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Ostprignitz-Ruppin Der untergegangenen Stadt auf der Spur
Lokales Ostprignitz-Ruppin Der untergegangenen Stadt auf der Spur
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17:05 10.09.2017
Staatssekretärin Ulrike Gutheil (Mitte) ließ sich von Joachim Wacker (r.) die Geschichte der alten Stadt erläutern.. Quelle: Christian Bark
Freyenstein

Als der damalige Archäologiestudent Thomas Schenk Ende der 90er Jahre weitere Teile der in den 80er Jahren wiederentdeckten alten Stadt Freyenstein freilegte, wusste er: „Mit diesem brandenburgischen Pompeji muss was passieren.“ Heute ist Schenk Archäologieprofessor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Am Sonntag gehörte er zu den Rednern der Festveranstaltung anlässlich des Tages des Offenen Denkmals sowie des zehnjährigen Bestehens des Archäologischen Parks in Freyenstein.

Blümchen gab es von Jörg Gehrmann (Mitte) für Christine Neumann. Quelle: Christian Bark

Er erinnerte sich an die Anfänge vor gut 14 Jahren, als erste Konzepte entwickelt wurden, die ausgegrabenen Ruinen zu einem musealen Erlebnispark, auch für das breitere Publikum, zu gestalten. Auch wenn Schenks Besuche in Freyenstein aufgrund beruflicher Bindung seltener geworden sind, versprach er dennoch, dem Park verbunden zu bleiben und bei Gelegenheit mit seinen Studenten die unmittelbare Umgebung archäologisch zu untersuchen.

Ein Park für die Archäologie


wurde der erste Abschnitt des Archäoparks eröffnet. Im ersten Jahr kamen noch 236 Besucher. Im Jahr 2016 waren es schon über 3600.

Fast 15 000 Besucher zählte der Park im Juli 2017 seit seiner Eröffnung vor zehn Jahren.

2011 und 2015 wurden der zweite und der dritte Abschnitt eröffnet. Rund zwei Millionen Euro sind in die Errichtung des Parks und des Konzepts geflossen.

Vom 1. April bis 31. Oktober ist der Archäopark jedes Jahr für Besucher geöffnet.

„Der Tag des Offenen Denkmals ist ein hervorragender Anlass für einen Besuch dieser historischen Anlage“, sagte Ulrike Gutheil. Die Staatssekretärin aus dem Potsdamer Kulturministerium gehörte am Sonntag ebenfalls zu den Festrednern im Freyensteiner Schloss. Sie würdigte zugleich das Engagement zahlreicher Menschen aus Wittstock und Freyenstein, welches die Entstehung des Parks erst möglich gemacht hatte. Und der sei, wie so viele Kulturdenkmale in Brandenburg, ein wichtiger Touristenmagnet für die Region.

Die Festgäste warfen einen Blick in fast 800 Jahre alte Kellergewölbe. Auch bei Archäopark-Pionier Thomas Schenk (2. v. l.) wurden Erinnerungen wach. Quelle: Christian Bark

Dazu gehörte auch der Mut und die Entschlossenheit der Stadt Wittstock, die das Projekt unter anderem finanziell kräftig unterstützt hatte – auch indem sie das Land kaufte, auf dem sich der heutige Park befindet. „Es ist nach zehn Jahren so gekommen, wie wir uns das damals gedacht hatten“, resümierte Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann zufrieden. Er hob das zu großen Teilen auch ehrenamtliche Engagement der Beteiligten hervor und versprach, die ehrenamtliche Leistung der Menschen in Wittstock künftig „genauer in Augenschein“ nehmen zu wollen. Blumen und Lob gab es überdies für Parkleiterin Christine Neumann und den damaligen Freyensteiner Ortsvorsteher Dieter Trittin.

Im Anschluss begab sich ein Großteil der Gäste, darunter auch Ulrike Gutheil, auf eine Führung durch den Park. Joachim Wacker vom Landesamt für Denkmalpflege gab den Besuchern einige Einblicke in die Geschichte der mittelalterlichen Stadt, die im 13. Jahrhundert aufgegeben wurde und deren Grundmauern bis heute gute Rückschlüsse auf die Vergangenheit zulassen. Auch bei Thomas Schenk wurden da Erinnerungen wach.

Von Christian Bark

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