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Desinteresse an Feuerwehraktion kritisiert

Stüdenitz Desinteresse an Feuerwehraktion kritisiert

Der Wehrführer von Stüdenitz, Mathias Krebs, kritisiert nach dem jüngsten Tag der offenen Tür seiner Brandschützer ein offensichtliches Desinteresse an Feuerwehrarbeit vor allem seitens der Nachbarn aus dem Gemeindeteil Schönermark. Selbst Gemeindevertreter ließen sich bis auf eine Ausnahme nicht blicken.

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Vorgeführt wurde, wie gefährlich ein Fettbrand werden kann.

Quelle: Privat

Stüdenitz. Am Sonnabend führte die Ortsfeuerwehr Stüdenitz einen Tag der offenen Tür durch. „Nachdem der Wetterbericht in den Tagen zuvor eine schlechte Prognose abgab, war die Erleichterung groß, dass der eigentlich dringend benötigte Regen an diesem Tag ausblieb“, berichtet Mathias Krebs, der Ortswehrführer: „Als kleine Ortsfeuerwehr mit nur 15 aktiven Mitgliedern und lediglich einem Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank hatten wir uns innerhalb des Amtsbereiches noch technische Verstärkung geholt. So unterstützte uns Kamerad Torsten Rühmland von der Feuerwehr Neustadt mit einem Teleskoprettungsfahrzeug und Kamerad Sascha Sommer von der Feuerwehr Breddin mit einem Vorausrüstwagen.“

Krebs habe sich sehr gefreut, dass beide sich die Zeit dafür nahmen. Mit der Zahl der Besucher indes sei er „nicht ganz zufrieden“ gewesen. Schließlich hatten im Vorfeld alle Haushalte in der Gemeinde Stüdenitz-Schönermark einen Infozettel über diesen Tag der offenen Tür in ihren Briefkästen. Dennoch waren Kinder aller Altersklassen zahlreich vertreten. „Sie schienen eben nur ihre Eltern zu Hause vergessen zu haben. Und unser Bürgermeister der Gemeinde Stüdenitz-Schönermark brachte aus seinem Gemeindeteil Schönermark auch lediglich seine Frau mit, schade, dass die Schönermarker, welche schon mehr als ein Jahrzehnt keine eigene Feuerwehr mehr haben, sich scheinbar nicht für ,ihre’ Feuerwehr interessieren.“

Noch größer aber sei die Enttäuschung darüber gewesen, dass sich bis auf einen, der auch Mitglied der Feuerwehr ist, kein Gemeindevertreter blicken ließ – und zwar egal, ob aus Stüdenitz oder Schönermark. Von den acht gewählten Kommunalpolitikern habe sich zudem lediglich der Vize-Bürgermeister im Vorfeld entschuldigt.

Buntes Programm wurde dafür als sehr gelungen bewertet

Der Tag der offenen Tür begann mit einer Vorführung einer Brandschutztechnikfirma aus Alt Ruppin. Erklärt wurde die richtige Handhabung von Feuerlöschern. Die Besucher durften sie austesten. Gezeigt wurde auch, was passiert, wenn man einen Fettbrand in der Küche mit Wasser löschen möchte: Aus den kleinen Flammen des Fettbrandes wurden bei Zugabe von Wasser in Sekundenbruchteilen meterhohe Flammen, die schnell eine ganze Küche in Brand setzen können.

Möglichkeiten der technischen Hilfeleistung an einem alten Pkw wurden den Besuchern ebenso gezeigt. Es wurden Türen und das Dach entfernt sowie die Rettung einer Person demonstriert. „Im Anschluss durften interessierte Eltern versuchen, die Arbeitsgeräte Schere und Spreizer mal anzuheben, um zu sehen, wie schwer die so spielend leicht aussehende Arbeit eigentlich ist“, berichtet Mathias Krebs. „Außerdem führten wir noch einen Löscheinsatz vor.“ Zum Einsatz kamen eine moderne Tragkraftspritze und als Vergleich dazu eine historische Tragkraftspritze aus DDR-Produktion.

An einigen Stationen durfte man sich  ausprobieren

An einigen Stationen durfte man sich ausprobieren.

Quelle: Privat

Auch für Kinder war allerhand vorbereitet. Sie konnten etwa mit der Kübelspritze ein „brennendes“ Haus um die Wette löschen. Familie Toppel aus Stüdenitz ermöglichte ihnen Ponyreiten. Die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung kümmerten sich um die Versorgung aller Besucher. Auch dank materieller Hilfe einiger Sponsoren wurde dieser Tag der offenen Tür laut Wehrführer Krebs zu einer gelungenen Sache. Nicht zuletzt aber sei das natürlich auch allen Mitgliedern der Stüdenitzer Ortsfeuerwehr zu verdanken.

Von Matthias Anke

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