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Ostprignitz-Ruppin Diabetes-Mobil testet Erkrankungsrisiko
Lokales Ostprignitz-Ruppin Diabetes-Mobil testet Erkrankungsrisiko
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00:17 13.06.2016
Susan Schwebke (links) misst den Blutdruck eines Besuchers im Diabetes-Mobil. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Haben Sie täglich mindestens 30 Minuten körperliche Bewegung? Wie oft essen Sie Obst, Gemüse oder dunkles Brot? Wie ist bei Ihnen das Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht? Diese und weitere Fragen haben Susan Schwebke und Frank Liermann am Donnerstagnachmittag in ihrem Diabetes-Mobil gestellt. Die Fachwirtin für Sozial- und Gesundheitswesen und der Medizinproduktberater haben im Rahmen des Projekts „Diabetesberatung auf Rädern“ auf dem Supermarktparkplatz in der Neuruppiner Trenckmannstraße Halt gemacht.

Bis zum Mittag sei die Resonanz eher Verhalten gewesen, resümieren Schwebke und Liermann. Knapp 20 Teilnehmer haben sie in den ersten zwei Stunden ihrer Beratung gezählt. Interessenten konnten mittels Fragebogen und dem obligatorischen Piks in den Finger testen lassen, wie hoch ihr Risiko ist, in den nächsten zehn Jahren an Diabetes-Typ-2 zu erkranken.

Symptome treten erst spät auf

Die Stoffwechselkrankheit, die einen erhöhten Blutzuckerwert zur Folge hat, verlaufe eher schleichend und werde daher oft nur zufällig entdeckt, erklärt Schwebke. Symptome würden erst auftreten, wenn die Werte bereits lange Zeit sehr hoch waren. „Die Patienten haben dann sehr viel Durst, müssen häufig zur Toilette, fühlen sich müde und schlapp“, erläutert die Diabetesberaterin. „Manche haben auch Sehstörungen, neigen zu Infektionen und haben vor allem am Unterarm und am Unterschenkel sehr trockene Haut.“

Ein kleiner Tropfen genügt, um den Blutzuckerwert zu bestimmen. Quelle: Peter Geisler

Gefragt nach den Ursachen der Erkrankung sagt Schwebke: „Der typische Diabetes-Typ-2-Patient isst zu viel und bewegt sich zu wenig.“ Optimal wäre dreimal täglich Gemüse, zweimal täglich Obst, wenig Schweinefleisch und zwei Mal pro Woche ganz auf Fleisch zu verzichten. „Das A und O ist aber die Bewegung“, sagt Schwebke. „Jeden Tag mindestens 20 bis 30 Minuten, was derjenige gut schafft. Beispielsweise spazieren gehen, wandern oder schwimmen.“ Die Blutzuckerkrankheit habe in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Circa acht Millionen Menschen seien in Deutschland erkrankt. Im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel werde bis zum Jahr 2020 eine weitere Zunahme um rund 21 Prozent erwartet, sagt Schwebke.

Gesunder Lebensstil kann Folgekrankheiten vermeiden

Heilbar ist Diabetes bislang nicht. Aber wer seinen Lebensstil ändere und gesünder lebe, könne seinen Blutzuckerspiegel laut der Gesundheitsfachwirtin zumindest im normalen Bereich halten und damit Folgekrankheiten wie ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko oder eine Erkrankung der Nieren vermeiden.

Das über vier Jahre angelegte Projekt „Diabetesberatung auf Rädern“ läuft seit 2014 und fährt 100 Standorte in ganz Deutschland an. Es wird gefördert durch das Gesundheitsministerium und wissenschaftlich begleitet vom Institut für Medizinische Soziologie des Universitäts-Klinikums Hamburg-Eppendorf.

Von Josephine Mühln

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