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Deutsche Bank schließt Wittstocker Filiale

Neuruppin Deutsche Bank schließt Wittstocker Filiale

Die Deutsche Bank wird 2017 fünf ihrer 21 Filialen in Brandenburg schließen, darunter die in Wittstock. Die Kunden aus der Dossestadt und Umgebung sollen dann von der Filiale in Neuruppin aus betreut werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Geldinstitute Filialen in der Region dicht machen. 2014 schloss die Raiffeisenbank bereits ihre Außenstellen in Wildberg und Wustrau.

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Die Filiale in Neuruppin bleibt bestehen. Sie soll ab 2017 auch die Kunden in Wittstock betreuen.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Die Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten sowie die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank schlagen sich auch in der Region nieder: Die Deutsche Bank wird im nächsten Jahr ihre Filiale in Wittstock schließen. Die Kunden sollen dann von der Niederlassung in Neuruppin betreut werden, verkündete das Geldinstitut am Sonntag auf seiner Internetseite. Wie viele Mitarbeiter aus Wittstock übernommen und wie viele entlassen werden, das wurde nicht mitgeteilt.

Fünf Filialen in der Mark werden dicht gemacht

Auch am Montag war dazu keine Auskunft in der Konzernzentrale in Frankfurt am Main zu erhalten. Derzeit befänden sich alle Mitarbeiter „in einem Stellenbewertungsverfahren“, sagte Sprecher Christoph Blumenthal. Demnach will die Deutsche Bank fünf ihrer 21 Filialen in Brandenburg mit der nächstgelegenen Niederlassung zusammenlegen. Neben der Wittstocker betrifft das die in Rathenow (die Kunden werden künftig von Brandenburg aus betreut), Hennigsdorf (Oranienburg übernimmt), Spremberg und die Filiale in der Brandenburger Straße in Potsdam. Aktuell sind in den landesweit 21 Filialen knapp 190 Mitarbeiter beschäftigt. Das Geschäftsvolumen, das die Deutsche Bank in der Mark umsetzt, beträgt nach Firmenangaben 4,8 Milliarden Euro, das Kredit­volumen 1,9 Milliarden.

Bundesweit will das größte deutsche Geldinstitut im nächsten Jahr 188 Filialen schließen und 2500 Mitarbeiter, die im Bereich Privatkundengeschäft sowie in der Zentrale in Frankfurt am Main arbeiten, entlassen. 2015 beschäftigte die Deutsche Bank weltweit mehr als 100 000 Mitarbeiter.

Turbulenzen auf dem Finanzmarkt: auch andere Banken reagieren

Mit dem Umbau ihres Filialnetzes reagiere das Geldhaus auch darauf, dass immer Kunden Onlinebanking nutzen, heißt es. Demnach kommt etwa die Hälfte der Kunden nur noch einmal im Jahr in die Filiale vor Ort. Trotz der Schließung soll sich für die Kunden kaum etwas ändern. Demnach bleiben die Verschlüsselung der Kontonummern (IBAN) und der Code für die Bankleitzahl (BIC) vorerst bestehen.

Die Deutsche Bank ist das zweite Geldinstitut in der Region, das mit Filialschließungen auf die geänderte Lage auf den Finanzmärkten reagiert. 2014 hatte die Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin ihre Filialen in Wildberg und Wustrau dicht gemacht, weil diese unwirtschaftlich geworden waren. Bei der Sparkasse stehen die Filialen in Breddin, Flecken Zechlin und Freyenstein auf der Kippe. Obwohl diese sich nicht rechnen, will die Sparkassen die Filialen vorerst halten. Stattdessen wandelt die Bank ab August die Geschäftsstellen in Alt Ruppin und Kyritz-West in Selbstbedienungsfilialen um. Zudem wurde bereits Anfang Juni der Bankautomat in den Ruppiner Kliniken abgebaut. Dieser wurde aus Sicht der Sparkasse zu wenig nachgefragt (die MAZ berichtete).

Von Andreas Vogel

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