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Ostprignitz-Ruppin Diamantenes Paar glücklich wie am ersten Tag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Diamantenes Paar glücklich wie am ersten Tag
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00:17 06.11.2016
Lydia und Leonhard Edelberg. Quelle: André Reichel
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Nackel

Am Donnerstag ist für Lydia und Leonhard Edelberg ein ganz besonderer Tag. Das Paar aus Nackel ist nun genau 60 Jahre verheiratet und feiert somit seinen diamantenen Hochzeitstag. Tagelang war das Jubiläumspaar angesichts des bevorstehenden Ereignisses in heller Aufregung und je näher der besagte Tag heranrückte, je spannender wurde es.

Das alte Fotoalbum, in dem sich auch die Bilder von der Hochzeit befinden, hat das Paar in diesen Tagen oft aus dem Schrank geholt und mit Nachbarn und Freunden, die zu Besuch kamen, gemeinsam angeschaut. „Ich weiß gar nicht, wo die Zeit gebleiben ist“, sagt Lydia Edelberg und ihr Mann Leonhard nickt zustimmend.

Mit rund 35 Gästen, darunter natürlich die beiden Töchter, die drei Enkelkinder und die beiden Urenkel, feiern Lydia und Leonhard Edelberg am Donnerstag in der Dossestadt Neustadt. Damals, so erinnert sich das diamantene Paar, waren sie insgesamt 129 Personen bei der Hochzeit im havelländischen Dorf Stölln bei Rhinow. Um alle Gäste zu verpflegen, wurden dafür eigens eine Kuh, ein Schwein und 20 Hühner geschlachtet.

Am Donnerstag vor 60 Jahren machte sich die Hochzeitsgesellschaft im havelländischen Stölln auf den Weg zum Traualtar Quelle: André Reichel (Repro)

Auch an den Tag, an dem sich das Jubiläumspaar zum ersten Mal über den Weg lief, können sich die beiden bestens erinnern. Im Januar 1956 besuchte Lydia Edelberg Onkel und Tante in Nackel, um diese für einige Zeit im Haushalt zu unterstützen. Zu jener Zeit war im Nachbardorf Läsikow ein Maskenball. Eigentlich wollte die damals 20-Jährige dort nicht hingehen. „Schließlich kannte ich niemanden, doch die Neugier war schließlich stärker“, berichtet Lydia Edelberg. Kaum im Saal der Gaststätte angekommen, lief sie Leonhard Edelberg regelrecht in die Arme. „Wir sahen uns an und verliebten uns sofort ineinander, sagte Leonhard Edelberg. Im selben Jahr heiratete das frischverliebte Paar und wie so oft bei den Menschen jener Generation, war es eine Kette schicksalhafter Ereignisse gewesen, die diese Begegnung überhaupt erst möglich gemacht hatte.

Lydia Edelberg kam im November 1935 in einem Dorf bei Posen im heutigen Polen als jüngstes von insgesamt vier Kindern zur Welt. Ihre Eltern betrieben dort eine kleine Landwirtschaft. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, wurde der Vater eingezogen und polnische Arbeiter mussten auf dem Hof helfen. Dass diese gut behandelt wurden, rettete der Familie später das Leben. Nach den sowjetischen Soldaten kamen Polen ins Dorf. Erst 1947 musste Lydia Edelbergs Familie gen Westen ausreisen. Mit dem Zug ging es einer ungewissen Zukunft entgegen. Im Aufnahmelager in Rathenow erfuhr die Familie, dass der Vater den Krieg überlebt hat und nun in Stölln wohnt, wohin auch sie gingen. In dem kleinen Ort bekamen die Eltern von Lydia Edelberg eine Neubauernsiedlung.

Das Brautpaar mit seinen Eltern zu beiden Seiten. Quelle: André Reichel (Repro)

Leonhard Edelberg ist im Juli 1933 als drittes von insgesamt fünf Kindern in einem Dorf in Ostpreußen geboren worden. Auch seine Eltern betrieben dort eine kleine Landwirtschaft. 1945 musste die Familie die alte Heimat verlassen. Die Flucht endete in Havelberg. 1952 zog die Familie nach Nackel, wo sie ein Bauerngehöft kaufen konnten. Vier Jahre später, 1956, lernte sich dort das heutige Jubiläumspaar kennen und heiratete. Ein Jahr später kam die erste Tochter zur Welt, 1961 dann die zweite Tochter. Nach der Heirat lebte die junge Familie vorerst beengt im Elternhaus des Bräutigams. 1967 zogen Edelbergs schließlich in ihr eigenes Haus, in dem sie heute noch wohnen.

Ihr Arbeitsleben verbrachten beide in der Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft des Dorfes als Traktorist und Melkerin. Für Hobbys war nur wenig Zeit. Leonhard Edelberg war leidenschaftlicher Taubenzüchter und spielte gern Fußball. Rückblickend auf ihr Leben sagen beide: „Wir haben keinen einzigen Tag bereut.“

Von André Reichel

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