt offiziell übernommen

Immerhin hat der Verein am Donnerstagvormittag den Platz offiziell in Beschlag genommen. Marcel Müller hat im Namen des RSV seinen Namen unter die Vereinbarung mit der Stadt gesetzt. Kurz darauf kam die offizielle Bestätigung: An diesem Wochenende wird wieder nicht gespielt. Wegen des Wetters wurden sämtliche Spiele im Fußballkreis Prignitz/Ruppin abgesagt.

Ortsvorsteher Michael Peter findet das sehr bedauerlich. „Es wäre schön, wenn es jetzt auch endlich losginge. Irgendwann muss man ja mal anfangen“, findet er. Seit vielen Jahren wartet er, dass das verwilderte Gelände wieder zum Leben erweckt wird.

Eine keine Feier zur Übernahme des Platzes am Sonnabend zum ersten regulären Spiel wäre genau richtig gekommen. Abends laden die Maulwürfe in Gühlen-Glienicke zum Osterfeuer. „Dann wäre bei uns den ganzen Tag etwas los“, sagt Peter. Ihn hätte das sehr gefreut. Das Osterfeuer am Dorfgemeinschaftshaus findet trotzdem statt: am Samstagabend ab 18 Uhr.

Von Reyk Grunow

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