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Ostprignitz-Ruppin Der neue Tanker ist endlich da
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der neue Tanker ist endlich da
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00:17 28.05.2017
Amtsdirektor Danilo Lieske (2.v.l.) hatte ausnahmsweise zum Tanklöschfahrzeug noch ein kleines Geschenk für die Wehr dabei. Quelle: Reyk Grunow
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Herzberg

Normalerweise macht Amtsdirektor Danilo Lieske keine zusätzlichen Geschenke, wenn er an eine der Feuerwehren im Amt Lindow ein neues Fahrzeug übergibt. Das neue Auto, sagt er, „sollte eigentlich Motivation genug sein“. Doch in Herzberg machte er am Mittwochabend eine Ausnahme. Statt eines Fahrzeugs bekam die Feuerwehr gleich zwei: eins für den Einsatz und eins fürs Regal.

Das neue Tanklöschfahrzeug für die Herzberger Wehr ist auch etwas Besonderes. „Es sollte eigentlich schon viel früher da sein“, sagt Amtsbrandmeister Ulrich Kausel. Schon vor zwei Jahren hatten die Herzberger mit dem Tanker geliebäugelt. Doch dann verzögerte sich die Auslieferung immer wieder. Das alles dauerte so lange, dass das Amt den Vertrag mit der Lieferfirma vielleicht sogar gelöst hätte, wäre da nicht die Anzahlung gewesen, die schon überwiesen war. Jetzt ist es da und verstärkt das zweite kleinere Tragkraftspritzenfahrzeug.

Das gebrauchte Auto wurde ganz neu aufgebaut

Ganz neu ist das TLF 16/47, wie das Auto im Feuerwehrdeutsch heißt, allerdings nicht. Der Tanker mit 4700 Litern Wasser an Bord wurde 1996 für eine Feuerwehr in Südbrandenburg gebaut. Nur ein paar Dutzend Fahrzeuge dieses Typs wurden überhaupt hergestellt, sagt Kausel. Nach einem Unfall hat eine Spezialfirma das Fahrzeug gekauft und speziell für die Herzberger umgebaut. Rundum saniert ist es jetzt so gut wie neu. An Bord sind neben dem großen Wassertank und einer Feuerlöschpumpe die Ausrüstung des alten Tanklöschfahrzeugs, das die Herzberger in dieser Woche endlich ausmustern konnten.

Der alte Tatra stammte aus dem Jahr 1965, war aber bis zuletzt noch einsatzbereit. „Wenn es notwendig gewesen wäre, hätten die Herzberger damit losfahren können“, sagt Amtsbrandmeister Kausel. Nach 52 Jahren hat das Auto jetzt aber endlich ausgedient. Das neue Tanklöschfahrzeug ist zwar 20 Jahre alt, hat aber gerade mal 17 000 Kilometer auf dem Tacho.

Zuschüsse vom Land gibt es für die Feuerwehrtechnik nicht

110 000 Euro hat das Amt Lindow dafür bezahlt – allein. „Wir sind keine Stützpunkfeuerwehr“, sagt Amtsdirektor Danilo Lieske. Nur für Wehren mit diesem Status gibt es Fördermittel aus Potsdam. Das Amt Lindow muss Gebäude und Technik aus dem eigenen Haushalt bezahlen. Umso wichtiger ist, dass der Amtsausschuss immer wieder erkennt, wie nötig die Ausstattung der Feuerwehren ist. Im Notfall wird jede einzelne gebraucht.

Knapp 60 Einsätze hatten die Feuerwehren des Amtes Lindow im vergangenen Jahr, sagt Ulrich Kausel. Fast immer waren die Herzberger Retter mit dabei. Immerhin 18 Aktive gehören zur Wehr in Herzberg, im Gegensatz zu vielen anderen Orten auch etliche jüngere Feuerwehrleute. „Wir haben einen recht günstigen Altersdurchschnitt“, sagt Lieske. Vorteil: Die Leute sind fit und können noch viele Jahre Dienst tun. Nachteil: Viele von ihnen arbeiten am Tage und sind bei einem Alarm nicht im Ort. Das Amt versucht, gegenzusteuern. Etwa indem im Bauhof immer mehr freiwillige Feuerwehrleute eingestellt werden. Die sind dann in der Nähe, wenn es brennt oder knallt.

Von Reyk Grunow

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