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Ostprignitz-Ruppin Detlef Glöde hat die Prignitz im Panoramablick
Lokales Ostprignitz-Ruppin Detlef Glöde hat die Prignitz im Panoramablick
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00:33 25.03.2018
Umräumen und thematisch neu sortieren: Im Atelier „Haus Bergfrieden“ stellt Detlef Glöde die Weichen für die Tage des offenen Ateliers Anfang Mai. Quelle: Christamaria Ruch
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Blumenthal

Das Panoramabild ist vor allem aus der Fotografie bekannt. Flach ducken sich die Motive auf diesen Formaten und vermitteln Weite. Nun nutzt der Maler Detlef Glöde aus Blumenthal erstmals die Leinwand in der Panoramaoptik.

„Das war schon immer mein Ziel, Themen auf 30 mal 90 Zentimeter Leinwand zu malen“, sagt Detlef Glöde. Dabei blickt er auf seine erste Serie: Vier Bilder, vier Jahreszeiten spiegeln die Stimmungen in der Natur wieder. „Es war einfach, die Motive dafür zu entdecken“, sagt er.

Vor der Haustür in Blumenthal zieht sich die Landschaft sanft und geschwungen entlang, schließt Felder und Waldränder ein oder gibt den Blick auf Gewässer frei. Auch die Kopfweiden prägen die Prignitz – sie reihen sich auf dem Frühlingsbild aneinander. Diese Kopfweiden stehen auf dem Weg von Kemnitz nach Pritzwalk, kurz hinter dem Ortsausgang des Dorfes.

Der Maler bleibt sich treu

Detlef Glöde ist sich auch bei seinen neuen Bildern treu geblieben. Denn beim Malen komponiert er ein Thema und erweitert dabei die Vorlage um weitere Elemente. Auch im Falle der Kopfweiden ging er diesen Weg. Er schob die Bäume sozusagen auf der Leinwand zusammen und verzichtete außerdem auf die Windräder im Hintergrund. Das Bild zieht den Betrachter mitten hinein in einen späten Frühlingstag.

Sein Sommermotiv wird von der Ernte bestimmt – Strohballen liegen auf dem Feld und Luft flimmert leicht verhangen über das Bild. Herbst und Winter zeigen die eher kargen Landschaftsseiten, die Stimmung ist auch hier greifbar nah. „Ich habe bei jedem Bild den späteren Abschnitt in der Jahreszeit gemalt“, sagt der Künstler.

Vier Bilder, vier Jahreszeiten: Erstmals malte Detlef Glöde Landschaften auf Panoramaleinwänden. Quelle: Christamaria Ruch

Ende des vergangenen Jahres begann er mit den vier Panoramabildern und vollendete die Serie Anfang dieses Jahres. „Ich habe mir dafür Zeit genommen“, sagt er. Auch der Zyklus „Wolkenformation“ mit jeweils ein Quadratmeter großen Leinwänden ist weiter angewachsen.

Detlef Glöde malte nun einen Vollmond vor tiefer Nacht. „Die Korona ist noch sichtbar und der Mond wirkt im Nachthimmel endlos“, sagt Detlef Glöde und gerät ins Schwärmen. „Ich habe den Mond so gesehen und ihn für dieses Bild wieder aus dem Gedächtnis abgerufen“, sagt er.

Lichtspiele und Licht durchflutetes Wasser

Das Bild „Blaue Tiefe“ fordert die ganze Aufmerksamkeit. Lichtspiele und Licht durchflutetes Wasser sind auf der großen Leinwand dominant. Glödes Experimentierfreude ging soweit, dass er Sand in den Acrylfirnis eingebettet und dann noch weiter übermalt hat.

Zyklus „Wolkenformation“: Der Mond ist auf eine ein Quadratmeter große Leinwand gebannt. Quelle: Christamaria Ruch

Beim Rundgang durch seine Galerie „Haus Bergfrieden“ fällt auf, dass sich derzeit kaum ein Bild an seinem gewohnten Platz befindet. „Seit 13 Jahren bin ich nun beruflich selbstständig, jetzt wird es Zeit, mal alles neu zu sortieren“, sagt er.

Dabei setzt er thematisch neue Schwerpunkte: Die Originale hängen auf einer Seite, Drucke auf der anderen. „Der Fundus ist so weit angewachsen, da findet nicht alles seinen Platz“, räumt Detlef Glöde ein.

Tag des offenen Ateliers

Schon jetzt richtet er seinen Blick nach vorn. Am Wochenende 5. und 6. Mai beteiligt er sich zum 13. Mal an den Tagen des offenen Ateliers. Dabei stellt er seine Werke aus, bietet aber auch Jahr für Jahr Gastkünstlern eine Bühne. „Das ist immer spannend“, sagt er.

Am 5. April steht der Maler auf der Kinobühne

Am Donnerstag, 5. April, steht der Maler Detlef Glöde erstmals auf der Bühne im Kino Astoria in Wittstock. Dort läuft eine sechsteilige Filmreihe „Kunst und Film.“ Am 5. April um 19 Uhr wird der Film „Giovanni Segantini - Magie des Lichts“ gezeigt und Detlef Glöde stellt sich dem Publikum vor.

Von Christamaria Ruch

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